Federn über London 2 – Irreführung von Sabine Schulter

Federn über London 2 – Irreführung von Sabine Schulter

|Werbung| „Federn über London 2“ wurde mir durch die Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Für mich war der Band etwas schwächer als der Vorgänger, aber immer noch lesenswert.

Federn über London 2 – Irreführung

Von Sabine Schulter

Federn über London 2 – Irreführung Von Sabine Schulter

Bist du bereit für die Unterwelt Londons?
Völlig unerwartet erhält Clear ihren ersten Schub und steigt zu einem Engel des zweiten Trimesters auf. Zuerst erleichtert sie das, denn es bedeutet, dass sie gemeinsam mit Ease und den anderen Todesengeln die Seelen Verstorbener einsammeln kann.
Doch London ist in Aufruhr und die Vermutung, dass das dunkle Nichts Jagd auf Clear und ihre Kollegen macht, birgt große Gefahren. Niemand weiß, wer den Jäger aufgeschreckt hat, aber ein Hinweis führt sie direkt in die Tiefen der Unterwelt. Zusammen mit ihren Kollegen und dem gefallenen Engel Daimion begibt sich Clear dorthin, ohne zu merken, dass die Lösung vieler Rätsel direkt vor ihr liegt.

Bild- und Textquelle: Sabine Schulter


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 10. Februar 2021
Reihe: ja, Band 2 von 3
Verlag: ohne
Seiten: 408
Preis: Hardcover 22,99€, Softcover 13,99€, EBook 4,99€ oder Kindle Unlimited
ISBN:     978-3-7526-2049-8
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Weitere Informationen zu „Federn über London 2“ direkt bei Sabine Schulter, Thalia oder Amazon.de

Federn über London 2 – Irreführung Von Sabine Schulter

Meine Meinung:

 

Nachdem mich Sabine Schulter bereits mit dem Auftakt ihrer „Federn über London“ Reihe ködern konnte, fieberte ich der Fortsetzung entgegen. Auch diese hat mir gefallen, auch wenn ich sie insgesamt schwächer fand, was vor allem an der für mich fehlenden Spannung liegt.

Und das geht leider direkt zu Beginn los. Wir starten sehr langsam und bekommen nochmal eine schön eingebaute Zusammenfassung, was denn in Band 1 alles geschehen ist. Normalerweise mag ich sowas unheimlich. Dazu sollten die Bände aber doch etwas weiter auseinander liegen, so dass ich wirklich eine Auffrischung benötige und vor allem sollte es dann doch nicht ganz so ausführlich sein. Denn bis es wirklich losgeht, war ich schon bei knapp der Hälfte des Buches. Davor passiert für mich an Spannung leider nicht viel.

Aber es lohnt sich definitiv durchzuhalten, denn ab da kann die Geschichte einfach nur punkten. Die Todesengel haben den Auftrag bekommen, das Unheil zu erkunden, das sich über sie gelegt hat und das führt sie direkt in die Unterwelt. Natürlich ist auch hier wieder alles anders, wie man es sich vorstellen würde und das hat mir richtig gut gefallen. Das Setting kann also voll punkten. Jedoch wird hier die Spannung auch nur gemächlich aufgebaut, was mich doch etwas störte.

Richtig gut gefallen hat mir, dass wir etliches an Informationen über das System der Engel, den Vellas und der Unterwelt erhalten. Und zu den Engeln als Charakteren selbst. Auch dass Daimion zu den Hauptcharakteren gerutscht ist, hat mich riesig gefreut, ich mag den Kerl unheimlich.

Bei den Todesengeln bin ich, ehrlich gesagt, zwiegespalten. Für mich will sich einfach nicht das Bild der Todesengel im Kopf einstellen. Ich mag die Truppe, vor allem Black und Ease. Ich liebe deren Wortwitz, deren Geplänkel untereinander und die Charaktere sind so wunderbar gezeichnet. Allerdings sind sie mir alle zu soft und glatt, wenn ihr versteht, was ich meine. Ich habe bei Charakteren gerne Ecken und Kanten oder auch mal unlösbare Probleme. Das ist reine Geschmackssache, aber deutlich düsterer dürften sie in meiner Vorstellung sein. Vor allem Clear finde ich etwas langweilig, da ihr doch alles auf Anhieb gelingt. Da fehlt mir etwas der Anreiz, auch wenn ich sie alle echt mag. Was ich allerdings gar nicht mag und ich hoffe wirklich sehr, dass das, was sich in der Liebesgeschichte andeutet, nicht wirklich stattfinden wird. Denn das ist für mich schlichtweg ein großes Aus. Bisher ist sie noch nicht wirklich präsent und schön dezent eingearbeitet, aber es werden Dinge angedeutet, die ich einfach nicht leiden kann und auch nicht lesen will. Mehr sage ich dazu mal nicht und lass mich überraschen, wo die Reise hingeht. Das ist aber, wie gesagt, zum Glück nur sehr am Rande bisher.

Ein kleinerer Kritikpunkt von mir noch ist, dass mir hier in diesem Band der Knall fehlt. In „Federn über London 2“ besteht die Aufgabe der Todesengel darin, den Übeltäter für das Chaos ausfindig zu machen. Ab einem gewissen Zeitpunkt wusste ich, wer derjenige ist, was für mich in Kombination mit der wenigen Spannung, nicht so schön war. Hier in Band 2 wurden mir einfach zu viele gute Ansätze etwas verschwendet, echt schade.

Dafür gipfelt alles in einem enorm spektakulären Finale. Mir fehlt auch hier etwas der Bumms, weil, wie oben schon erwähnt, Clear eine Position einnimmt, die ich etwas langweilig finde. Dennoch ist hier Spannung und Action en masse. Es endet dieses Mal nicht in einem mega fiesen Cliffhanger. Jedoch lässt das Ende auf einen richtig actionreichen nächsten Band hoffen, das es für mich auch etwas nötig hat. Ich freue mich jedenfalls darauf.

Mein Fazit:

 

In „Federn über London 2“ von Sabine Schulter lernen wir Londons Unterwelt kennen und begeben uns auf die Suche nach dem Übeltäter für all das Chaos, das die Todesengel auszubaden haben. Das Setting hat mir richtig gut gefallen und auch, dass wir tiefer in die Welt der Engel eintauchen. Insgesamt fand ich diesen Band aber etwas schwächer als den Vorgänger, auch weil mir etwas die Spannung fehlte und mir einiges zu glatt läuft. Dennoch ist er sehr lesenswert und ich freue mich schon auf den nächsten Band, der hoffentlich in einem richtigen Knall endet. Von mir gibt es dieses Mal 3,5 Sterne mit Tendenz zu 4, da ich doch einige Kritikpunkte habe, auf den gängigen Portalen 4 Sterne.

 

Hier lest ihr nochmals meine Meinung zum Auftakt:

Federn über London – Erwachen von Sabine Schulter

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