[Rezension] War of Wolves von Sandra Binder

[Rezension] War of Wolves von Sandra Binder

|Werbung| „War of Wolves“ wurde mir über NetGalley durch den Carlsen Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Leider konnte es mich nicht so ganz von sich überzeugen.

War of Wolves – Lichttochter
Von Sandra Binder

Inhalt:

**Das Schicksal einer Kriegerin**
Schon seit sie denken kann, träumt die 18-jährige Weberstochter Kira davon, zu einer mächtigen Kriegerin ausgebildet zu werden. Als der König des Landes von dunklen Mächten ermordet wird und der Ruf zu den Waffen erklingt, bietet sich endlich ihre Chance: Sie darf das gefährliche Ritual vollziehen, das sie zur vollwertigen Kriegerin machen wird. Gefangen in einem Labyrinth tief in den Wäldern ihres Landes, muss sie versuchen einen Ausweg zu finden und sich ihren Ängsten stellen. Auch wenn das heißt, sich wieder in Erinnerung zu rufen, dass ihr bester Freund seit seinem Ritual spurlos verschwunden ist. Doch Kiras Herz sagt ihr, dass er noch irgendwo dort draußen ist…

//Dies ist ein in sich abgeschlossener Einzelband aus dem Carlsen-Imprint Dark Diamonds. Jeder Roman ein Juwel.//

Bild- und Textquelle: Carlsen Verlag


Bibliografie

Erschienen: 31. Januar 2019
Verlag: Dark Diamonds
Seiten: 425
Preis: Ebook 3,99€
ISBN: 978-3-646-30081-9
Weitere Informationen zu War of Wolves direkt bei Carlsen oder Amazon.de


Meine Meinung:

„Du kannst alles schaffen. Lass dir niemals von jemandem einreden, dass es nicht so ist.“
Position 345

Sandra Binder machte mich unheimlich neugierig auf „War of Wolves“, allein durch die Überraschungspost vor dem Release, die sie mir zukommen ließ. Und da es sich bei dem Buch um einen Einzelband handelt, musste ich ihn sofort lesen.
Die Geschichte hat an sich auch unheimliches Potential und die Grundidee ist wirklich toll, aber die Umsetzung war so gar nicht nach meinem Geschmack, weshalb das Buch für mich einfach nett für zwischendurch war, aber auch nicht mehr.

Wir erleben in „War of Wolves“ quasi Kiras Geschichte. Kira ist eine junge Frau, die ihren eigenen Weg gehen, nicht in ihre Frauenrolle schlüpfen will und damit nicht nur ihrer Familie vor den Kopf stößt. Sie ist eine Außenseiterin, ein Sonderling mit eigenem Willen und findet die Bestätigung nur in ihrem besten Freund und ihrer Liebe Vigo. Doch während einem Ritual verschwindet er plötzlich und Kira setzt sich in den Kopf, ihn zu finden auch wenn alle anderen die Hoffnung, dass er noch lebt bereits aufgegeben haben.

Ja, wie ihr seht, ist das gesamte Buch eher Romantasy und spielt mit den großen Gefühlen, die bei mir leider so gar nicht ankamen.
Eher im Gegenteil.

Denn fand ich Kira zu Beginn noch richtig sympathisch und kämpferisch, entwickelte sie sich im Laufe der Geschichte zu einem Charakter, er mich nur noch nervte. Sie hat sich selbst verloren und es war für mich sehr mühsam, sie auf dem Weg zurück zu ihrem Ich zu begleiten. Kira ist sehr unsicher, voller Selbstzweifel und für mich leider einfach nur weinerlich. Auch wenn der Geschichtsverlauf eigentlich etwas anderes erzählt, verliert sie für mich immer mehr an Stärke.
Den einzigen Charakter, den ich wirklich mochte, war der Hauptmann Fenk. So stelle ich mir einen tapferen und loyalen Krieger vor.

Wir befinden uns zwar eigentlich mitten im Krieg gegen die dunklen Mächte und den Königsmörder, aber da das Augenmerk auf Kira liegt, bekommen wir nicht so viel davon mit. Es kommt zwar immer wieder zu Kämpfen, düsteren und beklemmenden Szenen, aber mich konnten diese nicht packen und mitreißen. Dafür waren sie mir zu „gefühlsduselig“.

Das lag bei mir auch leider daran, dass sich die Autorin für meinen Geschmack zu sehr in Nebensächlichkeiten und Geplänkel verliert, so dass es für mich stellenweise nervig und zäh wurde. Ich hatte immer den Gedanken im Kopf, dass ich endlich in der Geschichte vorankommen wollte und fing stellenweise auch an, Seiten zu überblättern.
Auch wenn die Autorin einen unheimlich angenehmen und bildhaften Schreibstil hat, habe ich nach dem ersten Drittel den Bezug zur Geschichte verloren und nicht mehr zurück gefunden. Es war zwar immer noch nett zu lesen, aber ich las eben nur noch und nicht mehr.
Und auch das große Finale konnte mich nicht mehr überraschen. Zum einen konnte ich mir gut denken, wie das Buch ausgeht, zum anderen ging es dann für meinen Geschmack furchtbar schnell.

Für meinen persönlichen Geschmack war in „War of Wolves“ einfach zu wenig Spannung, Handlung und Unerwartetes, dafür aber deutlich zu viel Gefühl, das mich nicht erreichte.
Aber ich denke, reine Romantasy Fans werden ihre Freude an diesem Buch haben.

Mein Fazit:

 

„War of Wolves“ von Sandra Binder war für mich ein nettes Buch für zwischendurch, aber leider auch nicht mehr. Ich habe irgendwie mehr erwartet als reine Romantasy und dem Spiel mit großen Gefühlen, das ist ja nicht wirklich mein Geschmack und kam auch nicht bei mir an. Mir fehlten deutlich die Spannung und die Handlung abseits von Kiras Gefühlswelt. Dafür war es dann doch recht vorhersehbar für mich und ich wurde mit den Charakteren nicht wirklich warm. Da haben leider auch der angenehme und bildliche Schreibstil der Autorin und die geniale Grundidee nichts mehr geholfen. Ich persönlich kann das Buch nur bedingt empfehlen, vor allem aber an reine Romantasyleser.

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