[Rezension] “Diamonds for Love – voller Hingabe” von Layla Hagen

[Rezension] “Diamonds for Love – voller Hingabe” von Layla Hagen

Ich war mal wieder genrefremd unterwegs, da ich einfach mal wieder ein Buch zum Entspannen lesen wollte, schön anspruchslos, mit netter Story, bei der man nicht groß nachdenken muss und mit schön viel Klischees und Kitsch. Ob ich das alles bekommen habe und ob mich dieses Buch davon überzeugen konnte, öfters zu diesem Genre zu greifen, lest ihr jetzt.

 

Diamonds for Love – Voller Hingabe

Von Layla Hagen

Inhalt:

Diamanten sind für die Ewigkeit. Und die Liebe?

Sebastian Bennett kann in fünf Sekunden sagen, was eine Frau von ihm will: seine Kreditkarte oder den Eintritt in die bessere Gesellschaft. Als CEO des führenden Schmuckherstellers in den Vereinigten Staaten gehört er zu den begehrenswertesten Junggesellen San Franciscos. Doch dann begegnet er Ava Lindt. Sie ist unverschämt attraktiv, charmant, intelligent – und ihr Lächeln ist unbezahlbar. Alles könnte so einfach sein, wäre sie nicht als neue Marketingreferentin für die nächste Schmuckkollektion verantwortlich und damit off limits. Doch Sebastian will sie, um jeden Preis.

Bild- und Textquelle: Piper Verlag


 

Eckdaten:

 

Erschienen: 01. Februar 2018

Verlag: Piper Verlag

(Vielen Dank für das Rezensionsexemplar)

Seiten: 304

Preis: Taschenbuch 10,00€, EBook 8,99€

ISBN:

Weitere Informationen zum Buch:

Direkt bei Piper

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Meine Meinung:

Eigentlich lese ich ja nur Fantasy und habe es absolut nicht mit Erotik, die bei mir schlichtweg Bumsbücher heißen. „Diamonds for Love“ wollte ich trotzdem lesen, da ich mal wieder eine leichte Geschichte voller Kitsch und Klischees lesen wollte. Einfach zum Entspannen, um nicht groß nachdenken zu müssen beim Lesen. Ich wusste, worauf ich mich einließ und um es vorweg zu nehmen: dieses Buch konnte mich nicht davon überzeugen, dass ich öfters zu diesem Genre greife, dafür war mir die Geschichte einfach zu seicht, zu vorhersehbar, ohne große Spannung und anscheinend braucht man einen Hang dazu, sich seitenlang Sexpraktiken durchzulesen zu wollen. Den habe ich leider nicht, das finde ich weder prickelnd noch erotisch.

Aber eins muss man dem Buch lassen, es hat mich sehr gut unterhalten und ich bekam alle Klischees und den Kitsch den ich wollte, denn passt auf. Ohne euch zu spoilern, kann ich euch ein paar Dinge nennen, die ich erwartet und auch bekommen habe: verdammt gutaussehendes dominantes Alphamännchen, ebenfalls gutaussehendes und selbstbewusstes Objekt der Begierde, viele Muskeln, viele weibliche Kurven, alle Männer sind einfach heiß und haben ein ausgeprägtes Sexualverhalten. Jaaaa, ich bekam alles was ich wollte und fühlte mich doch etwas wie in einem Fantasybuch 😊 Welch perfekte Welt…für mich allerdings auch langweilig, denn ich mag einfach Charaktere mit Ecken und Kanten, nur perfekt finde ich etwas öde.

Ihr fragt euch sicher, warum ich das Buch trotzdem gelesen habe, obwohl das oben alles Gründe sind, die ich eigentlich nicht mag. Ich mochte die Geschichte einfach, sie war nicht neu, sie war auch nicht unbedingt überraschend, aber sie war toll geschrieben. Denn Schreiben kann Layla Hagen wunderbar, ich wollte das Buch gar nicht weglegen, was auch an den vielen kurzen Kapiteln liegt. Das animiert mich ja immer dazu, einfach immer weiter zu lesen. Und ich fand es am Anfang auch echt gut, obwohl ich da schon wusste, wie das Buch enden wird. Die äußert talentierte und natürlich heiße Marketingexpertin Ava Lindt übernimmt einen Job als externe Beraterin in der Firma des „bestaussehendsten Junggesellen San Franciscos“ Sebastian Bennett, seines Zeichens selfmade Millionär, extrem heiß und muskelbepackt, mit einem Hang zum Alphamännchengehabe, der immer bekommt, was er will. Das Problem liegt auch nicht daran, dass Ava ihn nicht sofort unwiderstehlich findet, sondern an der Klausel in ihrem Vertrag, dass sie nichts mit Kunden anfangen darf, sonst verliert sie ihren Job. Ja, die Story ist sehr seicht und anspruchslos, zumindest für mich, das muss ich betonen. Ich möchte keinesfalls Leser dieses Genres auf den Schlips treten. Aber die Geschichte entpuppte sich genau zu dem, was ich wollte: unterhalten werden ohne großes Nachdenken und am Anfang fand ich es sogar richtig gut, auch wenn ich doch über Sebastian oft die Augen verdreht habe, denn ich persönlich finde so ein Gehabe einfach nicht sexy. Aber dennoch war da dieses spritzige Prickeln, die Anziehung, die Plänkeleien, die ich so gerne lesen wollte und war zufrieden. Ich befand mich in einer süßen lesenswerten Geschichte wieder. Doch leider änderte sich das irgendwann, denn natürlich kam es zum ersten Stelldichein und danach verlor das Buch für mich jegliche Spannung. Der Fokus lag nicht mehr auf der Geschichte, sondern nur noch auf erfindungsreichen (oder auch nicht) Stellungswechsel. Probleme und Konflikte, die dem ganzen etwas Spannung verliehen hätten, wurden nur noch angedeutet, da die Lösung schon vor dem eigentlichen Problem auf der Hand lag. Die Luft war für mich einfach raus, denn ein Bumsbuch wollte ich nicht lesen, sondern die nette Geschichte, wie Sebastian Ava umgarnt und für sich gewinnt. Und ja, es wurde zwischendurch auch richtig schön kitschig, das mochte ich 😊 Dennoch habe ich hier etwas mehr erwartet. Das Buch ist auch in sich geschlossen, in den anderen Bänden tritt jeweils ein anderer Bennett Bruder als Hauptcharakter auf, weswegen sich ja jeder schon vor dem Lesen denken kann, wie es enden wird. Wenn der Weg dorthin allerdings nicht so versext gewesen wäre, hätte mir das Buch deutlich besser gefallen, denn unterhalten hat es mich, das muss man ihm lassen. Und die Bennett-Familie konnte mich durchaus begeistern, vor allem Pippa und Logan mochte ich sehr, weshalb ich vielleicht sogar zum nächsten Buch der Reihe greifen werde. Denn diese geht um Logans Suche nach der Liebe.

 

Mein Fazit:

Klischees, Kitsch, Übertreibungen und Sex, das alles beinhaltet „Diamonds for Love“ von Leyla Hagen.

Eigentlich alles, was ich sonst nicht lese, aber dennoch konnte mich das Buch gut unterhalten, da ich wusste worauf ich mich einlasse. Allerdings fehlte mir auch, vor allem gegen Ende, die Spannung, die Geschichte war mir persönlich etwas zu seicht und der Fokus lag ab einem gewissen Zeitpunkt für mich zu sehr auf Intimitäten, weshalb ich nur 3 von 5 Sternen vergeben kann.

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