Der Ickabog von J.K. Rowling

Der Ickabog von J.K. Rowling

|Werbung| Der Ickabog wurde mir durch den Carlsen Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Es ist eine süße Geschichte mit wichtiger Botschaft für sehr junge Leser.

Der Ickabog
Von J.K. Rowling

Der Ickabog Von J.K. Rowling

Der Ickabog kommt …
Ein sagenumwobenes Ungeheuer, ein Königreich in großer Gefahr und zwei Kinder, die außergewöhnlichen Mut beweisen müssen. In diesem ganz besonderen Märchen geht es um den Sieg von Hoffnung und Freundschaft gegen alle Widrigkeiten, erdacht von einer der besten Geschichtenerzählerinnen der Welt, J.K. Rowling.
Schlaraffien war einst das glücklichste Königreich der Welt. Es gab Gold zuhauf, einen König mit einem unglaublich schneidigen Schnurrbart und dazu Metzger, Bäcker und Käser, die mit den erlesenen Produkten ihrer Handwerkskunst Menschen vor Begeisterung zum Tanzen brachten, wenn sie davon aßen.
Alles war perfekt – wenn man einmal vom nebligen Marschland im Norden absieht, wo einer Legende nach der schreckliche Ickabog haust. Natürlich weiß jeder, dass der Ickabog nur ein Mythos ist, mit dem man kleinen Kindern Angst macht. Das Lustige an solchen Geschichten ist aber, dass sie manchmal ein eigenes Leben entwickeln.
Kann ein Mythos zur Absetzung eines beliebten Königs führen? Kann er ein Land an den Rand des Verderbens bringen? Und kann er zwei Kinder völlig unerwartet in ein gefährliches Abenteuer stürzen?
Wer mutig ist, kann diese Seiten aufschlagen, in die Geschichte eintreten und es selbst herausfinden …

Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 10. November 2020
Reihe: nein
Verlag: Carlsen
Seiten: 352
Preis: Hardcover 20,00€, EBook 12,99€
ISBN: 978-3-551-55920-3
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Weitere Informationen zu „Der Ickabog“ direkt bei Carlsen oder Amazon.de

Der Ickabog Von J.K. Rowling
Meine Meinung:

 

Natürlich musste ich als riesiger Potterhead auch zu dem Kindermärchen „Der Ickabog“ von J.K. Rowling greifen. Und selbstverständlich war mir schon vorher bewusst, dass die Bücher nichts miteinander zu tun haben und auch nicht vergleichbar sind. Zwar ist die Altersbegrenzung bei beiden gleich, aber „Der Ickabog“ ist einfach ein Märchen und dennoch deutlich grausamer als der erste Harry Potter Band, was mich doch sehr verwunderte.
Wie jedes klassische Märchen beginnt „Der Ickabog“ mit den Worten „Es war einmal…“ Dieser märchenhafte, humorvolle und an die Zielgruppe angepasste Stil hat mir unheimlich gefallen und hat das Buch zu einem kurzweiligen Vergnügen gemacht.
Dazu muss ich einfach erwähnen, dass die Aufmachung des Buches ein Traum ist. Denn es ist gespickt mit Illustrationen, die Kinder in einem Wettbewerb gemalt haben. Es gibt dem Ganzen doch eine ganz besondere Note zu sehen, wie sich Kinder diese geschriebenen Worte vorstellen.

Der Einstieg fiel mir unheimlich leicht und ich versank sofort in dem Märchenland Schlaraffien. Mit viel Humor und bildlichen Beschreibungen wird uns das Leben und die Menschen nähergebracht. Und ich musste alleine schon wegen den lustigen Namen dauernd schmunzeln. Außerdem wird der Leser selbst immer wieder angesprochen und an Hinweise und Ereignisse erinnert. Hat mir sehr gefallen.

Regiert wird das Land von einem recht eingebildeten und selbstverliebten König, den das Land selbst gar nicht so interessiert. Hauptsache, das Volk liebt und verehrt ihn. Die Arbeit lässt er seine zwei obersten Berater verrichten, die dummerweise von Gier, Neid und Missgunst angetrieben werden. So geschieht es ganz recht, als plötzlich die Legende des Ickabog zum Leben erwacht und zu einer echten Bedrohung wird. Zumindest laut diesen zwei Beratern, die immer mehr Macht erlangen, ohne dass es der König mitbekommt. Während das Volk immer mehr leidet, werden ihm und dem Volk immer mehr Lügen aufgetischt. Aber nicht alle glauben diese und begeben ich auf die Suche nach der Wahrheit, um Schlaraffien wieder zu einem warmen und herzlichen Land ohne Armut und Hunger zu machen.

Ja, es ist eine sehr süße Geschichte, passend für Kinder eben. Und dabei ist sie doch auch sehr überraschend und voller Wendungen, die ich nicht sehen konnte. Allerdings doch auch teilweise sehr düster und brutal. Das hätte ich jetzt nicht so sehr in einem Kinderbuch für dieses Alter erwartet. Wir erleben gesponnene Intrigen, verstrickte Lügen und Manipulation, aber eben auch das genaue Gegenteil: Freundschaft, Freundlichkeit und Loyalität. Eine schöne Mischung.

Im Gesamten fand ich die Geschichte zwar überraschend und angenehm zu verfolgen, aber zwischendurch fehlte mir immer wieder die Spannung. Vor allem, weil wir so einen enormen Zeitrahmen von mehreren Jahren abdecken und es immer wieder zu langen Zeitsprüngen kommt. Und passend für die Zielgruppe ist es eben recht oberflächlich gehalten und kindlich erzählt, wie man das von klassischen Märchen auch gewohnt ist. Allerdings hätte ich mir manchmal doch mehr das Augenmerk auf die Hauptfiguren gewünscht.

Aber das Tüpfelchen auf dem i gibt es ja auch: das Märchen trägt eine ganz wundervolle Botschaft in sich, die perfekt transportiert wurde.

Mein Fazit:

Mit „Der Ickabog“ hat J.K. Rowling ein Märchen für Kinder erschaffen, das nicht nur in der heilen Welt spielt. Wir erleben Neid, Missgunst und Machtgier und wozu sie Menschen treiben können. Aber eben auch das genaue Gegenteil und welche Auswirkungen dies hat. Ein Märchen über ein selbst erschaffenes Monster, einen selbstverliebten König mit zwei hinterhältigen Beratern und zwei Kindern, die ihre Welt retten wollen. Wunderschön fantasievoll und humorvoll erzählt, konnte mich die Geschichte in ihren Bann ziehen, auch wenn sie doch so einige Längen für mich hat. Wer einfach gelagerte Märchen für jüngere Leser liebt, kommt hier sicherlich auf seine Kosten. Auch zum Vorlesen eignet es sich durch die kurzen Kapitel bestens. Eine Leseempfehlung und 4 Sterne von mir.

2 Gedanken zu „Der Ickabog von J.K. Rowling

  1. Hi Kerstin!

    Freut mich dass dir Der Ickabog auch so gut gefallen hat!
    Du hast es super beschrieben und ich kann dir in allem nur zustimmen! Die “Längen” hab ich allerdings nicht empfunden, ich fand es durchweg spannend bzw. hab ich mich einfach immer super unterhalten gefühlt!
    Der “Märchen-Flair” war auf jeden Fall da und dazu passt eben auch das “Böse”, das hier teilweise durchgedrungen ist. Mir sind nur einfach zuviele Leute gestorben ^^

    Die Botschaften, die hier wieder mitschwingen, sind großartig! Und die Zeichnungen sind echt klasse, da sind einige sehr begabte Künstler dabei gewesen :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Huhu Alex,

      freut mich, dass dir Der Ickabog genauso gefallen hat. Die Längen gab es bei mir nur, da die beiden Kids nicht mehr so im Fokus standen, aber das war immer nur kurzfristig.
      Sonst kann ich dir echt nur beipflichten.

      Liebe Grüße, Kerstin

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