Das verwunschene Schloss von Irene Zimmermann

Das verwunschene Schloss von Irene Zimmermann

|Werbung| Das verwunschene Schloss wurde mir durch den Ueberreuter Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen, dabei ist die Idee so toll.

Das verwunschene Schloss
Von Irene Zimmermann

Das verwunschene Schloss von Irene Zimmermann
Umzug auf ein richtiges Märchenschloss? Was traumhaft klingt, ist für die 13-jährige Linda ein Graus, denn besagtes Märchenschloss liegt in absoluter Einöde. Einziger Hoffnungsschimmer ist, dass mit dem Umzug die mysteriösen Anrufe aufhören, die Linda seit einiger Zeit jede Nacht um Punkt Mitternacht aus dem Schlaf reißen. Doch weit gefehlt: In dem Schloss scheint einiges nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Weitere mysteriöse Anrufe zu später Nachtstunde, sprechende Steinfiguren und eine verschwundene Brunnenstatue sind erst der Beginn eines geheimnisvollen Abenteuers. Zum Glück findet Linda tatkräftige Unterstützung in dem süßen Jakob aus ihrer neuen Klasse …

Bild- und Textquelle: Ueberreuter Verlag


Bibliografie

Erschienen: 16. August 2019
Verlag: Ueberreuter
Seiten: 192
Preis: Hardcover 12,95€, EBook 9,99€
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-7641-5164-5
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Das verwunschene Schloss von Irene Zimmermann
Meine Meinung:

Mittlerweile wisst ihr ja, dass ich auch unheimlich gerne Kinderbücher lese und schaurigen Geschichten über alte Schlösser und Legenden nicht widerstehen kann. So musste ich natürlich auch “Das verwunschene Schloss“ von Irene Zimmermann lesen. Doch leider muss ich sagen, dass mich die Umsetzung so gar nicht begeistern konnte, auch wenn ich die Grundidee unheimlich toll finde.

Lobend erwähnen will ich hier am Anfang aber erstmal das Cover und den Innenaufbau des Buchs. Jede einzelne Seite ist hier nämlich verziert und das alleine fand ich wunderschön. Auch passt das Cover eigentlich perfekt zur Geschichte, denn ist sie selbst düster angehaucht und zum Gruseln.

Oder besser gesagt, wäre sie. Und das finde ich so, so schade, denn die Grundidee der Autorin ist wirklich toll und es hätte so ein geniales Buch werden können.
Allein der Stil ist zum Lesen, auch gerade für die Zielgruppe, sehr angenehm. Er ist einfach, umgangssprachlich und schön flüssig. Da habe ich rein gar nichts auszusetzen.

An der Idee der Geschichte übrigens auch nicht, denn im Grunde ist es das, was ich wollte: die 13jährige Linda ist zunächst wenig begeistert, dass ihr Vater ein altes Schloss mitten im Niemandsland ersteigert hat. Aber sie ist doch froh, von den mitternächtlichen gruseligen Anrufen nicht mehr gestört zu werden, die sie im alten Zuhause über sich ergehen lassen musste. Sie konnte ja nicht wissen, dass auf dem Schloss der Legende nach ein alter Fluch liegt und sie als letzte Hilfe auserkoren wurde.

Das war es dann aber auch schon größtenteils, das mich begeistern konnte. Dabei war der Anfang echt noch richtig gut. Die Geschichte ist zwar nie ausführlich, aber wir erleben das schöne atmosphärische Schloss, die Umgebung, die dubiosen Zwischenfälle beim Einzug und dann auch noch ein sprechender Wasserspeier. Ich hatte echt das Gefühl, dass das genau meine Geschichte wird.
Aber je weiter ich gelesen habe, umso mehr sank meine Laune. Mittlerweile waren wir nämlich schon bei der Hälfte dieses kurzen Buches und eigentlich ist noch nicht groß etwas passiert und es fehlte noch so einiges zur Auflösung.
Das kam dann auch alles, aber in so einem Zeitraffer und derart zusammengestaucht, dass ich einfach keine Freude mehr am Lesen hatte.

Diese Geschichte hätte wirklich deutlich mehr Raum benötigt und bietet das Potential. Ich verstehe nicht wirklich, warum man das dann so kurz zusammenstückeln muss. Das erweckt bei mir immer etwas den Eindruck, dass die Autorin schnell ein Buch schreiben wollte, aber sich der Geschichte und den Charakteren nicht zu sehr widmen wollte. Für mich ist alles etwas schludrig und unausgereift. Es passiert so viel und das immer super knapp zusammengefasst. Für mich einfach enttäuschend in der Umsetzung, weshalb ich auch keine Leseempfehlung gebe.

Mein Fazit:

„Das verwunschene Schloss“ von Irene Zimmermann konnte mit der Grundidee voll bei mir punkten, mit der Umsetzung allerdings gar nicht. Diese fantasievolle Geschichte hat viel zu wenig Platz um sich richtig zu entfalten. Alles ist kurz zusammengestaucht, vor allem gegen Ende und erweckt bei mir den Eindruck, einfach schnell etwas abzuliefern. Für mich ist das Buch in der Umsetzung eine Enttäuschung, obwohl die Geschichte so schön hätte sein können .Ich kann leider keine Leseempfehlung geben.

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