Rezensionen und was dazugehört – oder eben nicht

Rezensionen und was dazugehört – oder eben nicht

Hallo meine Lieben,
gestern ist es wieder passiert. Ich bin durch das große A gesurft auf der Suche nach neuen Büchern und habe dort ein paar Rezensionen gelesen. Blogger veröffentlichen ja auch dort und da lese ich ziemlich gerne die geballte Meinung von mehreren. Aber es ist passiert! Es war eine Bloggerrezension, das erkennt man allein vom Aufbau her. Ich wurde mies gespoilert. Ich hätte mir das Buch nicht mehr kaufen müssen, denn ich weiß nun genau, was alles passiert.
In anderen Rezensionen bin ich dann auf Sätze wie „es gefällt mir einfach nicht“ gestoßen ohne das Warum zu beantworten, was mich immer am meisten interessiert.
Genau deswegen wollte ich euch einfach mal eine kleine Hilfestellung und auch ein Erfahrungsbericht geben, was für mich zu Rezensionen dazugehört und was man vermeiden sollte.


Fangen wir doch zunächst mit der Definition an. Was sind denn eigentlich Rezensionen? Der Duden sagt folgendes dazu:

Re·zen·si·on
Substantiv, feminin [die]

1.    kritische Besprechung eines Buches, einer wissenschaftlichen Veröffentlichung, künstlerischen Darbietung o. Ä., besonders in einer Zeitung oder Zeitschrift
2.    (Fachsprache) berichtigende Durchsicht eines alten Textes; Herstellung einer dem Urtext möglichst nahekommenden Fassung

Damit dürfte die erste Frage schon beantwortet sein: Rezensionen sind keine Nacherzählung des Inhalts.
Für mich war das auch schon vor meiner Bloggerzeit klar, denn warum sollte ich denn jemanden die Freude daran nehmen, die Geschichte in einem Buch selbst zu entdecken. Leider kommt es viel zu oft vor weswegen ich auch hauptsächlich Rezis lese von Bloggern, bei denen ich weiß, dass sie wissen, was sie da schreiben oder eben zu Büchern, die ich schon gelesen habe.

Was ist wichtig in Rezensionen?

Natürlich bin auch ich kein Fachmann, aber ich denke, ich habe mittlerweile den Dreh raus, da ich doch schon die ein oder andere Rezension verfasst habe und es wirklich liebe.
Bei meinen Rezensionen gehe ich mittlerweile aus Gewohnheit nach einem einfachen Modell vor und stelle mir selbst Fragen zum Buch. Hier habe ich immer im Hinterkopf, was mich denn interessieren würde, was ich im Vorfeld wissen möchte, damit ich zu einem Buch greife oder eben nicht.
Bei mir sind das zum Beispiel folgende Fragen:

–    Wie sagte mir der Schreibstil zu? Konnte mich die Autorin damit fangen oder ließ sie mich die Geschichte distanziert erleben? Konnte ich die Gefühle spüren? Konnte ich mitfiebern?
–    Wie hat mir der Weltenaufbau und die Charaktere gefallen? Fand ich alles authentisch und stimmig?
–    Konnte mich die Geschichte überzeugen oder war doch alles vorhersehbar? Gab es Überraschungen? Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe?

Das sind die Hauptfragen, die ich mir stelle und mal ist es mehr oder weniger ausführlich. Ich schreibe, was mir in den Sinn kommt. Entweder schwärme ich, fangirle oder begründe, warum mir ein Buch nicht so zugesagt hat. Seid aussagekräftig!

Als Beispiele habe ich euch zwei meiner neueren Fangirlrezensionen ausgesucht:

The Belles von Dhonielle Clayton

Fäulnis von Siri Pettersen – ein Spektakel, das seinesgleichen sucht

ALLERDINGS gibt es einen wichtigen Punkt den ihr beachten solltet: NO SPOILER!!!
Das bringt mich zum nächsten Abschnitt:

Was ich in Rezensionen vermeiden sollte

Das Wichtigste habt ihr ja schon im Satz davor gelesen: SPOILER. Dazu gehört nicht nur, dass ihr einen wichtigen Wendepunkt erzählt oder eben gar das ganze Buch. Es fängt schon bei kleineren Dingen an. Wenn zum Beispiel ein Charakter erst im zweiten Drittel des Buches auftaucht, erwähnt ihn nicht in euren Rezensionen, das sind auch Spoiler. Es hat mit Sicherheit einen Grund, dass dieser erst so spät auftaucht.

Asuka Lionera hat hier einen perfekten Beitrag dazu geschrieben, wie ihr Spoiler in Rezensionen vermeidet oder sicher verpackt, denn das ist ein ganz eigenes Thema. Ihren Beitrag könnt ihr >>hier<< nachlesen.

Manchmal geht es allerdings nicht ganz spoilerfrei, wenn ihr zum Beispiel etwas unbedingt begründen wollt, was euch gar nicht gefallen hat. Da habe ich eine riesige Bitte an euch:

Bildquelle: Pixabay

Kennzeichnet es! Schreibt groß über eure Rezensionen: Achtung Spoiler! Dann kann jeder selbst entscheiden ob er die Rezension lesen möchte. Wenn ich das Buch selbst gelesen habe, stören mich diese nicht mehr. Aber ich lese Rezensionen hauptsächlich bevor ich ein Buch kaufe und da würde ich am liebsten töten wenn ich gespoilert werde. Und das war jetzt kein Witz.

Ein weitere wichtiger Punkt und ich lese es immer wieder: lasst Beleidigungen sein. Vielleicht ist es euch in dem Augenblick nicht bewusst, aber wenn ihr schreibt: „Die Geschichte ist der größte Mist, den ich je gelesen habe“ ist das auch beleidigend. Die Autoren stecken ihr gesamtes Herzblut in ihre Geschichten und dann schlicht diesen Satz zu lesen, ist einfach nur verletzend.
Ihr dürft genau das natürlich schreiben, anders ausgedrückt, aber ihr dürft – und meiner Meinung nach sollt – das auch schreiben, aber dann doch auch mit Begründung. WARUM hat mir das Buch denn nicht gefallen?
Das bringt mich zum nächsten Punkt:

Warum überhaupt Rezensionen?

Ich denke, Rezensionen sind wichtig. Nicht nur für uns Leser sondern auch für die Autoren. Ich verschaffe mir zum Beispiel gerne einen ersten Eindruck und kann auch anhand von Rezensionen abschätzen ob mir das Buch denn zusagen wird. Sofern diese natürlich aussagekräftig geschrieben sind. Ich lese auch unheimlich gerne negative Bewertungen, wenn diese gut begründet sind um abzuschätzen ob mich die Kritikpunkte auch stören würden oder ob ich gerade diese liebe.
Wenn da zum Beispiel steht: „Mir hat eindeutig eine Liebesgeschichte gefehlt“ werde ich hellhörig und denke: Hallooooo, das schau ich mir doch mal genauer an.

Der andere Punkt sind natürlich die Autoren selbst wenn diese denn ihre Buchbewertungen lesen. Hier kann man Kritik sachlich äußern und erkennen, was den Lesern denn gefallen hat und was nicht so gut ankam. Aus Fehlern und auch aus Lob kann man lernen. Wenn man es denn will…

Dazu kommt natürlich der Punkt, der mich jetzt persönlich weniger interessiert, aber dafür für Verlage, Autoren, Agenturen und Co wichtiger sind. Wenn ein Buch eine bestimmte Anzahl an Rezensionen hat, werden diese Bücher auch besser platziert. Sie werden euch öfters bei eurer Stöberrunde in den großen Onlineportalen gezeigt. Obwohl, ich muss ehrlich zugeben, dass es mich doch auch interessiert, denn schon des Öfteren habe ich Bücher gelesen und geliebt, die nur eine Handvoll Rezensionen haben. Diese Bücher werden bestimmt leider in der Masse untergehen, was ich immer so schade finde.
Deswegen finde ich Rezensionen auch unheimlich wichtig. Gebt eure Meinung ab, damit auch andere eure Lieblingsbücher finden werden.
Kommen wir zum letzten Punkt:

Soll ich nur positive Rezensionen schreiben?

Lest ihr denn nur Bücher, die euch gefallen? Die Antwort, die ihr euch jetzt gebt, gibt euch schon einen Hinweis. Ich kann zwar mittlerweile echt gut einschätzen, was mir denn gefallen wird, aber dennoch passiert es immer wieder, dass ich zu einem Buch greife, das mich nicht begeistern kann oder das ich sogar abbreche.
Warum sollte ich denn dann nicht darüber schreiben?
Ich habe die Punkte, die dafür sprechen schon erwähnt: zum einen helfen sie vielleicht dem Autor, zum anderen zeigen sie anderen Lesern, was mir nicht gefallen hat um abzuschätzen, ob sie selbst ein Problem damit haben.
Dabei solltet ihr allerdings eines beachten: bleibt sachlich! Begründet, warum euch etwas nicht gefallen hat.

Ich persönlich sage sogar: schreibt keinen Verriss! Aber das ist nur meine Meinung.  Manche Blogger mögen das, ich persönlich finde das unmöglich. Warum sollte ich ein Buch sprichwörtlich ins Klo werfen, wenn es doch genügend Leser da draußen gibt, die es lieben werden. Ich schreibe lieber sachlich, warum mir etwas nicht gefallen hat, denn auch wenn ich mir denke: was ein Schmarrn, sage ich es nicht so. Hinter einem Buch stecken so viele Menschen, die dafür alles gegeben haben und es einfach nicht verdient haben, dass ich nur abwertend bin.

Damit ihr seht, was ich meine, zeige ich euch zwei meiner Rezensionen:
Zum einen Rheanne – An Bord der Adlerschwinge von Anne Troja, das ich mit 2 Sternen bewertet habe und  Die Klinge des Waldes von Royce Buckingham ,das ich abgebrochen habe.

Und nachdem dies hier doch etwas ausufernd wurde, hoffe ich, dass ich euch mit diesem Beitrag etwas helfen konnte. Meine Punkte habe ich wohl klar erläutert. Wenn ihr noch Fragen habt, scheut euch nicht davor, diese zu stellen.

Aber eines würde mich dennoch brennend interessieren: lest ihr Rezensionen? Was haltet ihr davon? Wann lest ihr sie?

Bis zum nächsten Mal,

Eure Kerstin.

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12 Gedanken zu „Rezensionen und was dazugehört – oder eben nicht

  1. Hi Kerstin!

    Ohhhh, Spoiler! Das hasse ich auch und ärgert mich immer extrem wenn ich darüber stolpere – zum Glück passiert mir das so gut wie nie … aber ich versteh aus auch nicht, warum man es nicht kennzeichnet, wenn man es denn nun schon erwähnen muss.

    An sich find ich deinen Beitrag super und grade “wir Buchblogger” sind ja in Rezensionen oft sehr ausführlich und viele schreiben sie so wie du es gut findest.

    ABER ich denke, man vergisst dabei vielleicht die “normalen” Leser. Meine Mutter zum Beispiel liest auch viel. Wenn sie jetzt eine Meinung bei amazon oder wo auch immer einstellen würde, würde sie wahrscheinlich nicht mehr als 2-3 Sätze schreiben. Genauso wie eine gute Freundin von mir, auch sie liest gerne, wäre aber (auch nach eigener Aussage ;) ) nicht fähig eine Rezension zu schreiben, wie wir das gewöhnt sind.
    Und davon gibt es ja doch viele, die eben auch ihre Meinung mitteilen wollen. Ich finde, die sollte man nicht “kleinreden” auch wenn sie wenig aussagekräftig sind. Im gesamten sieht man dann doch einen Eindruck, eben wegen so vielen gemischten Bewertungen. Klar hilft es mir jetzt nicht unbedingt viel wenn dort steht “ich fands super”.
    Aber wenn ich 100 solche Bemerkungen lese und nur 2 negative weiß ich zumindest wie es allgemein ankommt.

    In der Bloggerblase, in der wir sind, sehen wir Rezensionen als “Blogger”, aber man darf dabei nicht vergessen, finde ich, dass es eben auch ganz einfach Leser gibt die nur kurz ihre Meinung kundtun wollen, ohne darüber einen ganzen Roman zu schreiben ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Huhu Aleshanee,

      dieser Beitrag war tatsächlich nicht nur für uns Blogger gedacht, denn ich habe auch die Leser im Blick. Und selbst mit 2-3 Sätzen habe ich schon sehr aussagekräftige Bewertungen gelesen. Man muss ja nicht immer ewig begründen.
      Und vielleicht war dies hier ja auch ein Anreiz, dass man ab und an vielleicht auch einen Satz mehr schreibt. Alles besser als überhaupt keine rezis zu schreiben oder zu spoilern.

      Liebe Grüße,
      Kerstin

      1. Hi Kerstin!

        Ja, das meinte ich damit, besser ein paar Sätze als gar nichts ;)
        Meine Freundin bewertet zum Beispiel nie irgendwo Bücher weil man immer etwas dazu schreiben muss – und sie einfach keinen Plan hat was sie schreiben soll … sowas find ich halt schade. Da seh ich dann gerne drüber weg, wenn es mal kurz und knapp und auch weniger aussagekräftig ist, ich möchte die Leser nicht verscheuchen weil “unser” Anspruch so hoch ist.

        Auf Blogs bin ich aber schon so, dass ich da etwas mehr erwarte … grade was Janika auch unten schreibt: in der Meinung den Klappentext wiederholen in anderen Worten, das finde ich auch kontra produktiv.

        1. Ja genau, da stimme ich dir vollkommen zu.
          Bei uns Bloggern erwarte ich das einfach. Wenn da in jeder Rezi immer nur 3-4 Sätze stehen, kann ich den kompletten Blog irgendwie nicht ernst nehmen. Aber das ist ja auch meine Meinung dazu.

          Liebe Grüße, Kerstin

  2. Liebe Kerstin,
    ich finde, das ist ein ganz wundervoller Beitrag, den du da geschrieben hast. Ich ärgere mich nämlich auch immer mal wieder über Rezensionen von Bloggern. Bei manchen Bloggern weiß ich mittlerweile, dass sie großartige und vor allem aussagekräftige Rezensionen schreiben – da schaue ich jedes Mal gerne vorbei.
    Und dann gibt es die andere Abteilung, wo meistens mindestens einer deiner genannten No-Gos, wie ich es jetzt mal nenne, vorkommt. Besonders schlimm finde ich tatsächlich die Rezension, die eigentlich nur eine Wiedergabe des Inhaltes ist. Klar, man sollte eine Kurzbeschreibung des Buches in die Buchbesprechung mit einbringen, aber oft sehe ich Überschriften wie “Klappentext” und “Meinung”, unter denen dann doch das gleiche steht. Nur dass beim “Klappentext” tatsächlich der Klappentext steht und bei “Meinung” der umformulierte Klappentext. Ich verstehe sowas einfach nicht und denke mir oft, dass man sich die “Rezension” dann gleich sparen könnte … Aber vielleicht merken die Personen, die das geschrieben haben, auch gar nicht wirklich.

    Ich finde es auch wichtig, dass man seine Meinung ordentlich darstellt. Aussagen wie “Leute, lest dieses Buch, es ist einfach toll. Ich liebe die Charaktere” liest man so häufig und doch sind sie so nichtsagend. Wieso ist das Buch so toll? Was macht die Charaktere aus? Ich wünsche mir oft mehr detaillierte Rezensionen, die man auch gut nachvollziehen kann :)

    Alles Liebe
    Janika

    1. Hallo Janika,

      Dankeschön für deinen tollen Kommentar. Und genau das meinte ich.
      Ich sitze auch oft vor anderen Rezis und möchte am liebsten meinen PC schütteln und schreien, aber WARUM denn? Das sgst du mir einfach nicht. Dabei ist das spoilerfrei durchaus möglich.

      Ich meine, jeder hat mal angefangen Rezensionen zu schreiben. Ich lange vor meiner Bloggerzeit. Aber wenn ich dann ab und an von Bloggern lese: ich lese gar keine Rezensionen. Da verstehe ich dann nicht, wie man selbst “gute” zu Papier bringen möchte, wenn man gar nicht weiß, was einem selbst wichtig ist und was man gerne lesen würde. Verstehst du was ich meine?

      Liebe Grüße, Kerstin

  3. Liebe Kerstin
    Du hast so recht – ich kann Spoiler bei Rezensionen auch überhaupt nicht ausstehen. Gleichzeitig bin ich selbst immer wieder nicht ganz sicher, wie viel Inhalt nun schon spoilert und wie viel ich noch “darf”. Wenn ich nämlich Rezensionen lese, mag ich es sehr, wenn sich jemand kritisch mit dem Inhalt auseinandersetzt (ich lese zum Beispiel auch oft nach der Lektüre nochmals Rezensionen, um ein Buch besser zu verstehen). Allerdings bringt das zwingend mit sich, dass Teile des Inhalts veröffentlicht werden. Die Balance zu finden zwischen “kaum inhaltliches in der Rezension” und “zu viel Inhalt in der Rezension” ist oft nicht ganz leicht und ich schreibe daher lieber einmal zu oft “Spoiler” hin, als einmal zu wenig.
    Liebe Grüsse
    Ariana

    1. @Ariana: Ich denke, alles was du als überraschend empfunden hast beim Lesen ist ein Spoiler, wenn du es in der Rezi erwähnst ;) Auch Inhalte die nach dem “Anfang” kommen lasse ich weg und umschreibe dann zum Beispiel, am besten auch ohne Namen zu nennen.
      Manchmal ist es ja von vornherein klar mit zwei Hauptprotagonisten, dass diese sich als Paar zusammen kämpfen, bei anderen Büchern wiederum nicht, aber man kann ja über die Beziehung an sich sprechen ohne zu sagen um wen es jetzt genau geht.

      Ich überlege meist, würde mich das selber ärgern, wenn ich es schon vor dem lesen gewusst hätte, weil es mir Spannung oder den Überraschungseffekt nimmt?
      Damit fahre ich eigentlich ganz gut, zumindest hat sich noch keiner über Spoiler beschwert ;)

  4. Ich finde den Einwand mit der Blase sehr wichtig – auch wenn ich mich über Drei-Satz-Rezis ärgere, ist das besser, als wenn jd. schweigt. Und … es fehlt sovielen Bloggern an Mut. Was nich immer unbegründet ist, aber … *abgeschweift*

    Spoiler: Ich will wissen, worauf es hinaus läuft. Und mich stören Spoiler sehr, sehr selten. Ich freu mich, wenn ich ein Gefühl für’s Buch bekomme und das geht manchmal nur mit Infos an der Grenze zu Spoilern. Ich akzeptiere, dass das viele Leute ärgert, aber ich will wissen, ob es sich lohnt, 10 EUR auszugeben oder ob mich wieder nur ne 08/15-Geschichte erwartet.

    Schwierig wurde der Spagat im letzten Text – was kann ich noch erzählen, was ist Spoiler? Zählt eines der Grundthemen, das erst im Höhepunkt wirklich rüberkommt, schon als Spoiler? Ich hab mich damit sehr schwer getan, weil ich niemanden ärgern will. Aber wenn das so weit geht, dass ich Sätze umstelle oder die Struktur der Rezi ändere, weil irgendwo ein Spoiler ist, den ich kennzeichnen will, dann fühle ich mich ein Stück eingeschränkt. Ich arbeite noch daran, die Mitte zu finden :)

    Ich glaube, was ich neuen Bloggern mitgeben würde: Such dir einen Aspekt, der dich bewegt – ob Sprache, Figuren etc. Und wenn’s die Farbe des Rollers ist :) Du bist das Sprachrohr, du hast das Buch gelesen, ich vertrau dir – also: Warum ist das Buch so toll oder so bewegend?

    Stuktur gibt manchen Leuten Halt, andere schränkt sie ein. Und … lesen tue ich einen Text, wenn ich beim Überfliegen das Gefühl habe, dass er etwas aussagt.

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