Spellslinger – Karten des Schicksals von Sebastien De Castell

Spellslinger – Karten des Schicksals von Sebastien De Castell

|Werbung| Spellslinger wurde mir durch die dtv Verlagsgruppe als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Auch wenn ich das Buch wirklich süß fand, konnte es mich nicht richtig begeistern.

Spellslinger – Karten des Schicksals

Von Sebastien De Castell

Spellslinger

Magie ist auch nur Trickserei. Zumindest größtenteils …
Kellen wird bald 16 und steht kurz vor seiner Magierprüfung. Das Problem ist, dass seine Kräfte Stück für Stück schwinden. Und das noch viel größere Problem ist, dass er vom Sohn des mächtigsten Clan-Lords zum Diener absteigen würde, wenn er durchfällt! Doch so schnell gibt er nicht auf. Während andere mit Elementen zaubern, spielt Kellen geschickt mit Worten. Bisher hat er sich so durchs Leben getrickst – und gewinnt sogar sein erstes Duell, auch wenn er dabei fast draufgeht. Glücklicherweise erscheint genau in diesem Moment eine Fremde, die ihn ganz ohne Magie wiederbelebt. Zusammen stoßen die beiden auf Intrigen, die alles infrage stellen, woran Kellen je geglaubt hat.

Bild- und Textquelle: dtv Verlagsgesellschaft


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 21. Februar 2020
Verlag: dtv
Reihe: Band 1 von 6
Seiten: 416
Preis: Hardcover 16,95€, EBook 14,99€
ISBN: 978-3-423-76276-2
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Weitere Informationen zu Spellslinger direkt bei dtv oder Amazon.de

Spellslinger

Meine Meinung:

 

Bei Spellslinger von Sebastien De Castell hat meine innere Coverbitch wieder voll zugeschlagen, das muss man leider so sagen. Und dieses Cover in Verbindung mit dem Schlagwort Magier machten das Buch einfach zu einem absoluten Must Read für mich. Relativ schnell merkte ich allerdings, dass es kein Highlight für mich werden wird. Denn auch wenn ich die Geschichte an sich echt unterhaltsam, überraschend und süß fand, war sie mir im Endeffekt doch zu kindlich und ich hatte so meine Probleme mit dem Prota Kellen.

Der 15jährige Kellen steht vor einem riesigen Problem. Bis zu seinem Geburtstag muss er seine 4 Prüfungen ablegen, um zu beweisen, dass er auch zu den Magiern seines Volkes gehört oder für immer als Diener verdammt ist. Dumm nur, dass sich seine Magie eher als schwächlich abzeichnet und ihm das größte Unheil droht. Bis die Fremde Ferius plötzlich auftaucht und ihm lehrt, was wahre Magie bedeutet. Plötzlich sieht er alles in einem anderen Licht und kommt dem dunkelsten Geheimnis seines Volkes immer näher.

Was mich an Spellslinger wohl mit am meisten gestört hat, war der Stil des Autors. Er schreibt herrlich einfach und leicht, so dass man es wirklich schnell lesen kann. Aber auch mit einer Art Humor, die nicht meiner ist. Humor ist ja immer Geschmacksache und mir war es hier einfach zu viel und zu flapsig. Dadurch konnte mich die Geschichte überhaupt nicht packen oder für sich einnehmen. Teils langweilte ich mich leider sogar, wenn Kellen wieder ein seiner persönlichen Probleme bewältigen muss.

Leider muss ich nämlich sagen, dass mir die Charakterzeichnung von Kellen gar nicht zusagte. Für seine 15 Jahre war er mir viel zu kindlich und weinerlich. Ich konnte die Figur einfach nicht ernst nehmen. Dazu kam natürlich seine Tollpatschigkeit und sein Unvermögen für Magie, was mich zum Glück aber amüsieren konnte. Ihr kennt das ja, wenn man den Prota nicht mag, kann die Geschichte nicht punkten. Kellen macht zwar eine Wandlung im Buch durch, aber wirklich glaubhaft war sie für mich nicht, auch wenn er nicht mehr so schwer zu ertragen war.

Allerdings muss ich auch sagen, dass mir als Charaktere Ferius und Reichi am Besten gefallen haben. Die konnten mich überzeugen, von ihrer Art und ihrem Verhalten. Allerdings müsst ihr die selbst kennenlernen. :)

Die Geschichte an sich ist wirklich gut durchdacht und steckt voller Überraschungen. Vor allem gegen Ende herrscht Hochspannung und eine Enthüllung jagt die Nächste. Das hat mir wirklich gut gefallen, änderte aber leider nichts an meinem Grundproblem: die Geschichte konnte mich nicht packen und mitreißen. Dennoch fand ich gerade die Magie und die Ideenvielfalt wirklich gelungen. Zwischendurch war der Verlauf etwas offensichtlich, aber es ist ein Buch für jüngere Leser, da erwarte ich keine komplexe, undurchschaubare Handlung. Auch die Botschaft, die Ferius mit ihrer Art Magie übermittelt, fand ich großartig. Wirklich schade, dass mir die Hauptfigur so gar nicht zusagte und damit das Buch zum Scheitern verurteilt war.

Das liegt bei mir aber allein an dem flapsigen Humor und der Charakterzeichnung von Kellen, deswegen solltet ihr euch nicht davon aufhalten lassen. Für mich war Spellslinger lediglich eine nette Unterhaltung für Zwischendurch, um Abschalten zu können. Das heißt aber nicht, dass es euch genauso gehen muss.

 

Mein Fazit:

 

Sebastien De Castell konnte mich mit Spellslinger leider nicht überzeugen. Die Welt und die Magie, die er entwickelt, haben mir zwar richtig gut gefallen und auch die Geschichte steckt voller Überraschungen, aber seine Art des Schreibens war nicht meins. Genauer gesagt sein Humor. Mir war alles etwas zu flapsig und überzogen. Der Hauptcharakter Kellen konnte bei mir mit seiner weinerlichen Art leider keine Sympathiepunkte sammeln, weshalb die Geschichte auch nicht bei mir punkten konnte. Dennoch war es für Zwischendurch eine nette Unterhaltung.

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