Das Labyrinth des Fauns von Cornelia Funke/Guillermo del Toro

Das Labyrinth des Fauns von Cornelia Funke/Guillermo del Toro

|Werbung| Das Labyrinth des Fauns von Cornelia Funke wurde mir durch die S. Fischer Verlage als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür. Es ist so unbeschreiblich schön….und doch bin ich nicht ganz zufrieden.

Das Labyrinth des Fauns

Von Cornelia Funke/Guillermo del Toro

Das Labyrinth des Fauns

Der neue Roman von Cornelia Funke – poetisch, sprachgewaltig, monumental
Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald, der ihr neues Zuhause umgibt, wird für Ofelia zur Zufluchtsstätte vor ihrem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen.
Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen?
Inspiriert von Guillermo del Toros grandiosem oscarprämierten Meisterwerk »Pans Labyrinth« schafft Bestsellerautorin Cornelia Funke eine Welt, wie nur Literatur es kann.

Bild- und Textquelle: S. Fischer Verlage


Bibliografie

 

Erschienen: 02. Juli 2019

Verlag: Fischer Sauerländer

Seiten: 320

Preis: Hardcover mit Schutzumschlag 20,00€

ISBN: 978-3-7373-5666-4

Weitere Informationen zu „Das Labyrinth des Fauns“ direkt bei den S. Fischer Verlagen


Das Labyrinth des Fauns

Meine Meinung:

Phänomenal – bildgewaltig – düster – brutal und hoffnungsvoll magisch!

Jetzt sitze ich hier und will euch meine Meinung zu „Das Labyrinth des Fauns“ von Cornelia Funke schreiben und doch wandert mein Blick immer wieder zu dem unbeschreiblich schönen Buch, das auch unter diesem traumhaften Cover nur zum Anschmachten ist. Ach, das ganze Buch ist ein Traum, voll mit wunderschönen Illustrationen, so liebevoll gestaltet. Ein echtes Highlight für die Augen.

Als ich das erste Mal gelesen habe, dass Cornelia Funke das Meisterwerk „Pans Labyrinth“ von Guillermo del Toro in Buchform verwandelt, musste ich es haben. Ich muss gestehen, ich kann mich kaum noch an den Film erinnern. Neulich habe ich erst die DVD herausgekramt und will sie nach dem Lesen nochmal anschauen. Ich hatte noch in Erinnerung, dass der Film düster und skurril ist. Ich kann gar nicht mehr sagen, ob er mir damals gefallen hat, jedenfalls blieb er doch in Erinnerung und ich freute mich auf das Buch.

Innerhalb kürzester Zeit habe ich „Das Labyrinth des Fauns“ verschlungen und bin einfach nur begeistert von der Umsetzung, auch wenn ich nicht ganz zufrieden bin. Klingt komisch? Lasst es mich erklären. Die Geschichte um Ofelia ist einfach nur wunder-, wunderschön. So tragisch, grausam, düster und traurig zugleich. So magisch, dass mir wirklich die Worte fehlen.

Was mir nicht so richtig gefallen hat? Mir war das Buch im Gesamten zu kurz. Ofelia, der Faun, die Aufgaben in der magischen Welt und die Gegenwart inmitten des Krieges. Das alles ist absolut atmosphärisch, brutal und bildgewaltig umgesetzt und mir blieb wirklich die Luft beim Lesen weg. Ich sah alles in meinem Kopf und es war sooooo schön. Dennoch fehlte mir am Ende das gewisse kleine Extra, dass ich sagen kann, das hat mich total geflasht. Ich hätte mir noch mehr Bezug zu den Charakteren gewünscht und alles noch etwas ausführlicher.

Denn was Ofelia erlebt, ist einfach nur der reine Wahnsinn. So unfassbar faszinierend und einnehmend. Sie muss fortan nicht nur ihr Leben an Seiten ihrer Mutter bei einem Mann verbringen, der sie abgrundtief hasst, wie eigentlich alle Menschen. Sie muss auch mitten im Kriegsgebiet in einer alten verlassenen Mühle leben, um die sich einige düstere Legenden ranken. Allerdings begegnet sie schnell einer Fee, die sie in das Labyrinth des Fauns begleitet und Ofelias Abenteuer beginnt. Jetzt muss sie nicht nur in der Realität um ihr Leben fürchten.

Die Umsetzung fand ich großartig. Ofelias Geschichte wird immer wieder durch kleine Kurzgeschichten mit wunderschönen Illustrationen unterbrochen, die alte Legenden, Personen oder Gegenstände näher beleuchten. Diese basieren auf dem Film, wie ich das verstanden habe. Diese düsteren Kurzmärchen fand ich so so schön, davon hätte ich gerne noch viel mehr gehabt. Ich war einfach gefangen in dieser Welt, in der Hoffnung das Einzige ist, an der man sich noch festhalten kann um nicht verloren zu gehen.

Mir fehlen immer noch schlichtweg die Worte um dieses Buch gebührend in Worte zu fassen. Es ist einfach nur unbeschreiblich schön und ich kann es euch nur ans Herz legen. Das Tüpfelchen auf dem i wäre für mich noch mehr Nähe zu den Charakteren gewesen, aber auch so ist dieses Buch einfach nur ein Highlight, optisch wie geistig.

 

Mein Fazit:

 

„Das Labyrinth des Faun“ von Cornelia Funke basiert auf Guillermo del Toros spanischem Märchen „Pans Labyrinth“ und ist einfach ein Meisterwerk der Literatur. Nicht nur, dass es rein optisch ein Highlight ist, angefangen vom Schutzumschlag bis hin zu den wunderschönen Illustrationen im Buch, auch ist die Geschichte von Ofelia einfach zu beeindruckend, um sie richtig in Worte fassen zu können.

Dieses Buch ist so wundervoll atmosphärisch, tragisch, düster, brutal und magisch zugleich. Cornelia Funke malte die Geschichte mit ihren Worten in meinen Kopf und mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich gerne mehr davon gehabt hätte. Mir ist die Geschichte etwas zu kurz, um bei mir gänzlich voll zu punkten und mich atemlos zurückzulassen. Aber dennoch ist es ein absolutes Highlight, das ich jedem empfehlen kann.

(Meine Bewertung: 4,5 Sterne, auf den gängigen Portalen 5)

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