A whisper of stars 1 – Erwacht Von Tami Fischer

A whisper of stars 1 – Erwacht Von Tami Fischer

|Werbung| A whisper of stars wurde mir durch den Piper Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Auch wenn die Grundidee gefallen hat, hapert es für mich in der Umsetzung sehr.

A whisper of stars 1 – Erwacht

Von Tami Fischer

A whisper of stars 1 – Erwacht  Von Tami Fischer

Liv wünscht sich nichts sehnlicher, als ihrem Leben auf Hawaiki zu entfliehen. Weder sie noch ihr bester Freund Finn glauben noch an die Legenden über mythische Götter und Ahnengeister, die man sich an den rauen schwarzen Küsten seit Anbeginn erzählt. Doch als am Tag des Sternenfestes nicht nur ein Fremder auf der Insel auftaucht, sondern plötzlich uralte Kräfte zum Leben erwachen, beginnt für Liv und Finn ein Wettlauf gegen die Zeit. Eine Reise ins Ungewisse, ohne Zurück. Ein erbarmungsloser Jäger. Und eine gefährliche Liebe, die Livs Herz höher schlagen lässt als je zuvor …

Bild- und Textquelle: Piper Verlag


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 01. März 2021
Reihe: ja, Band 1 von 2
Verlag: Piper
Seiten: 480
Preis: Taschenbuch 15,00€, EBook 12,99€
ISBN: 978-3-492-70549-3
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A whisper of stars 1 – Erwacht  Von Tami Fischer

Meine Meinung:

 

Götter, Sterne und Legenden. Genau das hat mich an „A whisper of stars“ von Tami Fischer angezogen, weshalb ich das Buch einfach lesen musste. Die Grundidee hinter allem hat mir auch richtig gut gefallen. Die Umsetzung leider nicht so wirklich, die war für meinen Geschmack doch recht spannungslos. Dabei hätte man so viel daraus machen können.

Olivia und Finn leben auf der abgekapselten Insel Hawaiki, die man nicht verlassen kann. Man lebt recht mittelalterlich ohne fließend Strom und Wasser. Alles, was man zum Leben braucht wird in der Geisterbucht angeschwemmt. Olivias Volk betet die Sterne an und lebt deren Mythologie voll aus.

Die Grundansätze fand ich schon echt interessant und auch faszinierend, auch wenn für mich hier am Anfang schon vieles an den Haaren herbeigezogen ist, wie man es brauchte. Man kennt Autos, obwohl man nicht mal Strom hat, aber kennt keine Taschenlampen. Ich nahm das alles mal so hin und erwartete aber auch nicht mehr viel vom Buch.

Olivias sehnlichster Wunsch war es schon immer, diese Insel zu verlassen, da sie einen unstillbaren Durst nach Wissen hat. Als eines Tages plötzlich eine Legende wahr zu scheinen wird, ändert sich ihr Leben komplett und sie begibt sich auf die Mission, die ihr ganzes Leben verändert.

Der Stil von Tami Fischer hat mir richtig gut gefallen, das muss ich schon sagen. Er ist herrlich leicht und angenehm zu lesen. Und wenn die Handlung mal Fahrt aufnimmt, dann ist sie auch voller Spannung. Aber das kommt in diesem ersten Band sehr selten vor.

Hauptsächlich müssen wir neben Olivias rückständigen Leben auch unendlich viele Erklärungen über uns ergehen lassen, was den Handlungsverlauf immer wieder stoppt. Und es wird auch alles mehrmals wiederholt. Ganz zu Beginn wusste ich auch gar nicht, wo uns die Autorin hinführen will. Außer Olivias Leben geschieht nichts und das allein war schon recht öde. Dann plötzlich setzte der „richtige“ Fantasyteil ein. Wir erfahren mehr über die Mythen und Legenden der Sterne. Und das war kurzzeitig echt interessant, änderte sich jedoch auch recht schnell wieder. Wir bekommen die recht komplexe Erklärung des Weltensystems am Stück serviert und das gleich mehrfach, falls es beim ersten Mal nicht angekommen ist. Das hat mir, abgesehen von den Wiederholungen, aber richtig gut gefallen und klang echt vielversprechend. Und dann kommt wieder lange Zeit nichts.

Ich konnte mit diesen ausschweifenden Erklärungen nichts anfangen, für mich war der gesamte Lebensablauf von Olivia langweilig und dann musste ich den auch noch so ausführlich über mich ergehen lassen. Dabei wollte ich einfach nur Handlung. Die bekam ich dann auch, auf den letzten 100 Seiten. Auch hier wurde alles etwas unnötig in die Länge gezogen, für meinen Geschmack. Aber hier war dann endlich was los und es war richtig genial. Deswegen habe ich auch nicht ganz verstanden, warum man aus der Geschichte so die Spannung herausnehmen muss, wenn man sie am Ende dann voll einsetzt. Für mich war das dann schon zu spät, ich hatte das Interesse an der Geschichte bereits verloren. Leider…denn gut klingt es immer noch.

Die Charaktere haben mir dafür wieder gut gefallen. Sie sind authentisch gezeichnet und man konnte sich sehr gut auf sie einlassen. Erreichen konnte mich aber keiner so richtig. Auch wenn mir hier wieder vieles zu ausführlich war. Und ich zum Beispiel mir nicht seitenlang durchlesen muss, wie man ein Omelett zubereitet, weil Olivia keine einzige Zutat kennt. Die Handlung stagnierte mir einfach zu oft durch die vielen ausschweifenden, uninteressanten Erklärungen. Aus dem Grund gingen mir Olivia und Finn mit der Zeit mit ihrer nachvollziehbaren Naivität auch echt auf den Keks. Und die Nebencharaktere haben mir deutlich besser gefallen.

Die Liebesgeschichte, die im Klappentext erwähnt wird, setzt zum Glück auch nicht so richtig ein in diesem Band. Man erfährt recht spät im Buch, wen es betrifft. Ich war glücklich, denn ich hatte schon Angst, dass ich auch hier ausschweifende Szenen lesen muss. Das wurde allerdings etwas vernachlässigt.

Und wie gesagt, die letzten Seiten haben es in sich. Hier wird einfach gemacht statt seitenlang erklärt, was denn jetzt ansteht. Das hat mich mit am meisten an dem Buch gestört. Dass der Leser nicht selbst erleben durfte. Alles wurde haarklein serviert. Und dafür war mir dann manches doch zu einfach gelöst. Manchmal ist weniger Erklärung, dann doch mehr. Für meinen Geschmack. Für zwischendurch war es jetzt ganz nett, empfehlen kann ich die Geschichte nur bedingt. Man sollte Ausdauer mitbringen, wenn man sich daran versuchen möchte.

 

Mein Fazit:

 

Mit „A whisper of stars“ konnte mich Tami Fischer leider nicht so richtig überzeugen. Die Grundidee hat mir zwar richtig gut gefallen, allerdings war die Umsetzung sehr langatmig und mit viel zu vielen selbstverständlichen Erklärungen. Die Handlung stagnierte für meinen Geschmack auch viel zu oft, was jetzt nicht positiv für den Verlauf war. Vieles wurde mir zu sehr in die Länge gezogen und machte die Geschichte recht öde, bevor sie endlich im letzten Drittel Fahrt aufnimmt. Das System und die Charaktere selbst haben mir aber recht gut gefallen. Für zwischendurch ist das Buch nicht verkehrt, auch wenn ich es nicht unbedingt empfehlen kann. 3 Sterne von mir. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

2 Gedanken zu „A whisper of stars 1 – Erwacht Von Tami Fischer

  1. Hallo liebe Kerstin,

    oh je, ich mag langatmige Erklärungen von Fantasy-Welten überhaupt nicht. Wegen mir darf man da immer mal wieder kurze Informationshäppchen einstreuen und ansonsten die Geschichte einfach laufen lassen. Da nehme ich das Buch doch eher wieder von meinem SuB runter.

    Liebe Grüße,
    Rebecca

    1. Hallo liebe Rebecca,

      ja genau so ist es mir auch am Liebsten. Wenn sich die Geschichte quasi fast selbst in der Handlung erklärt.
      Wenn du das auch lieber hast, kann ich dir das hier wirklich nicht empfehlen. Aber es gibt ja genügend Auswahl für uns :)

      Liebe Grüße,
      Kerstin

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