The second Princess – Vulkanherz von Christina Hiemer

The second Princess – Vulkanherz von Christina Hiemer

|Werbung| „The second princess“ wurde mir durch den Carlsen Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Mir hat es gut gefallen, auch wenn die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu wenig Raum hatte.

The second Princess – Vulkanherz

Von Christina Hiemer

The second Princess – Vulkanherz  Von Christina Hiemer

**Die dunkle Seite der Krone**
Auf der Vulkaninsel St. Lucien herrscht die mächtige Dynastie der Bell-Frauen. Seit Jahrhunderten wird die Krone an die älteste Prinzessin weitergegeben. Doch hinter der glamourösen Fassade der Königsfamilie lauern düstere Geheimnisse, die nur die zweitälteste Prinzessin zu hüten weiß. Saphina war immer die jüngste und damit unbedeutendste von drei Schwestern. Nun rückt sie durch unerwartete Ereignisse in der königlichen Thronfolge auf und tritt vollkommen unvorbereitet ein dunkles Erbe an. Und ausgerechnet Dante, der undurchschaubare Adelssohn, soll ihr dabei helfen …

Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 18. März 2021
Reihe: nein
Verlag: Carlsen
Seiten: 416
Preis: Klappenbroschur 15,00€, EBook 6,99€
ISBN: 978-3-551-58442-7
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
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The second Princess – Vulkanherz  Von Christina Hiemer

Meine Meinung:

 

Nachdem mich Christina Hiemer bereits mit ihrer Mentira Dilogie begeistern konnte, freute ich mich unheimlich auf ihr neuestes Werk. Außerdem klingt „The second princess“ doch mal mega interessant und ist dazu ein richtiger Augenschmaus für das Leserherz.

Kurz gesagt, das Buch hat mir zwar richtig gut gefallen, allerdings führen so einige Punkte in der Umsetzung dazu, dass es mich nicht so wirklich überzeugen konnte. Im Grunde hat die Geschichte für mich zu wenig Raum, um richtig auf mich wirken zu können. Doch dazu nachher mehr.

Die 17jährige Saphina wächst in einer sehr interessanten Familie auf. Ihre Urahnin hat die mächtige Bell Dynastie gegründet und seitdem wird St. Lucien von den Frauen der Familie regiert. Da Saphina die Drittgeborene ist, hat sie ein recht freies Leben und lebt ihre Unabhängigkeit voll aus. Nach einem Unglücksfall tritt sie allerdings an Position zwei, muss sich ihrer Bestimmung stellen und erlebt die Schattenseiten der Insel hautnah kennen.

Von der Idee der Geschichte bin ich richtig angetan, das hat mir wirklich gefallen. Auf der einen Seite das royale Leben, die verwöhnte Prinzessin und ihre Zickereien. Auf der anderen Seite die dunkle Bestimmung, Legenden und Dämonen. Genau meins eigentlich.

Das Setting fand ich großartig. Das royale moderne Leben auf einer karibischen Insel mit etlichen Legenden, die um die Insel ranken. Super interessant. Allerdings kam mir der Gegenpart viel zu kurz.

Die Umsetzung haperte für mich dann ein bisschen und zwar hauptsächlich, weil die Geschichte für meinen Geschmack einfach zu kurz geraten ist. Vieles wird vernachlässigt, worüber ich gerne mehr Informationen gehabt hätte. Vor allem, was die Welt um Saphinas Bestimmung angeht und die Welt von Zandor. Mich konnte „The second princess“ zwar trotzdem unterhalten und ich habe das Buch richtig schnell gelesen, weil einfach eine Grundspannung da ist und ich wissen wollte, was passiert. Aber um mich wirklich zu begeistern, fehlt mir doch die Tiefe.

Es dauert einige Zeit bis wir endlich zum Punkt kommen und Saphinas Bestimmung erfahren. Das hat mir aber richtig gut gefallen, denn ich liebe das royale Leben mit all den Intrigen und Zickereien einfach. Das hat die Autorin richtig gut umgesetzt und ich wurde bestens unterhalten. Doch bereits hier hatte ich den Verdacht, dass der Rest der Geschichte keinen ausreichenden Raum mehr erhalten wird.

Leider sollte dies so zutreffen. Ich fand alles genial, das muss man sagen. Auch der Stil der Autorin ist einfach top. Wunderbar einnehmend, humorvoll und spannend. Es gibt auch etliche Überraschungen für uns. Nur die Atmosphäre hat mir etwas gefehlt, vor allem als es dann zu Zandor ging. Wer das ist, müsst ihr übrigens selbst herausfinden. Bei ihm ist aber alles einfach so atemberaubend und doch erleben wir so wenig davon. Das hätte ich gerne ausführlicher gehabt.

Dennoch hat mir der Verlauf gefallen, es passt alles und ist stimmig, auch wenn ich mit einem Hauptaspekt oder vielmehr einer Entscheidung von Saphina so meine Probleme hatte. Aber ich nahm das einfach hin, sonst würde die Geschichte nicht klappen. Schön gelöst fand ich das aber nicht. Enttäuschend war für mich allerdings das Ende, das große Finale. Das wurde einfach ruckzuck abgehandelt ohne große Überraschung. Für mich war das jetzt nicht überzeugend.

Die Charaktere mochte ich dafür, auch wenn sie nicht richtig greifbar für mich wurden. Saphina und auch Dante haben zwar ihre Eigenarten und vor allem ihre kindischen, bockigen Momente. Dennoch fand ich beide überzeugend. Vor allem Saphina, die als absolut untypische Heldin eine Verantwortung übernehmen muss, die sie nicht haben will. Auch wenn manch ihre Entscheidungen für mich nicht nachvollziehbar ist und sie mir manchmal echt die Nerven raubte mit ihrem egoistischen Gehabe. Aber verwöhnte Prinzessin eben, die bisher in einer rosa Wolke lebte und in das echte Leben geworfen wird. Für mich hat es gepasst. Zandor dagegen kam mir einfach viel zu kurz. Hier hätte ich mir viel mehr Informationen zu ihm gewünscht. So kam auch die Bedrohung, die von ihm ausgeht, überhaupt nicht bei mir an. Echt schade, da wäre noch einiges drin gewesen.

Alles in allem hat mir „The second pincess“ echt gut gefallen, auch wenn hier für mich noch einiges Luft nach oben ist. Für zwischendurch war es die perfekte Unterhaltung, da mir die Geschichte einfach gefallen hat. Aber zum wirklich überzeugen fehlt mir die Tiefe und es war alles zu kurz und schnelllebig.

 

Mein Fazit:

 

Eine zickige Prinzessin, die ihre Bestimmung nicht verfolgen will. Ein Ausbilder, der schnell die Nerven verliert. Und eine dunkle Bedrohung, die leider viel zu kurz kommt. „The second princess“ von Christina Hiemer hat definitiv seine guten Seiten, denn die Geschichte an sich hat mir richtig gut gefallen. Allerdings hat die Umsetzung für mich noch einiges Luft nach oben. Mir fehlten die Tiefe und die Informationen zu den einzelnen Charakteren und Welten. Auch wenn ich gut unterhalten wurde, finde ich es schade, denn die Geschichte hat einiges an Potential zu bieten. Für zwischendurch kann ich es empfehlen und vergebe 3,5 Sterne. (auf den gängigen Portalen 3)

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