Rezensionen nicht mehr erwünscht?!

Rezensionen nicht mehr erwünscht?!

Rezensionen

Rezensionen in der Buchwelt

Verlinkungen der Autoren, Umfang und der Rest

 

Hallo meine Lieben,

neulich ging ein Aufruhr durch die sozialen Medien als eine amerikanische Bestsellerautorin gepostet hat, dass man sie und andere Autoren doch bitte nicht mehr in Rezensionen verlinken solle. Das würde nerven. Ich war erst geschockt über diese Aussage, wie offensichtlich viele andere auch. Sie erklärte sich dann, dass sie negative Rezensionen damit meinte. Die will sie einfach nicht lesen und hat ihren Post daraufhin gelöscht. Das stimmt mich doch etwas nachdenklich. Denn einerseits sind Rezensionen so wichtig, positiv wie negativ. Jeder sagt, schreibt bitte Rezensionen egal in welcher Form. Und dann will man sie nicht mehr?!

Ich möchte mit euch darüber plaudern, was ihr von Rezensionen haltet, warum ihr sie schreibt oder nicht und ob ihr Autoren darin verlinkt. Dazu habe ich euch auch interessante Beiträge anderer Bloggerkollegen angehängt.

Der Wert von Rezensionen

 

Um es kurz zu fassen, ich habe folgende Meinung dazu: Rezensionen sind wichtig!

Ich liebe es, durch Rezensionen zu stöbern, bevor ich ein Buch kaufe und da ist es mir auch egal, ob ein Blogger diese Rezension geschrieben hat oder ein “normaler Leser”. Ehrlich gesagt, lese ich bei großen Onlineanbietern kurze, aussagekräftige Rezensionen lieber als ellenlange Bloggerrezensionen in denen am Besten dreimal der Klappentext wiederholt wird.

Dabei sage ich auch, dass JEDER Rezensionen schreiben darf und auch soll. Ich habe lange vor meiner Bloggerzeit schon Rezensionen veröffentlicht auf den großen Portalen und hatte meine Freude daran. Natürlich sehen meine jetzigen ganz anders aus, weil ich einfach mehr Erfahrung darin habe, aber sind deswegen meine alten Rezensionen schlecht? Nein! Denn auch da erzähle ich meinen Eindruck und meine Meinung zum Buch. Und genau das ist es, was ich lesen will, wenn ich auf der Suche nach neuem Lesestoff bin. Und um ganz ehrlich zu sein, ich liebe negative Rezensionen, solange sie sachlich und nicht beleidigend sind. Gerade deshalb habe ich schon einige Bücher gekauft, weil ich sagen konnte…aaaah, der mochte das und das nicht, das liebe ich aber…zack, gekauft.

Natürlich sollte man beim Rezensionen schreiben auch einiges beachten, wie Spoiler vermeiden. Hier könnt ihr euch meine Tipps nochmals anschauen: Rezensionen und was dazugehört – oder eben nicht


Autoren verlinken – ja oder nein?

 

Wenn ich jetzt mal von mir ausgehe, ich verlinke immer die Autoren und wenn es ein Rezensionsexemplar war, auch die Verlage. Egal ob ich das Buch nun feiere oder ob ich es abgebrochen habe. Und ich frage: warum denn nicht?

Sicher, Autoren machen sicherlich keine Luftsprünge, wenn sie eine Rezension lesen, in der ihr Buch nicht so gut wegkommt. Aber gerade durch negative Rezensionen habe ich schon inspirierende Gespräche mit Autoren geführt, die sich bedanken für die Kritik und mit mir zusammen aufgeklärt haben, warum ich das so sehe. Ihr habt richtig gelesen. Meine Erfahrung darin war bisher, dass die Autoren auch hierfür dankbar sind, denn durch Kritik kann man lernen. Wir sind alle nicht perfekt. Alles ist Geschmacksache und kommt bei jedem anders an. Warum sollte ich dann also unbedingt eine positive Rezension schreiben wollen und auch nur diese verlinken. Nur damit der Autor glücklich ist? Vielleicht sehe ich das anders, weil ich immer ehrlich und direkt bin.

Mich würde wirklich die Meinung von Autoren hierzu mal interessieren. Liebe Autoren, wollt ihr in Rezensionen verlinkt werden? Positiv wie negativ?

Cara von Herz dein Buch hat dieses Thema auch ausführlich aufgegriffen. Ihre Meinung könnt ihr in ihrem Beitrag Do or Don’t? – Autoren in (negativen) Rezensionen verlinken nachlesen.


Umfang von Rezensionen

 

Um auf das Ursprungsthema der Rezensionen zurück zu kommen, sage ich einfach auch hier meine Meinung: Rezensionen sind für jeden da! Punkt. Da gibt es für mich jetzt auch nichts daran zu rütteln. Jeder darf seine Meinung zu Büchern äußern und das ist sogar gewollt. Autoren rufen dazu auf, dass man seine Meinung auf den gängigen Portalen kundtut. Traut euch, liebe Leser.

Ich denke, beim Rezensionen schreiben gibt es kein richtig und falsch. Ich kenne Blogger, die schreiben lediglich  den Klappentext um, die spoilern, beleidigen mit ihrer Meinung Leser, Buch und Autor. Blogger sind keine Heiligen und warum sollten denn nur die das Recht haben, Rezensionen zu schreiben. JEDE MEINUNG IST WICHTIG! Und wenn ihr nur in zwei Sätzen schreibt, warum euch das Buch gefallen hat oder eben nicht. Es ist eure Meinung, ihr müsst damit zufrieden sein und wenn ihr hinter dieser steht, kann sie aussehen, wie sie will. Ich wurde noch nie für eine meiner Rezensionen angegangen, auch nicht für die negativen und ich habe schon so einige geschrieben. Als Blogger bekomme ich natürlich ab und an sinnfreie Kommentare, wenn ich Bücher von bestimmten Verlagen kritisiere, aber das ist ein ganz anderes Thema und ich ignoriere das. Das wird den normalen Leser und Kurzmeinungsverfasser nie tangieren.

Ich klinge gerade wie ein Moralapostel :) Aber ich denke, ihr versteht den Sinn meiner Rede und es regt mich auch einfach etwas auf, wenn ich von Lesern zu hören bekommen, dass sie sich nicht trauen, Rezensionen zu schreiben, weil sie mit den Bloggern ja nicht mithalten können. Dabei ist das vollkommener Blödsinn! Es ist eure Meinung zum Buch, schreibt sie, die Möglichkeiten sind da.

 

Dazu möchte ich euch auch noch zwei Beiträge zeigen, die ich unheimlich gelungen finde:

Aleshanee von Weltenwanderer erzählt euch in ihrem Beitrag etwas über die Ansprüche an Rezensionen und wie wichtig es ist, dass auch “normale” Leser diese verfassen und nicht nur Blogger:

Man sollte da wirklich ein bisschen umdenken, denn nicht jeder ist so involviert in die Bücherwelt wie wir Buchblogger das sind und deshalb kann man doch ruhig auch die Meinungen von “nur” Lesern wertschätzen, auch wenn sie nur aus wenigen Sätzen besteht.

 

Und auch Catalina Cudd bringt die Sache in ihrem Beitrag humorvoll genau auf den Punkt: Die Sache mit den Rezensionen, die nicht geschrieben werden

„Richtige“ Rezensionen sind Kundenmeinungen. Jemand liest ein Buch und schildert seinen Eindruck. Er tut das freiwillig, weil das Buch ihm in irgendeiner Form wichtig ist. Ob er seinen Eindruck in zwei orthografisch fragwürdigen Sätzen abhandelt und von seinem Hund korrekturlesen lässt oder einen fulminant formulierten Sechs-Seiten-Artikel schreibt, ist piepegal.

 

Wie seht ihr das ganze Thema denn? Ich bin sehr auf eure Meinugen gespannt.

 

Eure Kerstin.

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4 Gedanken zu „Rezensionen nicht mehr erwünscht?!

  1. Hallo Kerstin,

    zu allererst: Toller Beitrag!
    Ich habe auch lange bevor ich zum Bloggen angefangen habe, Rezensionen geschrieben, einfach, weil es mir damals schon geholfen hat mit einem Buch abzuschließen.
    Ich bin mir sicher, dass andere es genauso machen.

    Ich lese mir immer gerne auf den großen Verkaufsplattformen Rezensionen durch und da sind manchmal kurze Rezensionen aussagekräftiger, als manch eine Blogger-Rezension. Also keine Ahnung, warum manche glauben, dass Blogger bessere Rezensionen schreiben. Manchmal finde ich Rezensionen so verwaschen, dass ich nicht erkennen kann, warum man das Buch nun lesen soll oder nicht. Um den Inhalt zusammenzufassen reicht mir ein KT. Wenn ich schon eine Rezi lese, dann möchte ich über die Spannung der Handlung, ob die Charas okay oder unmöglich waren und wie der Schreibstil so ist lesen. Da reichen ein paar Zeilen!

    Und ich finde auch, dass keiner Angst haben soll, seine Meinung zu sagen. Wenn einem das Buch nicht gefallen hat, dann ist es ebenso. Wenn jemand anderer Meinung ist, dann ist es doch gut, oder? Immerhin sind wir alle Individuen und es wäre langweilig, wenn jeder das gleiche mag und hasst.

    Aber um auf das eigentliche Thema: Verlinkungen von Autoren zurückzukommen.
    Ich muss gestehen, dass ich FB gerade total vernachlässige und daher schon seit einer Weile keine Rezi mit Autorenverlinkung gepostet habe. Aber ansonsten mache ich das immer sehr sporadisch ob ich nun einen Autor verlinke oder nicht. Ich hab da kein System, sondern mach das nach Lust und Laune. Wenn ich daran denke – schön, wenn nicht, dann eben nicht ;P.

    Schöner Beitrag auf jeden Fall. Ich lebe nach dem Motto lesen und lesen lassen…immerhin sind wir Individuen in einer großen Welt :D.

    Alles Liebe,
    Tina
    von Tianas Bücherfeder

    1. Huhu Tina,

      was soll ich dazu noch groß sagen. Deine Antwort ist quasi perfekt. Kann dir in allem so zustimmen.
      Und ich verlinke übrigens auch nicht immer, das liegt dann aber daran, dass mein altes Hirn es vergisst ;)

      Liebe Grüße, Kerstin

  2. Interessantes Thema. Ich selbst verlinke in der Regel weder den Verlag noch die Autoren (natürlich gibt es schon mal Ausnahmen).

    Aber wenn ich mir ein Buch kaufe, schreibe ich meine Rezensionen für meine Leser und nicht für Autoren bzw. Verlage. Mir ist dann ehrlich gesagt auch egal, was die Autoren davon halten. Ich gebe einfach meine persönliche Meinung wieder. Bisher hat sich auch noch nie jemand beschwert.

    1. Dankeschön, für die Autoren und Verlage selbst verlinke ich auch nicht in erster Linie. Denen schicke ich das dann persönlich. Hauptsächlich mache ich das für meine Leser. Ich selbst bin auch immer froh, wenn entsprechende Seiten verlinkt sind.

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