Blue Sky Black – Ohne Dunkelheit keine Sterne von Johanna Danninger

Blue Sky Black – Ohne Dunkelheit keine Sterne von Johanna Danninger

|Werbung| Blue Sky Black wurde mir durch den Carlsen Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Für mich war es allerdings nur ein nettes Buch für Zwischendurch.

Blue Sky Black – Ohne Dunkelheit keine Sterne
von Johanna Danninger

Blue Sky Black von Johanna Danninger

**Wenn die Hoffnung stirbt, dann kämpfe, um zu lieben**
In Milas Leben ist nichts mehr so, wie es früher war. Durch eine Reihe von Naturkatastrophen ist die Welt zu einem feindlichen Ort geworden und Mila muss in ihrer neuen Heimat Kanada allein für sich sorgen. Wo sie hinschaut, gibt es keine Hoffnung mehr. Bis eines Tages ein junger Mann in ihr Leben tritt und alles verändert. Doch es stellt sich heraus, dass er nicht der ist, der er zu sein vorgibt. Und dass nur sie beide die Welt – und einander – retten können …

Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag


Bibliografie:
Erscheinungsdatum: 03. September 2020
Verlag: Carlsen
Reihe: nein
Seiten: 384
Preis: Softcover 14,00€, EBook 4,99€
ISBN: 978-3-551-58435-9
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Weitere Informationen zu Blue Sky Black direkt bei Carlsen oder Amazon.de

Blue Sky Black – Ohne Dunkelheit keine Sterne von Johanna Danninger

Meine Meinung:

 

Von Johanna Danninger habe ich schon einige Bücher gelesen und mag ihren Stil sehr, weswegen ich auch unbedingt ihre neue Dystopie „Blue Sky Black“ lesen musste. Auch wenn mir hier die Grundidee mehr als zusagte, konnte es mich in der Umsetzung nicht ganz überzeugen. Dazu aber nachher mehr.

Der Einstieg in das Buch war absolut genial. Wir erleben die Entstehung der dystopischen Welt, die uns Johanna Danninger live miterleben lässt und das ist echt grandios. Richtig einnehmend und bildgewaltig. Direkt im Anschluss hüpfen wir 2 Jahre im Verlauf und erleben Milas neues Leben, und das der Rest der Welt. Ein hartes Leben in einer schneebedeckten Landschaft. Eine weltübergreifende Regierung, die die Menschen in Safetowns sammelt oder ihnen das selbstständige Leben außerhalb ermöglicht, mit recht knappen Nahrungstransporten. Mila hat sich für das Leben außerhalb entschieden, um bei ihrem Großvater bleiben zu können und sich einer Gemeinschaft angeschlossen, die gemeinsam um ihr Überleben kämpft. Bis eines Tages der schwer verwundete Logan in ihrer Gemeinde auftaucht und ihr plötzlich die Schattenseiten des neuen Systems aufzeigt. Und dass die Regierung ihre ganz eigenen, erschreckenden Pläne mit der Bevölkerung hat. Ein Kampf gegen das Regime beginnt.

Ja, diese Dystopie hat alle Grundelemente, die ich unheimlich liebe. Auch die Idee hinter „Blue Sky Black“ hat mir richtig gut gefallen. Die meiste Zeit ist alles auch wirklich spannend umgesetzt, bis auf den Mittelteil, der für mich etwas zäh war. Für mich gibt es allerdings zwei Punkte, weshalb dieses Buch für mich am Ende nur nett für zwischendurch war.
Zum einen wären da die Details und die Umsetzung an sich. Wir bekommen zwar einen sehr guten Einblick in die aktuelle Situation und alles ist für mich nachvollziehbar, aber mir fehlt das mehr. Ich hätte einfach gerne noch mehr erfahren, vor allem über die Organisation, in der sich Mila aufhält. Wir erhalten immer nur sehr kurze Einblicke in die Pläne und schon geht es los. Und mir gelingt auch alles zu einfach. Das macht es für mich doch teilweise echt etwas langweilig. Die Story hat echt Potential, aber mir ist alles zu sehr zusammengedrückt, als dass sich dieses richtig entfalten könnte. Merkt man auch, als die Geschichte plötzlich nochmal im Verlauf springt. Es ist einfach zu wenig Platz da. Der rote Faden ist da und alles ist wirklich gut durchdacht, nur konnte es mich in dieser Umsetzung leider nicht überzeugen. Da wurde es mir auch ziemlich schnell zu offensichtlich. Weil auch alle Überraschungen und Wendungen zwar aus dem Nichts auftauchten, aber auf der nächsten Seite schon gelöst waren. Echt schade.

Mein anderer großer Kritikpunkt sind die Charaktere selbst. Für mich wurde keiner richtig greifbar, was aber auch auf die doch knappe Geschichte zurückzuführen ist. Die Grundstory von „Blue Sky Black“ ist für mich einfach zu enorm, um sie auf diese wenigen Seiten zu bannen. So bleibt natürlich nicht viel Zeit, auch die Charaktere kennenzulernen. Man erlebt sie zwar in ihren jeweiligen aktuellen Situationen, aber das war mir zu wenig.
Genauso wie die Liebesgeschichte. Wie aus dem Nichts ist sie plötzlich da und man spricht sofort von großer Liebe. Auch das ging mir viel zu schnell. Dabei hätte auch diese so schön sein können und ist auch recht wichtig für die Geschichte, auch wenn sie wirklich schön unaufdringlich eingearbeitet ist. Für mich war das zwar nachvollziehbar, aber nicht spürbar.

Ihr seht also, im großen Ganzen gefällt mir „Blue Sky Black“ richtig gut, zumindest die Idee dahinter. Allerdings ist die Umsetzung nicht nach meinem Geschmack. Mir fehlt die Ausarbeitung der Charaktere und der Handlung selbst. Hier ist mir alles auf viel zu wenigen Seiten zusammengedrückt, was der Geschichte keinen Raum zum Entfalten und wirken lässt. Gelesen habe ich das Buch schnell, denn der Stil ist klasse, einen bleibenden Eindruck konnte sie allerdings nicht hinterlassen. Und das finde ich hier echt richtig schade, denn das Potential ist definitiv da. Für mich dieses Mal nur leider nicht ausgeschöpft.

Mein Fazit:

 

Auch wenn ich die Bücher von Johanna Danninger echt mag, konnte sie mich mit „Blue Sky Black“ leider nicht wirklich überzeugen. Ihren Stil und die Grundidee finde ich allerdings mega. Mein großes Problem war dieses Mal die Umsetzung. Mir ist diese Geschichte viel zu sehr gekürzt zusammengefasst und auf zu kleinem Raum geschrieben. Weder die Charaktere noch das Szenario kamen richtig bei mir an, so dass ich mitfiebern konnte. Und das obwohl es etliche Überraschungen gab, aber die waren mir alle zu schnell gelöst. Alles ist nachvollziehbar und gut durchdacht, nur kann es sich für meinen Geschmack nicht entfalten. Deshalb ist es für auch nur ein nettes Buch für zwischendurch geworden, was ich hier mehr als schade finde. Das Potential ist definit da, nur wurde es dieses Mal nicht ausgeschöpft.

(Meine Bewertung: 3 Sterne)

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