The Black Coats…denn wir vergeben keine Schuld von Colleen Oakes

The Black Coats…denn wir vergeben keine Schuld von Colleen Oakes

|Werbung| The Black Coats wurde mir durch den Verlag Beltz & Gelberg durch eine Bloggeraktion kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.

The Black Coats von Colleen Oakes

The Black Coats

Autorin: Colleen Oakes
Erschienen: 21. August 2019
Verlag: Gulliver
Seiten: 397
Preis: Hardcover 16,95€, EBook 15,99€
ISBN: 978-3407789983

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Die Frauen des mysteriösen Geheimbundes »Black Coats« haben sich geschworen, gewalttätigen Männern eine Lektion zu erteilen. Als Thea eine Einladung erhält, sieht sie endlich ihre Chance gekommen, sich am Mörder ihrer Cousine zu rächen. Doch die Vergeltungsaktionen eskalieren und Thea zweifelt am Sinn ihrer Mission: Sorgt Rache wirklich für Gerechtigkeit? Kann sie noch aussteigen – oder ist es längst zu spät?
Ein atemberaubender Mädchenthriller um Schuld, Rache und Gerechtigkeit.

Bild- und Textquelle: Beltz & Gelberg


The Black Coats von Colleen Oakes

Meine Meinung

 

Was ist der Unterschied zwischen Gerechtigkeit und Rache?

Dies ist mit die erste Frage, die Thea bei den Black Coats gestellt bekommt und mit der sich „The Black Coats“ von Colleen Oakes beschäftigt.

Doch was sind die Black Coats überhaupt? Kurz gesagt, eine geheime Organisation bestehend aus Frauen, die in fest eingeteilten Teams Selbstjustiz an Gewalttätern gegenüber Frauen üben, bei denen das System in deren Augen versagt hat. Die Mitglieder der Black Coats haben allesamt eines gemeinsam: entweder wurden sie selbst Opfer einer Gewalttat oder mussten diese in ihrem näheren Umfeld erleben. Frauen, die alles dafür tun würden, um Gerechtigkeit walten zu lassen.

Ein sehr gewagtes Thema, an das sich die Autorin heranwagt und auch ein sehr ernstes und wichtiges.
Allerdings muss ich auch sagen, dass mir eines jetzt an dieser ganzen Organisation nicht gefallen hat: Selbstjustiz ist niemals eine Lösung! Da ich das Ganze aber als Fiktion sehe, finde ich die Ansätze sehr gut umgesetzt.

Denn Spannung erzeugt die Autorin durchweg, auch wenn die erste Hälfte etwas langsamer vorangeht. Ich fand alles echt interessant. Wir lernen Thea kennen, deren Cousine einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel und sie daran zerbrochen ist. Erst durch einen mysteriösen schwarzen Umschlag findet Thea wieder zu ihrer Stärke und ihrem Leben zurück. Ihre Einladung für die Black Coats.
In der ersten Hälfte erleben wir die Rekrutierung und Ausbildung der Black Coats bis hin zu den ersten Aufträgen.
Wirklich alles super interessant, auch wenn es manchmal etwas flotter hätte gehen können.
Allerdings muss ich auch sagen, dass es mir nicht so gefallen hat, dass hier immer wieder größere Zeitsprünge stattfinden. Das hat mir irgendwie den Bezug zu den Charakteren genommen und alle etwas blass werden lassen. Ich hätte sie gerne greifbarer gehabt.

Die zweite Hälfte überschlägt sich dann fast an Rasanz und man kommt wirklich nicht mehr vom Buch los. Ohne euch zu spoilern sage ich einfach nur: man erhält langsam Hintergrundwissen über die Organisation und nicht alle haben gute Absichten.
Hier gibt die Autorin Vollgas, was ich teils doch etwas zu viel des Guten fand, aber eigentlich passte es auch perfekt zu dieser Geschichte.

Allerdings muss ich eins noch erwähnen, was mich gestört hat. Die Autorin hat immer wieder die Rassismusproblematik in kurzen Nebensätzen einfließen lassen. Das hat mich echt gestört und war auch komplett unnötig für die Geschichte. Hier hätte sie sich lieber voll dem Thema widmen sollen, als immer wieder Andeutungen einfließen zu lassen.

Im Großen und Ganzen ist Colleen Oakes mit „The Black Coats“ ein fiktiver Thriller gelungen, der einen enormen Suchtfaktor hat, der mir aber doch etwas zu oberflächlich dieses wichtige Thema behandelt. Im realen Leben wäre ich eindeutig ein Feind der Black Coats, als Romanfiguren finde ich sie aber dennoch beeindruckend :)

Mein Fazit:

„The Black Coats“ von Colleen Oakes ist ein spannungsgeladener Thriller mit hohen Suchtfaktor, der sich mit der Frage beschäftigt, wann, ob und bis zu welchem Grad Selbstjustiz hinnehmbar ist. Dies muss Thea, ein Neumitglied der Black Coats selbst herausfinden und blickt hinter die Fassade der Organisation, die für die Gerechtigkeit für Frauen kämpft.
Im Großen und Ganzen finde ich das Buch wirklich gelungen, auch wenn mir das Hauptthema durch große Zeitsprünge und recht blasse Charaktere zu salopp behandelt wird. Aber dennoch regt es zum Nachdenken an und lässt sich vor allem sehr gut lesen.
(Meine Bewertung: 4 Sterne)

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