Die Unzuverlässigkeit der Blogger – nur nehmen statt geben?!

Die Unzuverlässigkeit der Blogger – nur nehmen statt geben?!

(Bildquelle Pixabay)

Blogger sind auch keine Götter

Ihr Lieben,

das Wochenende eignet sich ja bestens für einen weitere Geplauderbeitrag und heute habe ich mich für ein etwas ungemütliches Thema entschieden. Ich habe ja bereits Artikel geschrieben, was denn Autoren, Verlage und Co in meinen Augen so alles flasch machen können, heute geht es um die andere Seite: die Blogger selbst. Denn auch hier geschehen so manche Dinge, bei denen ich echt teilweise wütend werde oder nur den Kopf schütteln kann. Und genau deswegen zeige ich euch heute mal eine Seite, durch die ich verstehe, dass so manche Autoren vorsichtig sind, Blogger anzuschreiben und nach gemeinsamen Aktionen zu fragen. Und ich spreche hier nur von eigenen Erfahrungen ohne euch irgendwelche Namen zu nennen.

Doch lest selbst:

Die Bloggerwelt floriert ja kräftig und täglich entstehen Unmengen an neuen Blogs. Wobei ich ja sagen muss, auch wenn ich mit einer reinen FB-Seite angefangen habe, gehört ein eigener externer Webblog für mich einfach dazu.

Das kann zwar jeder für sich entscheiden, wie er bloggen möchte, und ich selbst kenne auch geniale reine FB-Blogs, die sich wirklich eine unheimliche Arbeit aufladen, aber das ist eher die Seltenheit…meine Meinung.

Es ist doch sehr einfach, mal eben eine FB-Seite zu eröffnen, sich Blogger zu nennen und auf die Autoren loszustürmen. Da liest man dann immer: oh nein, mir fehlen noch so viele Likes, ich habe schon wieder keine Rezensionsexemplare bekommen,…wer in Buchgruppen unterwegs ist, kennt das alles. Auch das kann jeder handhaben wie er möchte, da habe ich nichts dagegen.

Was allerdings in meinen Augen gar nicht geht ist Folgendes: das Bloggen anfangen um Rezensionsexemplare zu bekommen. Und das gibt es leider viel zu oft. Ich selbst habe schon einige Mails bekommen, die alle irgendwie dasselbe wollten: Hallo, ich blogge jetzt, hab auch eine schöne FB-Seite und bin gerade auf Followerfang. Wie komme ich jetzt an Rezensionsexemplare? Du kannst mir da ja sicher helfen.

Und soll ich euch was sagen? Wenn ich solche Mails bekomme, dann schwillt meine Halsschlagader schon automatisch an. Manche bekommen dann recht unfreundliche Mails zurück, dass sie doch erstmal eine Weile bloggen sollen, bevor sie es überhaupt wagen an irgendwelche Autoren oder sonstiges heranzutreten. Andere ignoriere ich, was vielleicht auch besser ist.

Und damit meine ich nicht die Neublogger, die dann direkt Autoren anschreiben, weil sie schöne Aktionen oder Interviews planen wollen. Nein, ich meine wirklich die, die nur anfangen wegen den Rezensionsexemplaren. Zum Glück merkt man da recht schnell, und ich hoffe auch die Autoren, dass da nicht viel kommt von den jeweiligen Seiten außer kostenloses Bücherschnorren. Und was anderes ist es in meinen Augen nicht, so böse es sich anhört. Zum Bloggen gehört dann doch etwas mehr.


Allerdings sind es nicht nur diese – ich sage jetzt einfach – Möchtegernblogger, die mich aufregen. Die schwarzen Schafe gibt es auch unter den „alten Hasen“, den bekannten Namen und größeren Bloggern. Und ich habe es bereits mehrfach gesehen und verstehe da einfach die Welt nicht mehr: die Unzuverlässigkeit mancher Blogger.

Erst neulich durfte ich ein geniales Buch testlesen, wurde von der Autorin persönlich angeschrieben und gefragt und war dann in einer kleinen heimeligen Gruppe von unter 10 Bloggern. Alles war vorgegeben: die einzelnen Kapitel kommentieren und Verbesserungsvorschläge bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeben.

Kein Problem denkt ihr, es hat sich ja jeder freiwillig gemeldet. Falsch gedacht und ich ärgere mich da immer wie blöde, mal abgesehen davon, dass mir die Autorin wirklich leidtut. Um es deutlich zu sagen: die Gruppe war fast tot und nur ein sehr kleiner Teil hat das Buch auch wirklich gelesen. Auf mehrmaliges Nachfragen der Autorin kam immer dasselbe: ich habe so viel zu tun, die Uni, mein Privatleben,… Das ist alles verständlich, es kann immer etwas dazwischenkommen. Deswegen redet man ja miteinander. Was mich aufregt, ist dann der Nachsatz, der hinter diesen Ausreden kommt: …aber ich schaffe das, ich bleibe gerne dabei.

Wenn ich das hier erwähne, könnt ihr euch sicher denken, wie viele es tatsächlich geschafft haben. Und das ärgert mich so dermaßen, diese selbstverständliche Unzuverlässigkeit.

Auch bei geplanten Aktionen in Bloggergruppen für Autoren. Nur ein Bruchteil beteiligt sich daran, aber wenn gefragt wird, ob man das neueste Buch lesen möchte, schreien alle plötzlich hier. Und auch hier mussten die Autoren schon öfters mal nachfragen, wo denn die Rezension zum Buch bleibt. Im eigenen Bloggerteam. Entschuldigt, wenn ich das jetzt so deutlich sage, aber das ist für mich ein Armutszeugnis. Und ich schäme mich dann immer etwas mit, denn wir alle sind Blogger.

Wenn bei mir trotz Zusage etwas dazwischenkommt, dann spreche ich doch mit dem Autor/Verlag und sage das. Da reißt einem niemand den Kopf ab, denn das Bloggen ist unser aller Hobby.

 

Deswegen kann ich gut verstehen, dass sich viele Autoren einfach nicht trauen, Blogger anzuschreiben oder eben ein schlechtes Gefühl dabei haben. Fragt bei den Autoren selbst doch mal nach, wie viele Rezensionen sie bekommen, wenn sie eine bestimmte Anzahl an Büchern an Blogger vergeben. Das kann man immer wieder auf Autorenseiten nachlesen oder eben in Bloggergruppen.

 

Bloggen ist für mich ein großes Geben und Nehmen. Und so sollte das auch sein. Anders kann eine Zusammenarbeit und ein respektvolles Miteinander in meinen Augen nicht funktionieren. Die Autoren bringen uns Bloggern jede Menge Vertrauen entgegen, indem sie uns ihre neuen – teils geheimen – Buchbabys anvertrauen und erhalten doch so einige Fußtritte zurück.

Das ist echt ein sehr unschönes Verhalten in der Bloggerwelt, das ich immer wieder beobachte.

Ich selbst habe auch schon eine Aktion verschwitzt, nicht mehr daran gedacht oder mir zu viel aufgeladen auf einmal. Aber ich habe immer Bescheid gegeben, rechtzeitig, mit einem schlechten Gewissen, aber es gehört dazu. Eine gewisse Ehrlichkeit und auch zu seinen Fehlern zu stehen.

 

Aber genug davon, auch wenn ich noch andere Beispiele nennen könnte. Ihr seht. Auch Blogger sind keine Götter und auch diese sollten ab und an mal über ihr Verhalten oder eben Fehlverhalten nachdenken.

Jetzt bin ich auf eure Meinungen gespannt.

 

Eure Kerstin.

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30 Gedanken zu „Die Unzuverlässigkeit der Blogger – nur nehmen statt geben?!

  1. Oh, ein schöner Beitrag! Das ist mir auch schon öfter aufgefallen. Nicht unbedingt bei Bloggern, da ich mich da größtenteils heraushalte, aber auf Seiten wie Lovelybooks etc., die Leserunden veranstalten (ja, die meisten Leser dort sind auch Blogger, aber eben nicht alle). Es kam nicht selten vor, dass ich mich da mit mir selbst unterhalten habe, weil die anderen Leser sich entweder gar nicht gemeldet haben oder nach fünf, sechs Wochen mal mit dem Buch begonnen haben. Immer wieder tauchen uralte Themen plötzlich wieder bei meinen News auf, weil die Teilnehmer nach acht, neun, zehn Monaten dann mal ihre Rezension posten. In einer Leserunde, die zwei Wochen nach Erhalt des Buches die Diskussion in vollem Gange sein sollte. Das regt mich jedes Mal extrem auf, weil ich an Leserunden teilnehme, um mich mit anderen Lesern auszutauschen. Nur wie, wenn keiner es in annehmbarer Zeit liest?
    Bei Rezensionsexemplaren, bei denen ich tatsächlich Kontakt mit den Autoren habe, halte ich es so, dass ich ihnen von Anfang an mitteile, in welchem Zeitrahmen das Lesen für mich möglich ist. Meist gebe ich die Zeit großzügig mit ein bis zwei Monaten an, damit ich es dann auch sicher schaffe. Das ist auch bei selbst angefragten Rezensionsexemplaren für mich die obere Grenze. Die ich aber eigentlich nur brauche, wenn ich mal mehrere hier liegen habe, die ich nun mal nicht zeitgleich lesen kann. Hin und wieder passt das nicht (aktuell liegt noch ein Buch von Oktober bei mir), aber dann liegt es daran, dass ich mit dem Buch im Moment einfach nicht kann. Und ich lese es lieber nach fünf Monaten und mag es, als mich durch zu quälen, nur damit ich es in vier Wochen durch habe. Das ist aber in meinen fünfeinhalb Jahren als Blogger erst zweimal vorgekommen. Aber ich weiß auch von Bloggern, die noch immer Rezensionsexemplare von vor zwei Jahren auf dem SuB liegen haben. Und die sich über die neue Begrenzung von fünf Büchern beim Bloggerportal aufgeregt haben, weil sie noch mehr Bücher anfragen wollten, obwohl sie die bisherigen fünf Bücher seit Monaten bis Jahren nicht angerührt haben. Das ist für mich richtig unangenehm. Da bin ich dann nah dran, vorzuschlagen, ob ich das Buch für die Leute lesen soll. Da will ich mir gar nicht vorstellen, wie sich die Autoren fühlen…

    Ja, so viel dazu. Ich gebe dir absolut recht. Mein subjektives Gefühl ist, dass ein Autor bei seinen Rezensionsexemplaren mit einem mindestens 50%igen Ausfall rechnen muss – und das ist meine Wahrnehmung als Blogger, wo ich ja gar nicht alles mitbekomme, vermutlich sind die Zahlen noch viel höher. Eigentlich eine Frechheit.

    Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag,
    Jenny

    1. Hallo liebe Jenny,

      Dankeschön für deinen tollen Kommentar.
      Genau das meinte ich. Lovelybooks und Co habe ich extra nicht erwähnt, da bewerbe ich mich schon gar nicht mehr auf Leserunde. Da war ich bisher auch immer recht alleine.
      Ich schäme mich einfach für so ein Verhalten gleich mit. Aber sie kommen ja damit durch und bekommen immer mehr Bücher statt dass es mal heißt: hier Ende!
      Naja, wir werden die Welt nicht ändern ;)

      Liebe Grüße, Kerstin

  2. ich habe gar nicht anonym geschrieben, die Kommentarfunktion hat meinen Namen geschluckt ;o)
    Ich war mal bei einer LR mit dem Autor allein, war auch nett ;o(
    Es gab *nur* ebooks, ich hatte das Glück vorher schon ein Print zu bekommen, meiner Erfahrung nach liegen bei vielen eher ebooks auf Halde, als wären die weniger wert.

  3. Hi Kerstin,

    ich muss gestehen, dass ich sowas immer nur am Rande mitbekomme, finde das aber auch ziemlich mies.

    Als ich mit dem Bloggen angefangen und gemerkt habe, dass man Rezensionsexemplare bekommen kann, habe ich auch mit großer Begeisterung viele Bücher angefragt. Das hatte mich die Euphorie im Griff *lach* ABER ich hab alle zeitlich immer gelesen und rezensiert wie es sein sollte innerhalb 2-3 Wochen. Ich hätte da sonst einfach ein schlechtes Gewissen gehabt.
    Mittlerweile bin ich da sehr viel zurückhaltender geworden weil ich weiß, dass man sich selber Druck macht und ich hab jetzt “wieder” zum etwas geruhsameren Lesen zurückgefunden.

    Ich kann schon ein bisschen die Freude nachvollziehen, wenn man Rezensionsexemplare bekommt und das auch “ausnutzt”. Wenn es dann allerdings soweit kommt, sie liegen zu lassen und alles ansammelt, keine Rückmeldungen mehr gibt oder ähnliches, dann finde ich es schon wirklich mies.

    Wie du schon sagst: dazwischen kommen kann natürlich immer was, aber dann kann man es ja sagen. Aber ich denke, bei den Fällen die du meinst, ist das eher nicht der Fall. Ich hoffe, dass sich vielleicht durch mehr Austausch von Autoren und Bloggern etwas ändert – wobei das auch schwierig ist, denn woher soll man wissen, ob ein Blogger zuverlässig ist? Vielleicht wenn sich die Autoren untereinander über ihre Erfahrungen austauschen? Ich weiß es leider auch nicht …

    Schade ist auf jeden Fall.

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Huhu Aleshanee,
      das wird wohl ein Problem sein, das man nicht so einfach lösen kann. Außer die Autoren sprechen untereinander mehr. Aber die Erfahrung zeigt es dann ja.
      Ich muss sagen, ich habe auch immer recht viele Reziexemplare. Ich lese aber auch viel und ohne Stress. Und habe noch nie eine Frist versäumt, weil ich Bücher einfach nicht lange liegen bleiben lassen will.
      Vermehrt kommen Sie natürlich um die Buchmesse, aber das restliche Jahr über hält sich das gut in der Waage und ich frage aktuell auch nichts mehr an, weil ich endlich mal meine SuB Bücher lesen will.

      Liebe Grüße, Kerstin

  4. Hey :)

    Wirklich ein sehr interessanter Beitrag, auch wenn ich davon eher ganz so viel mitbekommen. In ein paar Bloggergruppen bin ich auch, aber da lief bisher immer alles reibungslos.
    Es ist wirklich schade, wenn Autoren das Vertrauen in uns Blogger verlieren, wenn einige sich nicht an Abmachungen halten können.
    Es ist auch wirklich einfach und kein allzu großer Aufwand Autoren zu unterstützen, auch wenn man nicht einem Team. Es gibt viele tolle Mit-Mach-Aktionen und da haben wir ja alle etwas davon.

    Liebe Grüße,

    Donatha

  5. Hallo Kerstin,

    ich weiß gar nicht, weswegen so viele Blogger scharf auf Rezensionsexemplare sind. Geht es wirklich nur darum, Bücherregale zu füllen?
    Ich kann Dir nur voll und ganz zustimmen und es ist nicht verwunderlich, dass viele Verlage mittlerweile nur noch auf ihrer Art mit Bloggern zusammenarbeiten möchten.

    Das mit den Leserrunden ist leider auch so, dass gut die Hälfte der Teilnehmer nicht mitmachen. Das ist doppelt schade, da ich des Austauschs wegen an den Leserunden teilnehme.

    Schade, dass manche Menschen derart schmerzfrei sind…

    Viele Grüße
    Der Büchernarr Frank

    1. Hallo Frank,

      Dankeschön für deinen Kommentar.
      Ich seh das Problem so gar nicht an den Rezensionsexemplaren. Ich frage auch gerne an, aber auch nur das, das ich innerhalb der Frist von 4 Wochen auch wirklich lese. Bei manchen sehe ich ja noch ein halbes Jahr später ein Buch, das ich kurz nach dem Release gelesen habe und da steht auch Rezensionsexemplar dran. Das verwundert mich dann schon auch, dass die Verlage nicht aussortieren.

      Viele Grüße, Kerstin

      1. Hey Kerstin,
        manchmal hat man aber auch ein halbes Jahr nach ET noch das Glück ein Rezensionsexemplar zu bekommen, wenn das Kontingent noch nicht aufgebraucht ist. Ich weiß nicht, wie oft das vorkommt, aber ich selbst habe ab und an schon “ältere” (ich setze das ältere mal in Anführungszeichen, denn ein Buch, dass ein halbes Jahr alt ist ist ja noch nicht wirklich alt) Bücher angefragt und diese auch noch bekommen. Von daher bedeutet dein Beispiel nicht unbedingt, dass das Buch so lange bei dem jeweiligen Blogger gelegen hat, sondern er kann es auch gerade erst erhalten und direkt rezensiert haben. Oder es haben Autoren bei mir angefragt, ob ich eines ihrer Bücher rezensieren würde. Da konnte ich auch frei aus den erschienenen Büchern auswählen und musste nicht das aktuelle Buch nehmen.
        LG
        Yvonne

        1. Huhu Yvonne,

          bei denen ich das weiß, lagen die tatsächlich so lange ;)
          Sonst kann das natürlich gut sein. Ich sagte ja nicht, dass es bei allen so ist.

  6. Ein toller Beitrag. Wenn ich von einem Verlag ein oder zwei Bücher geschnorrt habe traue ich mich garnicht um weitere zu fragen. Da ich meisten von Kleinverlagen lese die ja auch etwas verdienen wollen. Ich kann dieses Abgreifen nicht verstehen. Vor allem aus Messe ist das ja irre

    1. Dankeschön.
      Bei Kleinverlagen frage ich meist gar nichts an, höchstens mal ein EBook. Feste Kooperationen habe ich auch nur mit Großverlagen. Trotzdem würde ich nie mehr Reziexemplare anfragen als ich lesen könnte

  7. Huhu Kerstin,
    vielen Dank für diesen Beitrag.
    Ja so etwas kenne ich leider auch. Das eighene Bloggerteam, Leserunden, … die schwarzen Schafe gibt es überall.
    Mir ist es im Klausurstress auch mal untergangen und as war mir eine Lehre. Über einen Schulblock nehme ich keine Rezensionsexemplare an oder es ist abgeklärt, dass die Rezi auch danach onlein gehen darf.

    LG Chia

  8. Jap, kann ich leider, leider nur zustimmen. Deshalb halte ich den Kontakt zu den Bloggern, die wirklich mit Leib und Seele dabei sind ganz eng.

  9. Huhu, toller und wahrer Beitrag. Ich habe das auch schon in mehreren Leserunden mitbekommen. Ich bewerbe mich nur wenn ich weiß ich habe Zeit, klar wenn was dazwischen kommt ist das eben so aber dann entschuldige ich mich und sage Bescheid. Ich habe schon ein schlechtes Gewissen wenn ich Mal eine Woche länger für ein Buch brauche weil es einfach nicht ganz passte. Ich finde gerade wenn man was anfragt sollte es Zeitnah besprochen werden!

    Liebe Grüße
    Kati

  10. Hallo Kerstin,
    ein interessanter Beitrag. Gerade erst letztens hatte ich eine Diskussion mit einer anderen Bloggerin, die ein angefragtes Rezensionsexemplar nicht gelesen und rezensiert hat. Auf meine Nachfrage, ob sie es denn nicht langsam mal lesen will meinte sie: Nö, dass müsste sie nicht. Wäre ja ein Hobby. Da war ich schon recht erstaunt. Klar ist es ein Hobby, aber ich frage doch nur Rezensionsexemplare an, wenn ich ein Buch auch wirklich zeitnah lesen will. Das ist schon ganz schön traurig, was da teilweise passiert.

    Bei Rezensionsexemplaren läre ich vorab, bis wann die Rezension erwartet wird und nehme entweder nicht an, wenn ich es nicht schaffe, oder sage klar vorab, wann die Rezension spätestens online sein wird. Letzten Endes muss man da einfach gegenseitig ehrlich sein bei einer solchen Zusammenarbeit.

    Ich habe z. B. gerade ein Rezensionsexemplar abgebrochen, weil ich überhaupt nicht in das Buch rein kam. Der Autorin (Selfpublisherin) habe ich angeboten ihr das Buch zu bezahlen und es nicht zu rezensieren. Letzten Endes musste ich nicht bezahlen, aber auch nicht rezensieren. Das fand ich sehr nett von ihr. Aber ich fand es nur fair, ihr das Geld für das Buch anzubieten, denn schließlich hatte sie als “Gegenwert” für das Buch mit einer Rezension gerechnet.

    Ich wünsche dir einen schönen Sonntagabend
    LG
    Yvonne

    1. Huhu Yvonne,

      ich halte das generell so, das ich zwar einige Reziexemplare anfrage. Hauptsächlich aber nur bei den größeren Verlagen und die dann innerhalb 4 Wochen auch rezensiere. Und da ich alles ohne Stress mache, frage ich eben nur an, was ich auch lesen werde.
      Da kann es aber auch mal vorkommen, dass ich Bücher abbreche, was echt sehr selten ist.
      Dann bespreche ich das aber auch mit dem Verlag.
      Von Autoren selbst nehme ich recht wenig an, da ich da doch immer schneller lesen will. ist doch was anderes, wenn man mit der ralen Person in Kontakt steht, wenn du weißt, was ich meine.

      Liebe Grüße, Kerstin

  11. Ich lehne aus diesem Grund gerade viele Rezensionsexemplare ab – ich habe viele vorbereitete Beiträge, die ich erst einmal veröffentlichen muss und will mir nichts neues “auf Halde” legen, weil ich ein schlechtes Gewissen habe ggü. den Autoren, die ja auf mich bauen…

    1. Das kann ich gut verstehen. Ich habe am Anfang meiner Bloggerzeit fast alles angenommen, was mir angeboten wurde, weil es einen ja auch irgendwie Stolz macht, wenn man Rezensionsexemplare angeboten bekommt. Inzwischen suche ich da deutlich gezielter aus und sage relativ viel ab, weil ich das gar nicht schaffen würde und auch nicht will, denn die selbst gekauften Bücher wollen ja auch gelesen werden.

    2. Genau, das kann ja jedre für sich entscheiden, wie er das machen möchte.
      Nur anfragen und dann nicht rezensieren, das kann ich nicht befürworten.

  12. Liebe Kerstin,
    leider ein echtes Phänomen.
    Gerade aktuell bin ich in einer Aktionsrunde mit Debütbuch des Autors.
    Das Buch ist am 31.01. erschienen und würde uns vor fast 4 Wochen als E-Book zur Verfügung gestellt.
    Rezension und eine etwas andere Blogtour.
    2 Rezensionen sind bis jetzt gekommen und von der Blogtour will ich im Moment nicht reden. 🙈
    Es ist manchmal wirklich traurig, wie das läuft…

    Ich stimme Dir zu 100 Prozent zu, bei dem Thema.
    LG Anja

    1. Huhu Anja,

      genau das ist es, was ich meine und das ist so traurig!
      Ich verstehe das gar nicht. Übernehmen sich so viele? Wollen sie nur umsonst Bücher?
      Damit machen wir uns die Bloggerwelt echt selbst kaputt.

      Liebe Grüße, Kerstin

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