Das Mal der Götter – Berufen von Francesca Peluso

Das Mal der Götter – Berufen von Francesca Peluso

|Werbung| „Das Mal der Götter“ wurde mir durch den Carlsen Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Der Auftakt war richtig vielversprechend…

Das Mal der Götter – Berufen
Von Francesca Peluso

Das Mal der Götter von Francesca Peluso

»Die Götter geben dir nicht die Menschen, die du willst. Sie geben dir Menschen, die du brauchst.«
Im Land Sirion erwählt der Sonnengott alle fünfzig Jahre einen neuen König. Dessen Pflicht ist es, sich eine Braut aus dem Kreis der Priesterinnen zu nehmen, um dem Land Frieden und Wohlergehen zu schenken. Die sture Celeste ist eine von ihnen, sie möchte jedoch keinen wildfremden Mann heiraten und ihre Freiheit aufgeben. Sogar wenn der neu berufene Sohn der Sonne niemand Geringeres ist als der gut aussehende Fremde, der ihr kurz zuvor bei einem Angriff das Leben gerettet hat. Auch Nathaniel ist wenig begeistert von seiner Rolle im Spiel der Götter. Nichtsdestotrotz müssen die beiden ihre Bestimmung akzeptieren. Denn das Königreich wird bedroht und nur mit vereinten Kräften können sie dessen Bewohner schützen…

Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag


Bibliografie:
Erscheinungsdatum: 30. Januar 2020
Verlag: Impress
Reihe: Band 1
Seiten: 276
Preis: EBook 3,99€
ISBN: 978-3-646-60572-3
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Das Mal der Götter von Francesca Peluso
Meine Meinung:

 

Der Titel allein reichte schon, dass ich „Das Mal der Götter“ von Francesca Peluso unbedingt lesen musste. Ich stehe einfach auf Göttergeschichten und war unheimlich gespannt, was sich die Autorin hier hat einfallen lassen.

Von der Welt bin ich auch echt begeistert. Es ist mal etwas Anderes und Neues, das mich wirklich fasziniert hat. Denn Sirion ist ein besonders Land. Hier wählen die drei alten Göttinnen Babys als Gottestöchter aus, die später als Priesterinnen im Land bekannt sind und in ihren Landabschnitten für das Wohl des Volkes zuständig sind. Und alle 50 Jahre wählt der Sonnengott einen neuen König, der seine Braut unter den Priesterinnen wählt um dem Land ewigen Frieden, Wohlergehen und Harmonie zu schenken. Und die Autorin beschreibt das Land und die Sitten so bildhaft und einnehmend, dass ich es genau vor meinen Augen hatte. Echt toll.
Celeste, durch deren Geschichte wir geführt werden, ist eine Gottestochter. Wenn auch eine außergewöhnliche. Sie verkörpert die Regeln und Gesetze des Landes, hat sich aber ihren eigenen Kopf bewahrt und ihre spitze Zunge. Mir war sie sofort unheimlich sympathisch. Und auch Nathaniel hat mich sofort von sich überzeugt. Ein Mann des Volkes, der den Glauben in die Götter verloren hat und doch der neue Sohn der Sonne ist. Unheimlich sarkastisch veranlagt mit einem enormen Selbstvertrauen und dem Hang zum Gesetzesbrecher. Beide umgibt noch ein großes Geheimnis über ihre Vergangenheit und ich bin wirklich neugierig, was wir da noch alles erfahren werden. Die Wortgefechte der beiden sind übrigens zum Niederknien.

Eigentlich muss ich sagen, dass mir persönlich „Das Mal der Götter“ etwas zu kurz war. Natürlich habe ich vorher mal wieder nicht auf die Seitenangabe geschaut und war dann umso überraschter, wie schnell ich das Buch beendet habe. Und dass alles unter Buchserie läuft. Da kommen wohl noch einige kurze Bände. Umso überraschter war ich allerdings, denn vermisst habe ich nichts. Francesca Peluso schreibt wirklich herrlich. Ich mochte ihren Stil total. Er ist so erfrischend und auch humorvoll durch den eingebauten Sarkasmus. Genau mein Geschmack. Dazu baut sie gekonnt Spannung auf, denn sie lässt immer wieder kleine geheimnisvolle Bruchstücke fallen ohne näher darauf einzugehen. Und ich saß immer vor dem Buch und dachte…Mooooment, das will ich aber genauer wissen.

Das war für mich auch notwendig, denn ich muss auch leider sagen, dass von der Handlung noch nicht wirklich viel passiert ist. Während gleichzeitig doch recht viel passiert ist, aber das ist alles auf den Aufbau der Charaktere bezogen. Celeste und Nathaniel und auch einige andere kann ich bereits sehr gut einschätzen, da sie eine einnehmende Tiefe erhalten haben. Auch die anderen beiden Göttertöchter habe ich schon in mein Herzu geschlossen. Beide sind in ihrer Art wirklich amüsant. Dann waren da aber noch so viele andere Charaktere, der Kronrat, Berater des Königs, Gefolgschaft. Teilweise war es echt schwer, die ganzen Namen nicht durcheinanderzubringen, da die meisten doch immer nur kurz vorkamen. Mir war das etwas zu viel auf einmal, auch wenn natürlich einige dafür gesorgt haben, dass es doch wieder geheimnisvoller wird.
Wie auch der Soldat Marco, der einige wenige Kapitel übernehmen darf und richtig Spannung erzeugt.
Ich hätte mir hier trotzdem etwas mehr Handlungsfortschritt und weniger massiges Kennenlernen des Hofstaates gewünscht, denn das fand ich zwischendurch etwas langweiliger, auch wenn es perfekt zur Charakterbildung von Celeste und Nathaniel passt.

Und nachdem ich das Buch beendet habe, bin ich auch beruhigt. Mich störte ja etwas die Bezeichnung „Götter-Fantasy voller Romantik“ und ich hatte schon Bammel vor der Liebesgeschichte. Lasst euch davon nicht abhalten. Ich gehe mal davon aus, dass ich bereits im ersten Kapitel die Liebesgeschichte durchschaut habe, aber noch existiert sie nicht wirklich und baut sich langsam und unaufdringlich im Hintergrund auf. Auch wenn sie für mich offensichtlich ist, ist sie auch höchst amüsant umgesetzt. Und natürlich bin ich neugierig, ob ich mit meiner Vermutung überhaupt richtigliege, aber es sieht mir doch nach einem bekannten Schema aus.

Kurz gesagt: „Das Mal der Götter“ hat mich echt neugierig gemacht. Ich mag die Welt und die Charaktere sehr und bin gespannt, was da noch alles geschehen wird. Es gibt bisher viele Andeutungen, Geheimnisse und auch Gefahren, aber noch nicht wirklich etwas Greifbares. Auf jeden Fall ein Auftakt, der Lust auf mehr macht.

Mein Fazit:

 

Mit „Das Mal der Götter“ hat Francesca Peluso einen faszinierenden Auftakt ihrer Buchserie geschaffen, die einfach Lust auf mehr macht. Wir lernen die Welt, die Gewohnheiten und die Charaktere genauestens kennen. Dieser Band dient quasi der Tiefe der Geschichte, was mir unheimlich gefallen hat. Außerdem baut die Autorin perfekt Spannungsmomente ein, indem sie immer wieder kleine Hinweise streut, diese aber (noch) nicht auflöst. Die Hauptcharaktere Celeste und Nathaniel konnten mich überzeugen und ich freue mich schon, ihre Geheimnisse zu entdecken. Für meinen Geschmack lernen wir im Verlauf allerdings zu viele Charaktere kennen, die alle wichtige Positionen um den König einnehmen. Hier verlor ich doch manchmal den Überblick und den Spannungsbogen. Aber alles in allem, ein Auftakt, den ich empfehlen kann und weiterverfolgen werde.

(Meine Bewertung: 4 Sterne)

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