Elbendunkel – Kein Weg zurück von Rena Fischer

Elbendunkel – Kein Weg zurück von Rena Fischer

|Werbung| Elbendunkel wurde mir durch den Thienemann Esslinger Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Bis auf kleine Kritikpunkte bin ich der Reihe verfallen.

Elbendunkel – Kein Weg zurück

von Rena Fischer

Elbendunkel – Kein Weg zurück  von Rena Fischer

Düster, dystopisch, gesellschaftskritisch: Ein Fantasy-Roman mit Sogwirkung.
Im Jahr 2044 ist San Francisco von Unruhen zwischen Menschen und Elben geprägt. Als Upperclass-Mädchen und Tochter des Chefs der Elbensicherheitsbehörde, der gewaltsam gegen Elben vorgeht, führt Luz ein unbeschwertes Leben – bis zu dem Tag, als sie heimlich das Elben-Ghetto betritt. Luz ist fasziniert von der Untergrundgemeinde, vor allem aber von Darel, der mit einem regimekritischen Poetry-Slam auf der Bühne steht. Doch die Vorstellung wird von einer Razzia ihres Vaters gesprengt und Luz landet ohne sein Wissen als Gefangene auf dem Revier. Dort wird ein Geheimnis aufgedeckt, das Luz auf der Stelle zur Flucht vor ihrem Vater zwingt. Darel hilft ihr dabei. Allerdings verfolgt er seine ganz eigenen Ziele …
Rasant erzählte Romantasy für alle Fans von guten Fantasy-Geschichten

Bild- und Textquelle: Thienemann Esslinger Verlag


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 16. Juli 2020
Reihe: Band 1 von 2
Verlag: Planet!
Seiten: 480
Preis: Hardcover 17,00€, EBook 12,99€
ISBN: 978-3-522-50657-1
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Elbendunkel – Kein Weg zurück  von Rena Fischer

Meine Meinung:

 

Als ob ich Elben und Dystopien widerstehen könnte. Es stand einfach außer Frage, dass ich „Elbendunkel“ von Rena Fischer lesen muss. Und es war wirklich eine unheimlich spannende und rasante Geschichte, die mich trotz kleiner Kritikpunkte überzeugen konnte.

Wir leben in einer Zukunftsversion der USA, in der die Elben in die Menschenwelt übergesiedelt sind, da ihr Planet zerstört wurde. Aufgespaltet sind die Elben in die bösen terroristischen Dunkelelben und die Lichtelben, die mit den Menschen zusammenarbeiten, um ihre grausamen Artverwandten mit bestialischen Methoden unter Kontrolle zu halten. Soweit zumindest, was die Öffentlichkeit denkt. Allein dieses System und alles, was dahintersteckt, hat mir mega gefallen. Es gibt zwar noch Etliches zu entdecken, aber wir haben ja auch noch einen Band vor uns und ich freue mich jetzt schon, wieder in dieses System abzutauchen. Ein System, das ganz nebenbei sehr gesellschaftskritisch und interessant zu verfolgen ist.

Auf der einen Seiten haben wir Luz, die Tochter des größten Dunkelelbenfeinds schlechthin und Chef der Elbensicherheitsbehörde. Auf der anderen Seiten haben wir Niall, ein Lichtelbenmischling und Sohn des politischen Gegners von Luz Vater, der sich für die Gleichberechtigung aller Elben einsetzt.

Als die beiden während eines heimlichen Dates in der Untergrundgesellschaft der Elben in eine Razzia von Luz Vater geraten, ändert sich deren Leben schlagartig. Und Luz muss erfahren, dass sie wohl in einer kleinen rosa Wolke aufgewachsen ist. Wem kann sie noch trauen und wer sind eigentlich die Bösen in diesem ganzen System?

Das herauszufinden ist sowas von spannend, das kann ich euch sagen. Wir tauchen immer tiefer in das gesellschaftliche System ab, erleben unfassbare Enthüllungen und fiebern die ganze Zeit mit dem rasanten Verlauf der Geschichte mit. Der Anfang startet noch etwas gemächlicher, aber ich war immer fasziniert und interessiert, bis es nach einer kurzen Zeit kein Halten mehr gab und ich das Buch inhaliert habe. Am Ende wird alles wieder etwas ruhiger und mir teilweise etwas zu ruhig, aber es war auch mal gut, etwas zu Atem zu kommen.

Rena Fischer schreibt wirklich genial. Sehr einnehmend und undurchschaubar, auch wenn manche Details doch recht offensichtlich gestreut sind, so dass ich mir einige Enthüllungen bereits denken konnte. Von Romantasy ist in „Elbendunkel“ eigentlich nicht viel zu lesen, was mir natürlich besonders gut gefällt. Denn es ist düster, brutal und teils auch echt blutig. Natürlich gemischt mit einigen Klischees aus dem Jugendbuchbereich, aber das störte mich nicht groß.

Bis auf die Liebesgeschichte. Zum Glück ist sie bisher kaum vorhanden und läuft nur nebensächlich ab, denn sie schlägt auch einen Weg ein, den ich absolut nicht leiden kann und hoffe einfach, dass sich das nicht so durchsetzen wird. Ansonsten kann ich sehr gut damit leben, auch wenn hier die ganzen Klischees verstreut liegen. Passt für mich nicht so ganz zum Rest der Geschichte, aber das ist ja Geschmacksache.

Was mir etwas gefehlt hat, war der Charakteraufbau. Der kam für mich durch das hohe Tempo der Geschichte etwas zu kurz. So kamen die Charaktere nicht gänzlich bei mir an oder agierten teils nicht so ganz nachvollziehbar. Was allerdings auch wieder in die überraschenden Momente der Storyline passt. Aber so wurde Luz für mich einfach urplötzlich von der wohl behüteten Tochter zur KickAss Prota, ohne groß darüber nachzudenken, dass ihr Leben wie aus dem Nichts verändert wurde. Niall konnte gar keinen Eindruck hinterlassen außer einen etwas jämmerlichen. Und Darel war der typische unnahbare Bad Boy, natürlich nicht ohne Grund und für mich bisher der interessanteste Charakter. Aber ich hoffe, da kommt im finalen Band mehr an. Dafür fand ich einige Nebencharaktere einfach genial, wie zum Beispiel Adrasel und Kelly.

Und auch wenn das Ende jetzt nicht so einen typischen Cliffhanger hat, dass man vor Verzweiflung sofort weiterlesen muss, freue ich mich schon unheimlich auf den nächsten Band, denn ich habe die Vermutung, dass es jetzt einfach noch düsterer wird und richtig, richtig genial. Allerdings hat mir hier doch auch der große Enthüllungsknall gefehlt.

Von mir bekommt „Elbendunkel“ trotz kleiner Kritikpunkte eine absolute Leseempfehlung, denn allein diese Sogwirkung und das grausame System sind absolut einnehmend.

 

Mein Fazit:

 

„Elbendunkel“ von Rena Fischer konnte mich durch die rasante Handlung und das grausame, gesellschaftskritische System der Elben und Menschen vollkommen in seinen Bann ziehen. Der Geschichstverlauf hat eine unheimliche Sogwirkung und überzeugt durch sein hohes Tempo, wodurch für mich die Charakterbildung leider etwas zurückstecken musste. Einige typische Klischees aus dem Jugendbuchbereich sind verbaut und gerade die, die ich nicht so mag, aber zum Glück verlaufen diese eher nebensächlich.  Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ich freue mich schon auf das Finale, das hoffentlich noch eine Schippe draufsetzen kann.

(Meine Bewertung: 4 Sterne)

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