Crystal Skies – Erbin der Wächter von Viktoria Christians

Crystal Skies – Erbin der Wächter von Viktoria Christians

|Werbung| Crystal Skies wurde mir durch den Carlsen Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Auch wenn die Idee absolut großartig ist, war mir das Buch doch etwas zu jugendlich.

Crystal Skies – Erbin der Wächter

Von Viktoria Christians

Crystal Skies – Erbin der Wächter  Von Viktoria Christians

**Verliere deine Seele an die Gläserne Stadt**
Jenna-Phiona Sinclair könnte eine ganz normale Schülerin sein, wären da nicht die unerklärlichen Albträume, die sie jede Nacht heimsuchen. Als sie vom Schlafmangel geplagt im Unterricht einnickt und dabei aus Versehen einen Dämon aus ihrem Englischheft heraufbeschwört, ist sie sich sicher, endgültig den Verstand verloren zu haben. Allein ihr verboten gut aussehender Mitschüler Zac scheint zu wissen, was mit ihr nicht stimmt – doch die Antwort liegt in weiter Ferne. Jenna muss in die Gläserne Stadt reisen, einen magischen Ort über den Wolken, um als angehende Totenwächterin ausgebildet zu werden. Dabei macht ihr nicht nur Zacs überhebliche Art das Leben schwer: Eine Armee aus dunklen Seelen ist ebenfalls im Anmarsch.

Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 09. April 2020
Reihe: nein, Einzelband
Verlag: Impress
Seiten: 430
Preis: Ebook 3,99€
ISBN: 978-3-646-60606-5
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Crystal Skies – Erbin der Wächter  Von Viktoria Christians

Meine Meinung:

 

Das Schlagwort Dämonen reichte aus, dass ich „Crystal Skies“ von Viktoria Christians unbedingt lesen wollte. Und es hat sich definitiv gelohnt, auch wenn mir die Story teils doch zu jugendlich ausgelegt und mit den typischen Klischees gefüllt war.

Jenna Sinclair ist ein Außenseiter mit einer tragischen Vergangenheit. Durch den frühen Tod ihrer Eltern und ihren schrecklichen Albträumen wurde sie von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht. An ihrer aktuellen Schule hat sie auch keine Freunde, wird von ihrem Schwarm drangsaliert und verliert sich immer wieder in ihren düsteren Tagträumen. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Jenna beschwört nicht nur unwissentlich einen Dämon, auch gerade ihr Schwarm Zac rettet ihr das Leben und führt sie in die Welt der Totenwächter ein. Ein Unterfangen, das beiden nicht gefällt, denn nicht nur er würde Jenna am liebsten den Kragen umdrehen.

Ja, mehr erfahrt ihr nicht, denn der Klappentext gibt so schon recht viel her, aber die Grundstory hat es echt in sich. Es wird düster, spannend und blutig, aber auch absolut humorvoll und faszinierend. Gepaart wird alles mit dem herrlich leichten Schreibstil der Autorin, die Sarkasmus perfekt einzusetzen weiß, was mich „Crystal Skies“ einfach durchsuchten ließ. Besonders begeistert hat mich hier die Welt rund um die Gläserne Stadt, die Academy of Death und das Leben als Totenwächter. Dafür allein lohnt es sich wirklich, dieses Buch zu lesen.

An den Charakteren und vor allem der Liebesgeschichte merkt man allerdings, dass das Buch eigentlich für jüngere Leser ausgelegt ist. Jenna ist am Anfang das typische Naivchen, das sich in einer fremden Welt wiederfindet und darin komplett aufgeht. Allerdings macht sie auch eine starke Entwicklung durch und konnte mich wirklich von sich überzeugen. Ihr Nebenspieler Zac nicht so. Mit ihm wurde ich nicht richtig warm, weil er eben das typische Klischee innehat: Badboy mit tragischer Vergangenheit und doch großem Herz. Muss man mögen. Dafür mochte ich die Kappeleien und Wortgefechte der beiden unheimlich, denn schlagfertig sind sie. Nur leider kamen die anderen Charaktere alle etwas zu kurz und wurden nicht richtig greifbar obwohl gerade im engen Freundeskreis doch einige interessante Personen auftauchen. Hierfür hätte es einfach noch etwas mehr Raum gebraucht. Es reicht, aber etwas mehr wäre einfach für mich besser gewesen.

Die Liebesgeschichte…ja, da kann ich einfach sagen: NEIN! Zumindest teilweise. Das war nicht mein Geschmack, aber sie hat einen unheimlich interessanten Hintergrund, der auch mir gefallen hat. Nur die Umsetzung war extrem jugendlich…dieses ewige Hin und Her und wirklich die schmalzigsten Liebeserklärungen in den unpassendsten Situationen. Für mich lag darauf einfach zu viel Augenmerk obwohl es das gar nicht gebraucht hätte, denn an sich ist diese Lovestory einfach nur toll. Allerdings für meinen Geschmack zu kitschig und jugendlich.

Dafür punktet, wie gesagt, die Geschichte an sich voll bei mir. Die Welt ist wirklich wunderschön atmosphärisch gestaltet und wir erleben nicht nur einen tragisch-traurigen Moment, der mich richtig mitgenommen hat. Dazu ist alles recht geheimnisvoll gehalten bis zur Enthüllung, was enorm Spannung in alles bringt. Und ich liebe wirklich den Schulalltag an der Akademie, auch wenn er etwas kurz kommt. Auch die Gläserne Welt konnte mich überzeugen. Allerdings muss ich auch sagen, dass der Geschichte etwas Raum fehlt, was mir vor allem im letzten Drittel aufgefallen ist. Hier wird so viel aufgelöst, es geschehen nochmal so etliche Überraschungen und der Endkampf ist auch einfach nur packend. Dennoch ist alles etwas gepresst und ein paar Seiten mehr hätten hier wahrlich nicht geschadet. Ich kann aber auch mit dieser Umsetzung gut leben, denn alles andere wäre dann nicht mehr ganz so jugendlich gewesen.

Im Ganzen kann ich sagen, auch wenn mir „Crystal Skies“ teils etwas zu jugendlich war, was man vor allem an den Charakteren merkt, konnte mich die Geschichte an sich packen und begeistern. Ich kann es euch nur empfehlen, wenn ihr über den Kitsch in der Liebesgeschichte hinweglesen könnt.

 

Mein Fazit:

 

Viktoria Christians hat mit „Crystal Skies“ einen eher jugendlichen Einzelband mit absolut faszinierender Story geschaffen, die auch mich überzeugen konnte. Lediglich die Charaktere und vor allem die Liebesgeschichte waren mir zu sehr an junge Leser angelehnt und erfüllten auch das ein oder andere kitschige Klischee. Allerdings fand ich die Geschichte um die Totenwächter und die Gläserne Stadt unheimlich interessant und packend ausgearbeitet, so dass ich einfach überlesen habe, was bei mir zu sehr zu Augenrollen führte. Der Rest ist es wert, ich kann das Buch nur empfehlen.

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