Die Buchspringer von Mechthild Gläser

Die Buchspringer von Mechthild Gläser

|Werbung| Die Buchspringer wurde mir durch den Loewe Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen dank dafür! Und glaubt mir, wenn ich sage, dass ich auch gerne ein Buchspringer wäre.

Die Buchspringer

Von Mechthild Gläser

Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss auf die Geschichten zu nehmen. Schnell findet Amy Freunde in der Buchwelt: Schir Khan, der Tiger aus dem Dschungelbuch, hat stets wertvolle Ratschläge für sie, während Goethes Werther zwar seinen Liebeskummer in tintenhaltigen Cocktails ertränkt, Amy aber auch ein treuer Freund ist, seit sie ihn vor den Annäherungsversuchen der Hexen aus Macbeth gerettet hat. Lediglich die Idee, Oliver Twist Kaugummi zu schenken, war nicht die beste …
Doch bald merkt Amy, dass die Buchwelt nicht so friedlich ist, wie sie zunächst scheint. Erst verschwindet Geld aus den Schatzkammern von Ali Baba, dann verletzt sich Elizabeth Bennet auf dem Weg zum Ball mit Mr Darcy, sodass eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur im Keim erstickt wird. Für Amy ist klar: Sie muss den Störenfried stellen! Doch erst, als sich die Zwischenfälle auch auf die Realität auswirken und schließlich sogar ein Todesopfer fordern, wird Amy klar, wie ernst die Bedrohung ist. Worauf hat es der geheimnisvolle Attentäter wirklich abgesehen?

Bild- und Textquelle: Loewe Verlag


Bibliografie

 

Erschienen: 11. März 2019

Verlag: Loewe

Seiten: 384

Preis: Taschenbuch mit Spotlack 9,95€

ISBN: 978-3-7432-0481-2

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Meine Meinung:

 

Wer könnte schon einem Buch über Bücher widerstehen? Ich kann es nicht und habe mich deshalb riesig auf Die Buchspringer von Mechthild Gläser gefreut. Enttäuscht wurde ich absolut nicht, das verrate ich euch jetzt schon. Ich hatte nur einige kleinere Kritikpunkt. Dafür kann ich allerdings sagen, dass ich die Idee der Geschichte einfach nur liebe und selbst gerne ein Buchspringer wäre.

Aber was ist denn ein Buchspringer? Die 17jährige Amy lernt dieses Familiengeheimnis genauso kennen wie wir, denn bisher hatte sie keine Ahnung, dass sie über diese Gabe verfügt. Und vor allem diese Aufgabe! Denn Buchspringer können, wie der Name schon sagt, in Bücher springen. Müssen sie sogar, denn nur zwei ehemals große Clans haben diese Fähigkeit und es sind nur noch zwei andere Buchspringer neben Amy als solche tätig. Ihre Aufgabe ist es, für Ordnung in der Buchwelt zu sorgen, ohne die eigentlichen Geschichten zu verändern oder in die Geschehnisse einzugreifen.

Doch was geschieht, wenn plötzlich ein Unbekannter sein Unwesen in der Buchwelt treibt und Dinge daraus stiehlt, so dass sich die Geschichten ändern? Amy und ihre zwei Mitschüler müssen dieses Treiben unbedingt stoppen. Allerdings wissen sie nicht, auf welche Gefahren sie sich einlassen.

Ich liebe die Grundidee der Geschichte, so sehr! Mechthild Gläser hat mich direkt von der ersten Seite an verzaubert, denn nicht nur Menschen haben hier ihre großen Auftritte. Auch Charaktere der Buchwelt treffen wir immer wieder und ich bin einfach hin und weg.  Im Klappentext seht ihr ja schon, dass sich Amy zwischen den Klassikern der Literatur bis hin zu den Märchen bewegt stets begleitet von ihrem neuen Freund, dem jungen Werther. Hat er mir selbst in der Schulzeit noch so einige trockene und verzweifelnde Momente beschert, bin ich ihm jetzt einfach nur verfallen.

Auch die anderen Charaktere neben Amy fand ich unheimlich interessant, wobei ich leider sagen muss, dass mir alle auch insgesamt etwas zu kurz kamen. Ich hätte so unheimlich gerne noch mehr über die beiden Clans und ihre Familien erfahren. Es sind ja eigentlich nur neun Charaktere, die regelmäßig erscheinen. Allerdings muss ich auch sagen, dass das wohl den Rahmen für ein Buch gesprengt hätte. Und so nehme ich das einfach hin, dass sich für mich nicht alle Fragen gelöst haben und meine Neugier nur bedingt gestillt wurde.

Dafür war die Geschichte selbst genial. Es galt Rätsel zu lösen, Diebe zu jagen, Geheimnisse zu lüften und alles war einfach unheimlich spannend. Immer gemischt mit Geschichten und Charakteren aus er Literatur. Ich kann mir eigentlich nichts Schöneres vorstellen.

Im Ganzen fand ich allerdings, dass neben all der Spannung und unglaublichen Handlungen die Emotionen etwas auf der Strecke blieben. Ein großes Mitleiden und Mitfiebern hat sich nicht richtig eingestellt, aber das brauchte ich auch nicht unbedingt.

Einzig das Ende hat mir wirklich nicht so sehr gefallen. Hier hatte ich den Eindruck, dass der Autorin einfach der Platz ausging, so schnell wie das abgehandelt war. Für meinen Geschmack hätte es gerne etwas ausführlicher sein können mit ein paar mehr aufgedeckten Fragen. Aber ansonsten bin ich einfach nur zufrieden und auch traurig, dass ich diese Welt schon verlassen musste.

 

Mein Fazit:

 

Mechthild Gläser hat mich mit Die Buchspringer einfach nur verzaubert. Welcher Buchverrückte würde es sich nicht wünschen, mitten in seine Lieblingsgeschichten zu springen und sich mit den Charakteren im nächsten Pub zu treffen, um zu plaudern. Doch natürlich ist nicht alles so rosig. Ein Dieb treibt in der Buchwelt sein Unwesen, Geschichten fallen auseinander und Charaktere spielen verrückt. Amy und ihre beiden Mitschüler stehen vor der großen Aufgabe, dieses Rätsel zu lüften und nebenbei noch andere Geheimnisse aufzudecken. Alles ist unheimlich spannend und faszinierend. Lediglich, dass die beiden Clans an sich etwas blass beleuchtet sind und das Ende zu schnell abgehandelt wurde, führt dazu, dass ich 4 statt 5 Punkte vergebe. Allerdings kann ich das Buch jedem Bücherfreund nur ans Herz legen.

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