Das Chaos der Buchfotografie und ich

Das Chaos der Buchfotografie und ich

Buchfotografie – ein Erfahrungsbericht

 

Hallo meine Lieben,

wer kennt das nicht: all diese traumhaften Feeds auf Instagram voll von wunderschönen und hochprofessionellen Buchfotos. Immer wenn ich das sehe und dann meinen eigenen Feed anschauen, werde ich schon ab und an wehmütig. Allerdings denke ich mir dann immer wieder, dass mir meine Fotos auch richtig gut gefallen und sie genau das sind, was sie ausdrücken sollen: Fotos einer  Buchverrückten :) Heute lasse ich euch mal hinter das Chaos blicken, das bei mir herrscht, wenn ich Buchfotos schieße und kann euch vielleicht sogar den ein oder anderen Tipp dazu geben. Ein Profi bin ich nämlich nicht, eher das Gegenteil. Ich habe auch keine professionelle Ausrüstung, aber ich sage: Buchfotografie kann wirklich jeder! Nicht so professionell vielleicht, aber es muss ja hauptsächlich euch gefallen. Traut euch!

Weiß Gott bin ich kein Spezialist was Buchfotos angeht, das seht ihr auch, wenn ihr einen Blick auf meinen Istafeed werft. Einheitlich gibt es bei mir nicht. Da ist es bunt und etwas chaotisch. Aber mir gefällt es und das bin ich. Also passt das genau zu mir und meinem Blog. Vielleicht ist das schon der erste Tipp, den ich euch geben kann: verbiegt euch nicht. Habt Spaß daran, Bücher zu fotografieren. Jeder hat einen anderen Geschmack und schöne Dinge schaut man unheimlich gerne an. Aber gerade diese wunderschönen professionellen Fotos haben auch ein enormes Equipment hinter sich, die Fotografen verstehen etwas von Bildbearbeitung, und und und. ICH NICHT! Das muss ich deutlich sagen. Bei mir muss Buchfotografie vor allem eines sein: schnell und einfach. Deswegen zeige ich euch doch einfach, wie ich meine Buchfotos schieße, was ich dafür benutze und was sonst noch so dabei passiert :)

 

Mein Equipment – die Vorbereitung

Schonungslos zeige ich euch, wie es bei mir VOR dem Buchfoto aussieht. Ich mache diese meist vor meinen Regalen unter meinem großen Dachfenster. Diesen Tipp habe ich mir von den Großen abgeschaut: euer Buchfotoplatz sollte schon hell sein. Aber wie ihr seht, habe ich keine Fotobox, keine dieser Lichtquellen oder gar Kamera.

Ich nutze als Hintergrund meist eine alte weiße Tischdecke. Manchmal sind es auch herausgerissene Buchseiten oder eine Decke in Holzoptik. Das könnt ihr echt nach Lust und Laune wählen. Dazu kommen dann meine Accessoires. Wenn ihr es erkennen könnt, ich nutze, was bei mir im Regal steht: Buchkerzen, Funkos, Dekoblumen oder ganz einfach zusammengeknüllte Buchseiten. Ich suche das einfach immer farblich passend zum Cover zusammen und setze das Foto dann zusammen, wie ich es gerne hätte. Sieht alles andere als professionell aus, aber es geht echt schnell. Und ihr wisst ja am Besten, was euch gefällt. Ihr könnt hier auch ganz kreativ sein. Manchmal male ich meine Hand an mit Deails vom Cover, manchmal habe ich zufällig auch etwas vom Cover da. Eine Feder, eine Krone, ein besonderer Stein, was auch immer. Da könnt ihr euch echt austoben.

Wenn dann alles so steht, wie ich mir das vorstelle, fange ich das Fotografieren an. Und ich nutze einfach mein Handy. Ich hatte noch nie eine Kamera und werde mir auch keine kaufen. Wer das mag, gerne, aber ich bin dafür dann doch zu geizig und das Handy ist immer an Bord.

Beim Fotografieren füge ich mal etwas hinzu, nehme ein Gegenstand wieder weg. Wenn ihr – wie ich – in eurem Handydisplay seht, wie das fertige Foto aussehen könnte, dann seht ihr auch, was euch selbst daran stört. Klingt jetzt vielleicht kompliziert, ist es aber gar nicht. Meist denke ich mir dann: passt, los geht´s und drücke einfach ab. Millionenfach teilweise, denn da ist immer mal wieder ein Schatten, so dass ich das Handy etwas schräger halte, mir gefällt der Winkel nicht oder gehe etwas näher ran. Geht automatisch. Dann ist es endlich soweit: das Buchfoto ist im Kasten.

Ich bin dann meist glücklich, denn ich muss auch deutlich dazusagen: Buchfotos klappen nicht an jedem Tag bei mir. Manchmal brauche ich 5 Minuten um ein Foto zu machen, das mir gefällt – wie für diesen Beitrag. Manchmal probiere ich aber auch eine halbe Stunde herum bis mir etwas gefällt und an schlechten Tagen klappt es einfach gar nicht. Da räume ich dann einfach auf und versuche es wann anders. ODER ich nehme mein Buch einfach mit in den Garten, lege es auf Steine, lehne es an einen Baum, in unser Blumenbeet. Es gibt keine Grenzen, zumindest für mich nicht :) Deswegen ja auch der bunte Instafeed.

Nach dem Aufräumen kommt nur noch eins: die Fotobearbeitung. Falls ihr jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagt: Stopp! Ich habe euch ja schon gesagt, ich bin kein Profi und habe davon keine Ahnung. Deshalb kann ich euch da auch keine besonderen Tipps geben. Meistens nutze ich einfach die Optionen, die mir meine Kamera- und Fotoapp auf dem Handy gibt. Sprich, ich beschneide das Foto etwas, so dass es auch wirklich die Details hat, die ich möchte und dann war es das. Manchmal lege ich noch einen Filter über das Foto, das sind aber auch voreingestellte Kameraoptionen. Ich nutze kaum Fotoapps. Da habe ich nur Perfect Image und das auch nur, wenn ich Collagen erstellen will. Ihr seht, alles höchst professionell bei mir und doch bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Das ist es übrigens:

Mein fertiges Buchfoto! So würde es jetzt auf Instagram und Facebook gehen und natürlich in meine Rezension. Aber ich habe die Reihe ja schon gelesen und habe für euch heute extra nur meine Fotografie nachgestellt. Alles in allem hat mich dieses Buchfoto übrigens 20 Minuten gekostet. Inklusive Deko suchen, Aufbau, fotografieren und bearbeiten. Und so macht mir das auch Spaß. Schnell und einfach und doch schön anzuschauen. Finde ich jetzt :) Es ist wirklich nicht schwer und Übung macht den Meister. Bei EBooks mache ich übrigens genau dasselbe, meist mit mehr fluchen, da ich mein Pad benutze für farbige Cover. Und das natürlich immer schön spiegelt oder mich zeigt mit dem Handy vor´m Gesicht statt das Cover. Geht aber auch. Ich suche mir dafür immer dunklere Ecken, wo das Licht nicht so direkt reinstrahlt.

 

Jap, das ist die Kunst der Buchfotografie und Ich :) Alles recht einfach, recht unkompliziert mit einfachen Zutaten. Mir macht es genau so Spaß und vielleicht sieht man das den Fotos ja an. Und jetzt ran an die Bücher und schießt was das Zeug hält :)

Habt ihr denn spezielle Buchfototipps? Gelingen sie euch immer oder verzweifelt ihr auch manchmal? Lasst mich doch eure Anekdoten hören.

 

Eure Kerstin.

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