[Rezension] Fauler Zauber von Diana Wynne Jones

[Rezension] Fauler Zauber von Diana Wynne Jones

|Werbung| „Fauler Zauber“ wurde mir durch die Verlagsgruppe Droemer Knaur als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Fauler Zauber
Von Diana Wynne Jones

Inhalt:

In ihrem humorvollen High-Fantasy-Roman erzählt die preisgekrönte britische Autorin Diana Wynne Jones, wie sich eine magische Welt als lukrative Geschäftsidee entpuppt.

Ausnahmslos alle – die Zauberer, Soldaten, Bauern, Drachen und Elfen – haben die Nase voll von Mr. Chesneys „Pilgerfahrten“. Jahr für Jahr fallen Touristengruppen aus der benachbarten Welt ein, um ein klassisches Fantasy-Abenteuer zu erleben – mit allem, was dazu gehört: bösen Magierinnen, gefährlichen Drachen und dem furchteinflößenden Dunklen Fürsten. Stets werden andere Bewohner des Reiches dazu auserwählt, diese Rollen zu übernehmen.
Aber dieses Jahr reicht es den Leuten. Mr. Chesney mag einen mächtigen Dämon an seiner Seite haben, doch ein Orakel weiß Rat. Nun ist es an Zauberer Derk und seiner Familie aus Menschen und Greifen, den Verwüstungen Einhalt zu gebieten und ihre Welt zu retten.

„Niemand erzählt so magische Geschichten wie Diana Wynne Jones.“ Neil Gaiman

Bild- und Textquelle: Droemer Knaur


Bibliografie

Erschienen: 11. Januar 2019
Verlag: Knaur
Seiten: 480
Preis: Taschenbuch 12,99€, EBook 10,99€
ISBN: 978-3-426-52290-5
Weitere Informationen zu Fauler Zauber direkt auf der Verlagsseite oder Amazon.de


Meine Meinung:

 

Drachen, Elfen, Zwerge, Magier, Greife, Fliegende Schweine und vieles mehr begegnen uns in „Fauler Zauber“ von Diana Wynne Jones. Wie das alles zusammenpasst, das zeigt sie uns auf eine typisch britische humorvolle Art und ich war echt begeistert.

Wir tauchen ein in die Welt von Hexenmeister Derk und seiner Familie, die nicht nur aus Menschen besteht, denn er liebt es magische Wesen zu kreieren. Allerdings hat er weit größere Probleme, denn es ist Zeit für die jährliche Pilgerfahrt.
Hierbei stürmen Menschen durch ein Portal nach Derkholm um ein wahres Fantasyspektakel zu erleben, die die Bürger inszenieren müssen. Doch dieses Jahr planen sie zurückzuschlagen und Mr. Chesney aufzuhalten.
Die Autorin hat einen wunderbaren Schreibstil. Er besticht durch Lockerheit und britischem trockenen Humor, so dass ich sofort in der Geschichte versank und einfach nur staunen konnte. Denn die Welt und die Charaktere, die sie erschaffen hat, war einfach nur traumhaft magisch und bildgewaltig. Allerdings muss ich sagen, dass sie mir teilweise auch zu ausschweifend war und die Spannung etwas litt, auch wenn das Buch durchweg interessant gestaltet ist.

Ihr dürft euch hier aber keinen Abenteuerroman vorstellen, denn die erste Hälfte des Buches befasst sich mit den bedrückenden Ereignissen in Derkholm. Was die Bürger dort alles leisten und ertragen müssen. Zu was sie gezwungen werden.
In der zweiten Hälfte werfen wir dann einen genaueren Blick auf die Pilger, wobei hier auch weniger das Abenteuer im Vordergrund steht, sondern mehr die Organisation und Arbeit, die dahinter steckt um die einzelnen Schauplätze vorzubereiten.
Dennoch ist alles auf eine faszinierende, düstere und teilweise auch schonungslose Art und Weise erzählt mit Momenten zum Schmunzeln und Mitfiebern. Und wir erleben ein wahres Fantasyspektakel in dem wirklich alle Facetten abgedeckt sind.

Natürlich kommt so eine außergewöhnliche Geschichte auch nicht ohne Lügen, Intrigen und Verrat aus. Das macht das Ganze ja auch schmackhaft und mit dem Ende konnte mich die Autorin nochmal richtig überraschen.
Alles in allem kann ich dieses Buch jedem ans Herz legen, der außergewöhnliche Fantasygeschichten liebt und erleben möchte, wie es sich anfühlt, selbst in diese Welten einzutauchen.

 

Mein Fazit:

 

Mit „Fauler Zauber“ hat Diana Wynne Jones einen humorvollen und gleichzeitig düsteren Fantasyroman geschaffen, der durch Lockerheit und Magie besticht. Die komplette Facette an Gestalten und Gegebenheiten, die man sich nur vorstellen kann, finden ihren Platz in diesem Werk. Dennoch ist es kein Abenteuerroman, denn wir dürfen erleben, was es für die Bürger Derkholms bedeutet, wenn jährlich Menschen in ihre Welt einfallen um ein großes Fantasyspektakel zu erleben. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Einzig die Spannung leidet meiner Meinung nach etwas unter den teils ausschweifenden Erzählungen, aber dennoch wird es nie uninteressant. Ich wurde sehr gut unterhalten.

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