Apocalyptic Lovers – Reiter der Hölle von Ulrike Koch

Apocalyptic Lovers – Reiter der Hölle von Ulrike Koch

|Werbung| Apocalyptic Lovers wurde mir durch den Carlsen Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Am Ende war es ein Buch, das mich gut unterhalten konnte, aber dafür einige Zeit brauchte.

Apocalyptic Lovers – Reiter der Hölle
von Ulrike Koch

Apocalyptic Lovers - Reiter der Hölle von Ulrike Koch

**Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt**
Kelyan ist einer der vier apokalyptischen Reiter, einst dazu bestimmt, das Grauen des Kriegs über die Menschen zu bringen. Aber die Welt hat sich verändert. Ein neues, göttliches Spiel der Macht hat begonnen und nun durchstreift er die Dunkelheit auf der Jagd nach den Kreaturen der Nacht. Bis zu jenem Tag, der alles verändert. Als er IHR begegnet …
Trintje und Dating – ein absoluter Reinfall. Daher kann die junge Studentin kaum glauben, dass der gut aussehende Fremde, den sie beinahe mit ihrem Volleyball massakriert hätte, tatsächlich Interesse an ihr zeigt. Doch seit ihrem »Zusammenstoß« weicht er nicht mehr von ihrer Seite. Trintje ahnt nicht, dass ein magisches Erbe in ihr schlummert, das sie unweigerlich mit diesem geheimnisvollen Mann verbindet und sie in die Untiefen der Hölle führen wird.

Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 17. Dezember 2020
Verlag: Impress
Reihe: nein
Seiten: 310
Preis: Softcover 12,99€ (ab 25. Februar 2021), EBook 3,99€
ISBN: 978-3-646-60712-3
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
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Apocalyptic Lovers - Reiter der Hölle von Ulrike Koch
Meine Meinung

 

Da es von den vier apokalyptischen Reitern viel zu wenige Bücher gibt, wurde ich sofort auf „Apocalyptic Lovers“ aufmerksam und musste es einfach lesen.
Gleich zu Beginn merkte ich allerdings, dass das gar nicht so ein leichter Unterfangen für mich wird und erst ab der Hälfte konnte mich das Buch dann kurzzeitig immer wieder packen. Am Ende hat es mich dann gut unterhalten, mehr aber auch leider nicht.
Mit dem Stil der Autorin wurde ich die ganze Zeit nicht richtig warm und auch nicht so gänzlich mit der Umsetzung. Ich fand den Schreibstil nie wirklich fließend. Er wirkte auf mich immer zu gestelzt und konstruiert. Ein flüssiger Lesesog setzte bei mir nie ein. Dazu kam, dass gerade in der ersten Hälfte alles wahnsinnig schnell geschieht. Wir lernen Trintje und die vier apokalyptischen Reiter kennen. Und alles verläuft so schnell, dass mir hier deutlich die Tiefe fehlt. Ich konnte mich auf keinen Charakter richtig einlassen, weil man so wenig erfährt. Und dann setzte das – für mich – Konstruierte ein. Zusammenhänge wurden innerhalb von zwei Sätzen preisgegeben, wo ich mir als Leser dann dachte: Wie hat er das so schnell bemerkt?! Außerdem nahmen die Charaktere die neuen Ereignisse einfach groß ohne zu hinterfragen auf und lebten den Wandel voll aus. So etwas mag ich persönlich gar nicht. Da fehlen mir Informationen, Hintergründe, Tiefe. Ich möchte mich auf die Handlung einlassen können. Aber hier geschieht einfach so viel in so kurzer Zeit, dass der Informationsfluss gar nicht möglich ist. Das führte aber auch leider dazu, dass ich mich die erste Hälfte durch die Geschichte langweilte, da mich nichts packen und mitreißen konnte, so wie wir durch die Story gehetzt sind. Sehr schade, denn die Idee dahinter hat mir richtig gutgefallen.

Und deswegen habe ich auch weitergelesen, weil mich die Reiter doch zu neugierig gemacht hatten. Und die zweite Hälfte wurde auch besser. Es geschieht zwar immer alles noch wahnsinnig schnell und sehr knackig zusammengefasst, aber für mich setzte das erste Mal auch Spannung ein. Und ich fieberte ein kleines bisschen mit Trintje mit. Auch wenn einiges doch recht einfach und schnell gelöst wurde. Aber wie die Autorin am Ende alles zusammenlaufen lässt, hat mir dann wieder richtig gut gefallen und auch überrascht. Leider ist der Rest für mich noch sehr ausbaufähig und viel zu gepresst. Aber nett unterhalten wurde ich, zumindest ab der zweiten Hälfte.

Zu den Charakteren kann ich gar nicht groß etwas sagen, da mir alle zu blass bleiben. Ich fand die Reiter interessant gezeichnet, auch wenn sie etwas zu viel Weichspüler abbekommen haben. Trintje ist ein tougher Charaktere, der mir aber alles zu schnell hinnimmt, sich zu schnell verliebt und zu schnell mit allem klarkommt, ohne groß zu hinterfragen. Die Grundidee hinter den Charakteren hat mir aber sehr gut gefallen. Leider konnte so die Liebesgeschichte aber auch nicht punkten. Sie interessierte mich einfach nicht, vielmehr tangierte mich nicht. Dazu ging sie mir, wie fast alles, zu flott. Aber sie ist schön eingearbeitet und macht auch Sinn.

Alles in allem muss ich sagen, dass mich „Apocalyptic lovers“ nett unterhalten konnte, aber mehr auch nicht. Die Idee hat mir richtig gutgefallen, die Umsetzung und der Stil nicht so. Hier ist viel Luft nach oben für mich gegeben, da doch alles sehr zusammengepresst ist und die Tiefe fehlt.

Mein Fazit:

Mit der Idee zu „Apocalyptic Lovers konnte mich Ulrike Koch begeistern, mit der Umsetzung leider nicht. Mir ging vieles zu schnell, zu viel wurde einfach hingenommen ohne zu hinterfragen und die Charaktere blieben sehr blass. Es geschieht so viel auf so wenig Platz, dass für die Tiefe einfach kein Raum ist. So ist für mich noch einiges Luft nach oben offen und ich wurde lediglich nett unterhalten. Für zwischendurch kann ich es empfehlen, aber nicht unbedingt. Von mir 3 Sterne.

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