Das Jahr der Hexen von Alexis Henderson

Das Jahr der Hexen von Alexis Henderson

|Werbung|Das Jahr der Hexen wurde mir durch den Festa Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Eine mitreißende Geschichte über eine junge Frau, die an das Gute glaubt.

Das Jahr der Hexen

Von Alexis Henderson

   Das Jahr der Hexen  Von Alexis Henderson

Ein atemberaubender Roman über eine junge Frau, die in einer unerbittlich puritanischen Gesellschaft lebt und dunkle Kräfte in sich entdeckt.
In Bethel ist das Wort des Propheten Gesetz. Allein Immanuelles bloße Existenz durch die Liebe ihrer Mutter zu einem Fremden ist Gotteslästerung.
So wie alle anderen Frauen in der Siedlung führt Immanuelle ein Leben der Unterwerfung und absoluten Hingabe.
Doch dann betritt sie die verbotenen Dunklen Wälder, die Bethel umgeben. Sie werden von den Geistern von vier Hexen heimgesucht. Diese machen Immanuelle ein außergewöhnliches Geschenk: Das Tagebuch ihrer verstorbenen Mutter …
Fasziniert von den geheimnisvollen Aufzeichnungen, fällt es Immanuelle schwer zu verstehen, weshalb sich ihre Mutter mit den mächtigen Hexen verbündete. Bis sie die grausame Wahrheit über den Heiligen Krieg des ersten Propheten erfährt, bei dem unzählige Frauen und Mädchen missbraucht, gefoltert und verbrannt wurden.

Bild- und Textquelle: Festa Verlag


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 21. Mai 2021
Reihe: nein
Verlag: Festa
Seiten: 528
Preis: Hardcover 19,99€, EBook 5,99€
ISBN: 978-3-86552-911-4
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   Das Jahr der Hexen  Von Alexis Henderson

Meine Meinung:

 

Dem Thema Hexen kann ich mich einfach nicht entziehen und vor allem nicht, wenn sie auch noch im Festa Verlag erscheinen. Doch muss ich leider sagen, auch wenn ich am Ende gut mit „Das Jahr der Hexen“ klarkam und mich die Geschichte mitreißen konnte, bin ich doch auch etwas enttäuscht, denn erwünscht hatte ich mir etwas anderes.

Es dauerte einige Zeit, bis ich mit dem Buch klarkam, denn der Stil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig. Sie hat eine Vorliebe für komplizierte Schachtelsätze, die ich teils doppelt lesen musste oder es dann einfach gelassen habe. Ich habe mich nach einiger Zeit darin eingefunden und als die Geschichte endlich ihre Spannung fand, lies sie sich einfach weglesen. Auch wenn ich hier eine Ich-Perspektive besser gefunden hätte, das bringt mir die Charaktere einfach immer näher.

Wirklich lange Zeit passiert in „Das Jahr der Hexen“ nichts. Wir lernen Immanuelle kennen und ich war am Anfang verwirrt, wie unselbständig sich doch ein 16jähriges Mädel verhalten kann. Aber es ist schnell erklärt, denn wir leben in einer von Männern und Religion bestimmten Welt. Fast schon sektenhaft. Abgeschnitten von dem Rest der Welt, in dem Städtchen Bethel. Immanuelle lebt die Traditionen, unterwirft sich und ist demütig. Und dennoch kann sie sich der Anziehungskraft des verbotenen Dunklen Waldes nicht entziehen, in dem die Hexenkönigin leben soll. Und dieser Versuchung konnte schon ihre Mutter nicht widerstehen. Doch ahnt sie nicht, was sie auslöst, als sie den Wald eines Tages betritt….

Ja, ich muss sagen, ich habe von diesem Buch viel mehr erwartet. Weniger das sittsame Leben, das mich echt teils wütend machte und diese machtgierigen Männer. Mehr Hexensachen eben. Das erste Drittel plätschert irgendwie vor sich hin, vor allem, weil es der Autorin auch nicht gelingt, mir ihre Welt zu veranschaulichen. Alles ist irgendwie blass. Nur das System ist präsent und das ist wirklich abstoßend.

Als Immanuelle das Tagebuch ihrer Mutter findet, wird es endlich spannend und es steigert sich mehr und mehr, wenn auch immer kleinere Durststrecken zu bewältigen sind. Faszinierend fand ich die Geschichte immer, aber ich habe eben irgendwie mehr erwartet. Aber ich bekam endlich zum Teil, das, was ich wollte, auch wenn das große Finale etwas schnell abgehandelt ist. Das fand ich dann wieder etwas dürftig. Aber ich muss gestehen, dass mir die Hexen etwas zu fantastisch waren, bei der Geschichte hätte ich mir doch etwas Realeres erwünscht.

Dennoch konnte mich diese spezielle Geschichte mitreißen, auch wenn sie mich durch die Erzählweise nicht ganz so emotional getroffen hat. Ich fand Immanuelle aber dennoch eine absolut starke Persönlichkeit, die für ihre eigene Gerechtigkeit kämpft. Und das in dieser Welt, das fand ich absolut packend.

Ihr seht, auch wenn ich etwas anderes bekommen habe, als ich wollte, konnte das Buch trotz der für mich genannten Schwächen überzeugen. Wer aber Thrill, Horror und viel Hexen sucht, ist hier definitiv falsch aufgehoben.

Mein Fazit:

 

Von „Das Jahr der Hexen“ habe ich etwas ganz anderes erwartet und wurde in Sachen Hexen doch etwas enttäuscht. Am Ende konnte mich Immanuelles Geschichte zwar überzeugen, aber es dauerte, bis ich mit ihr warm wurde. Sowohl vom Stil als auch der etwas blassen Umsetzung. Im Endeffekt ist es die Geschichte einer jungen Frau, die für ihre eigene Gerechtigkeit kämpft und dabei das Thema Hexen anreißt, in einer sektenähnlichen Lebensgemeinschaft. Es fehlt etwas Spannung und Thrill, aber mitreißen konnte mich die Geschichte am Ende dann doch. Deshalb gerade noch so 4 Sterne, aber nur eine bedingte Leseempfehlung.

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