Die verschwundenen Studentinnen Von Alex Michaelides

Die verschwundenen Studentinnen Von Alex Michaelides

|Werbung| Die verschwundenen Studentinnen wurde mir durch die Verlagsgruppe Droemer Knaur als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Auch wenn ich mir eine etwas nervenaufreibendere Geschichte vorgestellt hatte, konnte das ausgeklügelte Konzept absolut überzeugen.

Die verschwundenen Studentinnen

Von Alex Michaelides

Die verschwundenen Studentinnen  Von Alex Michaelides

An Marianas ehemaligem College in Cambridge wird eine Studentin tot aufgefunden, brutal ermordet. Auf dem Campus geht die Angst um. Die Trauma-Therapeutin macht sich auf den Weg, um ihrer dort eingeschriebenen Nichte beizustehen. Kaum angekommen, verschwinden zwei weitere Studentinnen. Ihre Nachforschungen führen Mariana tief in eine ebenso düstere wie unheimliche Parallelwelt am College. Hat der exzentrische Professor, der offenbar nicht nur einem ominösen Geheimbund vorsteht, sondern zudem einen unheimlichen, uralten Kult wiederzubeleben scheint, etwas mit dem Verschwinden der Mädchen zu tun? Oder ist die Wahrheit deutlich komplizierter – und persönlicher?
Während die Polizei den Fall schon abgeschlossen glaubt, öffnen sich für Mariana im wahrsten Sinne des Wortes die Tore zur Unterwelt …

Bild- und Textquelle: Verlagsgruppe Droemer Knaur


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2021
Reihe: nein
Verlag: Droemer HC
Seiten: 352
Preis: Paperback 14,99€, EBook 12,99€
ISBN: 978-3-426-28215-1
Weitere Informationen zu „Die verschwundenen Studentinnen“ direkt bei Droemer Knaur oder Amazon.de

Die verschwundenen Studentinnen  Von Alex Michaelides

Meine Meinung:

 

Nachdem mich der Autor mit seinem ersten Thriller absolut überzeugen konnte, freute ich mich wahnsinnig auf „Die verschwundenen Studentinnen“. Und auch wenn ich doch etwas anderes erwartet habe und mir die Handlung teils etwas realitätsfern war, konnte mich das Buch am Ende doch durch den genial konstruierten Plot überzeugen.

Der Autor lässt das Buch in einem sehr gemächlichen Tempo ablaufen und wir verfolgen hauptsächlich Ermittlungsarbeit. Im Grunde haben wir hier also einen klassischen Kriminalroman mit psychologischem Grundthema. Ich mag sowas total, war aber doch überrascht, dass es dieses Mal sehr wenig Nervenkitzel gab.

Mariana führt uns durch diese Geschichte, eine begabte Psychotherapeutin, die sich auf Gruppentherapie spezialisiert hat. Selbst noch etwas traumatisiert, da sie erst vor einem Jahr ihren Mann verloren hat. Eines Abends erhält sie einen Anruf ihrer Nichte, die in Cambridge studiert, dass eine verstümmelte Frauenleiche gefunden wurde und sie sich sicher ist, dass es sich hierbei um ihre Freundin handelt. Mariana fährt natürlich zu ihr und entschließt sich, ihrer Nichte zuliebe, beim Lösen des Falls zu helfen, da ihre Hinweise bei der zuständigen Polizei nicht erhört werden.

Wie gesagt, wir steigen langsam ein und so richtig mitreißen konnte mich die Geschichte lange nicht. Aber interessant und spannend war es immer, auch wenn es für meinen Geschmack etwas mehr Morde und Tätersicht hätten sein dürfen. Das klingt jetzt irgendwie komisch.

Ich fand den Aufbau aber unheimlich interessant. Wir erfahren von der verstümmelten Leiche und sammeln mit Mariana nach und nach mehr Hinweise, ob der Professor für griechische Dramen und Mythologie an der Uni etwas mit dem Ganzen zu tun hat. Natürlich treffen wir auf allerlei dubiose Charaktere, die sich in meinen Augen alle irgendwie verdächtig verhalten. Und doch war ich plötzlich gefangen in der Geschichte und wollte herausfinden, wer und auch was hinter den Morden steckt.

Dazu interessant fand ich, dass in Zwischenkapiteln eine unbekannte Person von ihrem traumatisierten Leben erzählt. Und dazu Aspekte der griechischen Mythologie mit Demeter und Persephone. Ein Mix, der mich wirklich teils verwirrte und ich nicht mehr wusste, was eigentlich passiert und dennoch packte.

Da ist dem Autor wirklich ein perfekt ausgeklügeltes System gelungen. Denn natürlich erfahren wir erst ganz am Ende, wer hinter den Morden steckt. Und mit dieser Auflösung bin ich mal wirklich überrascht worden. Ich weiß zwar nicht sicher, was ich davon halten soll, aber gerechnet habe ich damit definitiv nicht.

Was auch zur Verwirrung an sich mit beigetragen hat, waren die Charaktere an sich. Und ich gehe doch mal stark davon aus, dass das vom Autor genau so gewollt ist. Mariana ist eine sehr spezielle Persönlichkeit und ich war mir beim Lesen zwischendurch nicht sicher, ob sie sich alles einbildet oder tatsächlich so ist. Genauso bei dem Professor. Geniales Psychospiel des Autors. Im Grunde verwirrten mich alle, deshalb war ich auch so scharf auf die Auflösung. Am Ende gibt alles Sinn, aber eben erst am Ende. Bis dahin war ich immer wieder unschlüssig, was ich von „Die verschwundenen Studentinnen“ halten soll. Am Ende sagte ich aber einfach nur WOW! Mit kleinen Abstrichen.

 

Mein Fazit:

 

Alex Michaelides hat mit „Die verschwundenen Studentinnen“ ein verwirrendes Werk geschaffen, bei dem ich oft nicht wusste, was ich glauben sollte. Ein Kriminalroman mit Ermittlungsarbeit und dem Grundthema Psychologie und griechische Mythologie. Dazu wirklich spezielle Charaktere. Spannend und faszinierend war es immer, auch wenn der Nervenkitzel an sich etwas zu kurz kam, für meinen Geschmack. Am Ende sage ich aber ganz klar: WOW, was ein ausgeklügeltes und perfekt konstruiertes Verwirrspiel des Lesers. Der Weg dahin war allerdings nicht immer einfach und mir auch teils etwas zu realitätsfremd. Dennoch vergebe ich 4 Sterne und eine Leseempfehlung, weil eben doch einfach alles zu gut aufeinander abgestimmt ist und ich am Ende überzeugt wurde.

 

Hier lest ihr nochmals meine Meinung zu dem ersten Werk des Autors:

Die stumme Patientin von Alex Michaelides

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