[Geplauder] Rechtschreibfehler in Büchern

[Geplauder] Rechtschreibfehler in Büchern

Hallo ihr Lieben,

starten wir doch mal mit etwas Geplauder in den 1. Mai. Bei uns regnet es, da geht bestimmt niemand groß auf Tour, ich selbst muss ja nachher noch in den Nachtdienst und werde bis dahin einfach lesen. Vielleicht habt ihr ja Lust mit mir zu Quatschen, denn heute geht es um ein Thema, das bei mir teilweise zu Haare raufen führt:

Rechtschreibfehler in Büchern

Bildquelle: pixabay.com

Mich würde interessieren, wie ihr dazu steht. Stört euch das, überlest ihr sie, brecht ihr sogar Bücher ab, wenn sich die Fehler häufen?
Jetzt erzähle ich euch aber, was ich dazu zu sagen habe.

Ich gebe zu, ich bin da etwas extremer. Rechtschreibfehler treiben mich manchmal echt in den Wahnsinn, aber da kommt es auf den Grad der Fehler an. Ich denke, ich finde auch jeden, denn generell stört mich das richtig im Lesefluss. Ihr dürft euch das so vorstellen: ich fliege durch die Seiten, bin komplett gefesselt von der Geschichte, will unbedingt wissen, wie es weitergeht und dann ist er da, der böse Rechtschreibfehler. Selbst wenn es nur ein kleiner Buchstabendreher ist oder ein Buchstabe fehlt, ich bleibe daran hängen und werde sofort im Lesefluss gestoppt. Kurzes Schulterzucken und weiter geht es. Sie stören mich nicht so sehr, aber ich nehme sie zur Kenntnis und sie sind auch etwas ärgerlich.
Ich kann euch auch gar nicht sagen, warum das so ist, es stört mich wirklich nur in Büchern. Bei Blogbeiträgen oder sonstigem „Nichtkommerziellen“ ist mir das egal, ich mache ja selbst den ein oder anderen Fehler und Buchstabendreher. Mir fällt das ab und an bei älteren Beiträgen auf. Aber das ist ok, das finde ich menschlich. Niemand ist perfekt.
Bei Büchern sehe ich das irgendwie anders. Und vor allem finde ich, dass sich das in den letzten Jahren verschlimmert hat oder ich achte mehr darauf.
Was ich allerdings auch schon festgestellt habe, es ist verlagsabhängig, bei manchen kommt es mehr vor, bei manchen weniger. Aber klar, jeder Verlag hat sein eigenes Korrektorat. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich mit dieser Arbeit nicht auskenne, deswegen erzähle ich euch ja auch nur, was Rechtschreibfehler mit mir machen.
Ich habe sogar einen Verlag, dessen Name ich jetzt nicht nenne, gemieden, weil die Bücher nur so vor Fehler strotzten und auch viele doppelte Sätze vorhanden waren. Da hört es bei mir dann komplett auf, denn dafür ist mir mein Geld auch zu schade. Ich habe da immer das Gefühl, dass die Geschichten vom Haus aus nicht genug geliebt werden um sie (fast) perfekt zu machen. Und auch wenn ich sicher einige gute Geschichten verpasst habe, wollte ich keine Bücher mit vielen Rechtschreibfehlern.
Denn ab und an mal ein Buchstabendreher oder ein vergessener Buchstabe stören mich nicht, ich finde den Fehler, sehe ihn, aber das war es dann auch schon. Auch das Korrektorat in Verlagen ist nicht fehlerfrei, es sind auch Menschen.
Wenn sich die Fehler allerdings häufen, ich fast auf jeder zweiten Seite einen finde oder sich sogar Sätze wiederholen, dann habe ich das Buch auch schon abgebrochen. Oder ich erwähne es in der Rezension. Das hat dann zwar nichts mit der Geschichte oder der Arbeit des Autors zu tun, aber gerade wenn es ein Verlagsbuch ist, hat das Korrektorat schlampig gearbeitet und das erwähne ich dann immer, auch wenn es hierfür keinen Punkteabzug gibt. Aber das kommt zum Glück nur in sehr sehr seltenen Fällen vor.
Häufiger sieht man ja den kleinen Fehlerteufel, der in fast jeder Geschichte steckt. Und was ich an Negativem erwähnt habe, sind ja meist Ausnahmefälle.
Dennoch würde michinteressieren, wie ihr zu Fehlerchen in euren geliebten Büchern steht.
Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

Eure Kerstin.

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5 Gedanken zu „[Geplauder] Rechtschreibfehler in Büchern

  1. Hallo liebe Kerstin,
    habe eben auch ein Buch beendet, in dem mehrere Fehler waren, habe sie mir markiert. Wie handhabst du so etwas gibt´s du dem Autor dann Rückmeldung?
    Wenn sie sich nicht häufen, lese ich darüber hinweg, aber wenn es zu viele sind wird es echt anstrengend, besonders wenn dann der Sinn nicht mehr erkennbar ist.
    LG Sandra

    1. Huhu Sandra,

      Rückmeldung gebe ich eigentlich immer nur, wenn ich vorab oder testlese. Aber da stören Fehler ja auch nicht und werden meist noch ausgebessert. Bei fertigen Büchern kann man ja nichts mehr machen. Vielleicht wird es dann in der Neuauflage berücksichtigt. Aber ich habe bisher immer nur positive Erfahrungen wenn ich Autoren oder Verlage abgeschrieben habe und das mitgeteilt habe. Textstellen mit den Fehlern sind natürlich sehr hilfreich, ein ganzes Buch zu durchsuchen, dazu wird niemand Zeit haben.

      Liebe Grüße, Kerstin

  2. Guten Morgen,

    ich bemerke Rechtschreibfehler eigentlich auch fast immer und ja, mich reißt das ebenfalls raus. Ich hab gerade ein Testlese-Buch beendet und der Autorin alle Fehler, die ich entdeckt habe, geschickt (es war noch nicht im Korrektorat). Sonst schweige ich manchmal drüber und zucke ebenfalls mit der Schulter, aber wenn es vermehrt vorkommt, schreibe ich auch gern den Autor/die Autorin an und sage es ihnen. Meist sind sie sehr dankbar oder wissen es schon und haben es in der neuen Auflage geändert. Mir ist das aber auch bei einem bestimmten Verlag schon aufgefallen, dass das Korrektorat da nicht ganz sauber gearbeitet hat, was mich traurig macht und der Begeisterung den Büchern gegenüber einen argen Dämpfer verpasst. Es ist einfach schade.

    Natürlich können ein oder zwei Fehler durchrutschen. Da sagt auch niemand was. Aber wenn die Fehler sich auf fast jeder Seite wiederholen, wird es schon schlimm. Ein Buch hab ich deshalb aber noch nicht abgebrochen. Aber ich sage es ebenfalls in der Rezension dann.

    Liebe Grüße
    Denise

  3. Hallo Kerstin,
    ich bin hier ganz deiner Meinung. Ich selbst bin rechtschreibmäßig zwar bei Weitem nicht perfekt, und Kommasetzung wird immer ein Buch mit sieben Siegeln bleiben. Aber, ich erwarte, dass Bücher vernünftig korrigiert sind und mir keine Rechtschreibfehler über den Weg laufen. Ich finde nicht, dass es da Ausreden gibt, denn wir Leser bezahlen Geld für Bücher und damit haben wir das Recht auf eine einwandfreie Dienstleistung. Von uns wird auf der Arbeit ja auch Fehlerfreiheit erwartet. Warum sollte man da bei Büchern eine Ausnahme machen? Erschließt sich mir nicht. Ich habe durchaus schon Bücher von Selfpublishern gehabt, die vor Fehlern nur so wimmelten. Absolut respektlos in meinen Augen.
    Bei Blogs stören mich Rechtschreibfehler nicht. Für Blogger ist es ein Hobby und da muss man nicht fehlerfrei arbeiten.
    Abgebrochen habe ich wegen Fehlern noch nicht, aber ich habe es schon in einer Rezension bemängelt.
    Hab eine schöne Woche
    LG
    Yvonne
    #litnetzwerk

  4. Hallo Kerstin,

    ich stolpere über Rechtschreibfehler auch immer. Wenn es nur mal einer oder zwei sind, stört es mich nicht so sehr. Da lese ich einfach drüber. Wenn aber immer wieder in einem Buch Rechtschreib- oder auch Grammatikfehler sind, nervt mich das zunehmend. Manchmal so sehr, dass ich es dann auch in meiner Rezension erwähne. Häufig vorgekommen ist das zum Glück noch nicht, ganz im Gegenteil.

    Was mich bald noch mehr nervt als Rechtschreib- und Grammatikfehler sind Kommafehler. Woher das kommt, weiß ich selbst nicht genau, aber irgendwie haben es mir Kommata ganz besonders angetan. *lach*

    Allerdings gilt beides für mich wirklich nur bei Büchern. Zumindest größtenteils. Viele Fehler machen mich auch z.B. auf Blogs wahnsinnig – wozu gibt es die ganzen Rechtschreibkorrekturen? – aber da ist meine Toleranzgrenze deutlich höher.

    Liebe Grüße
    Sarah

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