Licht und Schatten von Zoran Drvenkar

Licht und Schatten von Zoran Drvenkar

|Werbung| Licht und Schatten wurde mir durch Beltz&Gelberg als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür. Es ist wirklich ein ganz außergewöhnliches Werk.

Licht und Schatten

Von Zoran Drvenkar

Licht und Schatten

Es ist der Winter 1704 und der Tod sitzt auf dem Wipfel einer Tanne und wartet geduldig auf die Geburt eines Kindes. Er ist nicht der einzige – ein Raunen wandert um die Welt und die Schatten lauschen mit gespitzten Ohren.
Schon in jungen Jahren macht sich Vida auf den Weg, um die Wahrheit zu finden. Sie hört den Ruf der Toten und begegnet ihrer eigenen Zukunft. Mit dreizehn lehren ihre Tanten sie die Mudras der Verbannung und sich ohne Waffen zu verteidigen. Denn Vida wurde geboren, um das Licht auf die Welt zurückzubringen. Aber niemand rechnet damit, dass sie ihren eigenen Weg geht und selbst dem Tod die Stirn bietet.

Bild- und Textquelle: Beltz & Gelberg


Bibliografie

 

Erschienen: 11. Juli 2019

Verlag: Beltz

Seiten: 584

Preis: Hardcover 19,95€, EBook 18,99€

ISBN: 978-3-407-75462-2

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Licht und SchattenMeine Meinung:

 

Zoran Drvenkar kenne ich eigentlich durch seine Thriller und war bisher immer begeistert von ihm. Daher musste ich natürlich auch „Licht und Schatten“ lesen, bei dem er sich in mein Genre begibt: die Fantasy. Und ich bin wirklich beeindruckt von diesem außergewöhnlichen und anspruchsvollen Werk, auch wenn es mich nicht gänzlich begeistern konnte.

Der Autor lässt uns den Kampf von Gut gegen Böse auf eine ganz eigene Weise erleben mit einer enormen Ideenvielfalt und einer atemberaubenden Fantasie. Ich liebe seinen malerischen, teils fast poetischen Stil verknüpft mit fantastischen Elementen, Abenteuer und viel Platz für eigenen Interpretationsspielraum. Im Grunde ist es ein typischer Drvenkar. Nicht zu überladen und alles so wunderschön metaphorisch und leicht verständlich, dass man die Bilder direkt im Kopf vor sich sieht.

Das Böse schwingt eine Axt aus Gier und ein Schwert aus Neid, kaum jemand kann ihm widerstehen, und weil das Böse so unermüdlich ist, verliert das Gute mit jedem Tag mehr und mehr an Boden.

Seite 46

In „Licht und Schatten“ begleiten wir Vida, die in einem winzigen sibirischen Dorf zu Beginn des Jahres 1700 geboren wird. Vida ist kein normales Mädchen, denn nicht nur der Tod wacht über sie. Sie hat eine ganz besondere Bestimmung und nur sie kann die Welt vor dem Bösen retten. Dadurch ist auch schon vorprogrammiert, dass Vida in ständiger Gefahr lebt, aber muss diese ja nicht allein bestreiten. Der Autor lässt uns Vidas Geschichte schon fast märchenhaft anmutend erleben. So lässt es uns beim Lesen nicht stutzen, dass Vida plötzlich mit Raben und Bären spricht und im nächsten Moment Dinge sieht, die anderen verborgen sind oder mit der Wahrheit Tee trinken will. Stur, wissbegierig und vor allem furchtlos nimmt sie ihre Bestimmung an und lässt sich auf das Abenteuer ihres Lebens ein.

Ich kann euch gar nicht genau erzählen und beschreiben, um was sich diese Geschichte genau dreht, denn das würde so viel verraten. Die Ausmaße sind wirklich beeindruckend. Es ist der abstrakte Kampf zwischen Gut und Böse. Es ist ein sehr tiefgreifender Roman, der sich nicht nur in einem Genre verliert und der auf jugendliche, märchenhafte Art und Weise die Tugenden näher beleuchtet.

Das Setting und auch die Figuren fand ich wunderbar, auch wenn sie mich nicht gänzlich erreichen konnten, aber das ist hier bestimmt auch nicht geplant. Denn hier geht es einfach um mehr. Die Gedanken des Lesers werden angeregt, Situationen angedeutet und dem Leser überlassen. Einfach einzigartig und alles andere als Mainstream.

Allerdings muss ich auch sagen, dass mir diese Art nicht immer gefallen hat, teilweise fand ich es doch etwas langatmig und zu abstrakt, aber das kenne ich von dem Autor bereits. Interessant war es immer und gelangweilt habe ich mich nie.

Wer seine Werke liebt, sollte sich diese Geschichte auch nicht entgehen lassen.

 

Mein Fazit:

 

Mit „Licht und Schatten“ hat Zoran Drvenkar eine jugendliche, märchenhafte und unheimlich ideenreiche Geschichte über den Kampf von Gut gegen Böse geschaffen. Teils poetisch und malerisch, teils metaphorisch und abstrakt zeigt er dem Leser den täglichen Kampf und die Wirkung des eigenen Handelns und regt so zum Nachdenken an. Auch wenn es mir teilweise zu abstrakt und zu ausschweifend war, ist dieses Buch ein einzigartiges Werk abseits des Mainstreams, das sich zumindest Fans des Autors nicht entgehen lassen sollten.

(Meine Bewertung: 4 Sterne)

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