Schwestern im Tod von Bernard Minier

Schwestern im Tod von Bernard Minier

|Werbung| Schwestern im Tod wurde mir durch die Verlagsgruppe Droemer Knaur als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Es war ein gut durchdachter Kriminalroman…

Schwestern im Tod

Von Bernard Minier

Schwestern im Tod von Bernard Minier

Ein Krimi-Autor mit verstörender Fantasie.
Zwei ermordete Schwestern.
Und 25 Jahre später beginnt das Spiel erneut …
Im 5. Psychothriller des französischen Bestseller-Autors Bernard Minier wird Kommissar Martin Servaz mit seinem allerersten Fall konfrontiert, der damals nur scheinbar gelöst werden konnte.
Für Kommissar Martin Servaz aus Toulouse ist es ein Schock, als er in einer eisigen Februar-Nacht zum Tatort eines Mordes gerufen wird: Nicht nur liegt das Opfer inmitten giftiger Schlangen – die Ermordete trägt ein Kommunionkleid, und es handelt sich um die Ehefrau des Krimi-Autors Erik Lang.
Mit Lang hatte Servaz bereits vor 25 Jahren bei seinem ersten Fall zu tun. Damals waren am Ufer der Garonne in den Pyrenäen zwei Studentinnen ermordet aufgefunden worden, an Baumstämme gefesselt und in Kommunionkleider gehüllt. Die Schwestern waren Fans von Lang gewesen, auf ihrem Zimmer hatte dessen Bestseller »Das Kommunionkind« gelegen. Zufall? Doch gerade, als sich die Lage für Lang zuzuspitzen schien, hatte der Fall eine dramatische Wendung genommen.
Für Kommissar Servaz steht bald fest, dass sie damals etwas Wichtiges übersehen haben. Und tatsächlich fördert eine DNS-Analyse aller drei Mordopfer Erstaunliches zutage …

Bild- und Textquelle: Droemer Knaur


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 02. Juni 2020
Reihe: Band 5
Verlag: Droemer HC
Seiten: 432
Preis: Klappenbroschur 14,99€, EBook 9,99€
ISBN: 978-3-426-28238-0
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Schwestern im Tod von Bernard Minier

Meine Meinung:

 

Mit „Schwestern im Tod“ bin ich in die Krimireihe des Autors Bernard Minier eingestiegen und damit auch mit dem fünften Fall von Commandant Martin Servaz. Mir wurde vorher gesagt, dass man die Fälle unabhängig voneinander lesen kann und ich habe auch wirklich gar nichts vermisst. Zumindest was die Informationen zu dem ermittelnden Beamten angeht.

Denn wir haben hier gleich zwei Fälle in einem Buch. Der erste Fall des Commandant, als er als Frischling beim Morddezernat anfing und einen Doppelmord zweier Schwestern zu klären hat und die aktuelle Zeit. Wir lernen Martin Servaz also sehr gut kennen, auch wenn ich mit ihm nicht wirklich warm geworden bin. Da er aber noch der sympathischste Charakter in dem Buch war, konnten wir uns einigen.

„Schwestern im Tod“ war auch gleichzeitig mein erstes Buch des Autors und er hat mich jetzt nicht überzeugt, dass ich zu weiteren seiner Bücher greifen werde. Es ist zwar wirklich alles gut durchdacht und konstruiert, so dass man doch überrascht wird. Aber ein Thriller war es für mich nicht und normale Kriminalromane sind nicht so mein Geschmack. Da wird es mir recht schnell langweilig, wie hier in diesem Fall. Das lag aber auch daran, dass der Leser einfach nicht mitermitteln darf. Vieles spielt sich in Servaz Kopf ab und wenn er eine Lösung hat, präsentiert er sie sofort, anstatt den Leser spannend darauf zuzuführen. Erst danach erläutert er seinen Weg. Dieser Stil ist jetzt nicht meins.

Aber das Buch ist echt gut und vor allem wunderbar atmosphärisch umgesetzt. Wir erleben die zwei Schwestern Alice und Ambre, die eines Tages brutal in Kommunionkleidern im Wald ermordet werden. Wie in der Buchvorlage ihres Lieblingsautors Erik Lang. Dieser Fall wird recht lange erzählt und für mich auch etwas unnötig lang.

Denn im Jetzt, 25 Jahre später wird die Ehefrau dieses Autors ermordet, auch im Kommunionkleid. Wurde damals etwa der falsche Täter verurteilt? Wir erfahren es, während Servaz etlichen Spuren nachjagt. Und überraschend ist die Auflösung allemal, das muss man Bernard Minier lassen. Genial durchdacht.

Allerdings ist seine Umsetzung, wie gesagt, so gar nicht meins. Mir war die gesamte Geschichte zu spannungslos. Ich wurde nie mitgerissen oder überlegte fieberhaft, wer denn jetzt der Mörder ist. Außerdem habe ich selten eine Ansammlung von so vielen unsympathischen Kommissaren gesehen, zumindest im damals. Ich konnte mich mit den Charakteren leider so gar nicht erwärmen. Außerdem hätte ich einfach gerne mehr über die Opfer und die Verdächtigen erfahren, das bleibt alles doch recht blass. So konnte ich mich auch nicht richtig auf die Fälle einlassen.

Echt schade, denn was die Idee und die atmosphärische Umsetzung angeht, bin ich echt begeistert. Nur ist mir die Ermittlungsarbeit etwas zu spannungslos und zäh umgesetzt. Und leider erlebt man auch fast nur diese, da man keinen Einblick in die Welt der Opfer und Verdächtigen erhält. Ein genial konstruierter Kriminalroman, der mich in seiner Umsetzung nicht so begeistern, aber überzeugen konnte.

 

Mein Fazit:

 

Mit „Schwestern im Tod“ bin ich die die Thrillerreihe um Commandant Martin Servaz eingestiegen und habe einen genial konstruierten Fall präsentiert bekommen. Allerdings konnte mich die etwas spannungslose Umsetzung nicht wirklich mitreißen. Mir fehlten hier einfach der Thrill und Nervenkitzel, auch wenn das Setting unglaublich atmosphärisch dargestellt ist. Für mich war es ein solider Kriminalroman mit überraschender Wende, bei dem ich allerdings gerne mehr Einblick in die Hintergründe gehabt hätte.

 

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