Das Glück an meinen Fingerspitzen von Julie Leuze

Das Glück an meinen Fingerspitzen von Julie Leuze

|Werbung| Das Glück an meinen Fingerspitzen wurde mir über die Netzwerkagentur Bookmark durch den Ravensburger Buchverlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Das Glück an meinen Fingerspitzen
von Julie Leuze

Nebelverhangene Wälder, einsame Pazifikstrände – und absolut kein Kontakt zur Außenwelt: So stellt sich Jana das Paradies vor, seit sie am eigenen Leib erfahren hat, wozu Menschen fähig sind. Bei ihrem Onkel, der in der kanadischen Wildnis Wölfe und Bären erforscht, will sie endlich vergessen, was ihr im letzten Frühjahr passiert ist. Doch dann verschwindet ihr Onkel spurlos und vor ihrer Blockhütte steht plötzlich ein verletzter junger Mann namens Luke. Jana hat keine Wahl: Sie muss Luke vertrauen. Denn nur gemeinsam werden sie einen Weg aus der Wildnis finden. Auf der tagelangen Wanderung durch die unberührte Natur British Columbias kommen sich Jana und Luke langsam näher. Jana ahnt nicht, dass auch er vor etwas davonläuft …

Bild- und Textquelle: Ravensburger Buchverlag


Bibliografie

 

Erschienen: 21. August 2018
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Reihe: nein, Einzelband
Seiten: 320
Preis: Hardcover 14,99€, EBook 12,99€
ISBN: 978-3-473-47913-9
Weitere Informationen zu Das Glück an meinen Fingerspitzen direkt beim Ravensburger Buchverlag oder Amazon.de


Meine Meinung:

 

Bisher habe ich noch keine Bücher der Autorin gelesen, da ich ja eigentlich im Fantasygenre unterwegs bin. Aber das Cover und auch dieser mysteriös interessante Klappentext hatten schon seit der Enthüllung eine gewisse Anziehungskraft auf mich. Und manchmal braucht man doch auch mal etwas anderes.
Eigentlich habe ich mir von „Das Glück an meinen Fingerspitzen“ einen leichten und auch unterhaltsamen Roman zum Abschalten gewünscht, doch bekommen habe ich etwas ganz anderes. Etwas so intensives, dass ich wirklich nur begeistert bin.
Bereits auf den ersten Seiten verlor ich mich in der Geschichte und wollte nicht mehr aufhören zu lesen.

Julie Leuze entführt uns in die Wildnis Kanadas und zaubert atemberaubende Bilder in unsere Köpfe. Die raue und gefährliche Natur hat sie sehr detailreich und bildhaft beschrieben, so dass genau die richtige Mischung entstand um sie in die Köpfe der Leser zu zaubern und ein wunderschönes Setting zu schaffen. Das hat mir unheimlich gut gefallen.
Genauso wie der Schreibstil. Innerhalb von wenigen Augenblicken ist es Julie Leuze gelungen, mich komplett gefangen zu nehmen. Er ist so mitreißend, spannend und auch emotional. Einfach die perfekte Mischung.
Die Geschichte selbst bietet mehr als man zu Beginn erwartet, zumindest war es bei mir so. Wir begleiten kapitelweise abwechselnd die beiden Hauptfiguren Jana und Luke in der Ich-Form, so dass ich eine besonders intensive Bindung zu den beiden aufbauen konnte.

Bereits zu Beginn merkt man, dass beide ihr Päckchen zu tragen haben. In beider Vergangenheit sind Dinge geschehen, die sie verändern haben und gegen die sie immer noch kämpfen. Das hat auch eine andauernde Spannung und Tragik geschaffen, die mich wirklich mitgerissen hat. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Jana flüchtet vor ihrer Vergangenheit zu ihrem Onkel und ihrer Tante um wieder zu sich selbst zu finden und landet mitten in der Wildnis.
Luke sucht das Abenteuer um sich abzulenken und strandet eben auf der Forschungsinsel, auf der Jana mit ihrem Onkel lebt.
Dass beide aufeinander treffen, war natürlich keine Überraschung und auch nicht die Liebesgeschichte, aber darauf lag auch nicht der Fokus.

Der Fokus liegt allein auf den beiden Charakteren Jana und Luke, die sich plötzlich nicht nur mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen müssen, sondern auch miteinander in einer mehr als rauen und gefährlichen Situation. Ich fand es so unheimlich tragisch, zu erfahren, was beide erleiden mussten, und zu sehen, wie sie daran langsam zugrunde gingen. Hautnah zu erleben, wie Menschen anderen schaden können, ob bewusst oder unbewusst. Das war wirklich so einnehmend und emotional, einfach toll. Und die Autorin hat beiden die benötigte Tiefe geschenkt, so dass man vollkommen mitfühlen konnte.

Deswegen freute es mich auch, dass die Liebesgeschichte wirklich nicht im Vordergrund stand. Auch die hat mir zwar gefallen, sie passt so perfekt zur Geschichte, aber sie ist doch auch recht kitschig. Und in dieser Sache waren die Charaktere auch etwas anstrengend, was durchaus zu ihrem jeweiligen Situationen passt, mich aber doch etwas nervte.
Aber das ist wirklich nur ein kleiner Kritikpunkt, denn im Ganzen gesehen, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen.

 

Mein Fazit:

 

Das Glück an meinen Fingerspitzen von Julie Leuze ist eine tiefgründige und bewegende Geschichte zweier junger Menschen, die sich, von ihrer Vergangenheit geprägt, verloren haben und wieder zu sich selbst finden müssen. Passend dazu hat die Autorin eine wunderschöne atmosphärische Kulisse in der rauen kanadischen Wildnis geschaffen. Alles vereint sich zu einer einnehmenden Story, die zum Nachdenken anregt und mich bis auf kleine Kritikpunkte wirklich begeistern konnte.

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