Dorn der Finsternis – The Scars Chronicles 1 von Ebru Adin

Dorn der Finsternis – The Scars Chronicles 1 von Ebru Adin

|Werbung| Dorn der Finsternis wurde mir durch den Piper Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Auch wenn mir die Geschichte gefiel, richtig überzeugen konnte die Umsetzung mich nicht.

Dorn der Finsternis  – The Scars Chronicles 1 
Von Ebru Adin

Dorn der Finsternis

Düstere Geheimnisse. Eine Welt voller Geister. Und eine Liebe, die alles in die Dunkelheit wirft – ein packender Urban Fantasy-Roman um himmlische und höllische Kriegerheere…
»Und wenn es eine Sache gibt, die stärker als Liebe ist, dann ist es die Furcht«
Irland, 1921: Olivya Whitethrone muss ihr Erbe als Geisterkriegerin an der Pirestale Akademie antreten. Gemeinsam mit ihrem Team kämpft sie gegen die Gefahren der Geisterwelt. Doch tief in der Finsternis lauert das Böse und wartet nur auf sie…

Bild- und Textquelle: Piper Verlag


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 13. Januar 2020
Reihe: Band 1
Seiten: 480
Preis: Taschenbuch 16,00€, EBook 4,99€
ISBN: 978-3-492-50297-9
Weitere Informationen zu „Dorn der Finsternis“ direkt bei Piper oder Amazon.de

Dorn der FinsternisMeine Meinung:

 

Schon als ich das erste Mal das Cover zu „Dorn der Finsternis“ von Ebru Adin gesehen hatte, war ich hin und weg, obwohl es sehr einfach gestaltet ist. Aber es zog mich magisch an und dazu natürlich dieses eine Wörtchen im Klappentext: Geister. Dazu kann ich einfach nie nein sagen. Im Endeffekt kann ich sagen, dass mir die Grundidee richtig gut gefallen hat, aber die Umsetzung war mir leider zu flach.

„Dorn der Finsternis“ war mein erstes Buch der Autorin und ihr Stil gefällt mir sehr. Sie schreibt eigentlich, wie man spricht. Sehr umgangssprachlich, einfach und direkt, so dass sich die Geschichte schnell weglesen lässt. Nur habe ich nach einiger Zeit bemerkt, dass ich alles genauso schnell wieder vergesse wie ich es lese. Es war mir alles doch zu salopp und mir fehlte die Tiefe hinter allem. Sowohl die Charaktere als auch die Welt waren für mich sehr oberflächig gezeichnet.

Dennoch habe ich die Geschichte gerne gelesen, weil es einfach mal etwas Anderes mit Geistern ist. Den Einstieg fand ich allerdings schon verwirrend. Wir erfahren die Geschichte abwechselnd in fünf unterschiedlichen, kapitelweise wechselnden Sichten. Im späteren Verlauf ergibt dies auch Sinn, da diese fünf Charaktere zusammenarbeiten, nur zu Beginn war es für mich alles wirr, da gerade die Prota Olivya anscheinend nichts mit den anderen zu tun hat. Wie gesagt, es bessert sich und wir lernen nach und nach die Akademie der Geisterjäger und deren Geschichte kennen.
Leider muss ich ehrlich sagen, dass ich euch die genauen Hintergründe der Geschichte jetzt schon nicht mehr erzählen könnte, da ich sie einfach wieder vergessen habe. Im Grunde ist sie etwas komplexer, aber so salopp und lasch erzählt, dass sie einfach nicht haften blieb. Sowas muss man echt mögen, ist bei mir nicht der Fall.

Was mir richtig gut gefallen hat, war der Unterrichtsablauf an der Akademie. Das waren richtig interessante Fächer und man hat Etliches über die Geisterwelt erfahren. Was für mich jetzt weniger verständlich war, ist, dass die Schüler trotz Ausbildung andauernd auf Missionen geschickt wurden, um Geister zu jagen. Und eigentlich war jede dieser Mission lebensgefährlich. Fand ich etwas komisch.

Was mir hierbei auch nicht gefallen hat, waren die abrupten Wechsel in der Geschichte. Ein Charaktere erzählt den Schulalltag..zack Wechsel, nächster Charaktere ist plötzlich auf einer Mission..zack Wechsel, wir sitzen im Speisesaal und essen. So kam es immer zu einem Stopp in der Geschichte und vieles wurde einfach offengelassen. Das fand ich nicht schön und mir fehlte da immer etwas. Es fühlt sich alles etwas abgehackt und zusammengestückelt an, wenn man bedenkt, dass dies fünf Charaktere immer zusammen sind. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.

Zu den Charakteren kann ich gar nicht so viel sagen. Wirklich warm wurde ich mit keinem. Entweder waren es superarrogante Typen, die tief in sich verletzt sind oder Mauerblümchen, die lernen müssen über sich hinaus zu wachsen. Typische Klischeecharakter würde ich sie nennen, natürlich auch mit Liebesgeschichte inbegriffen. Ich kann nicht mal sagen, dass sie mich störten oder nervten. Die Charaktere kamen einfach nicht bei mir an, dazu waren sie auch viel zu blass gezeichnet. Sie waren für mich nicht greifbar. Fand ich sehr schade.

Denn die Geschichte selbst hat einiges an Potential. Auch wie der Storyverlauf aufgebaut ist. Voller Geheimnisse und Rätsel. Und am Ende auch noch voller Überraschungen und Enthüllungen mit denen ich nicht gerechnet hätte. Wäre die Umsetzung nicht so salopp, wäre ich echt begeistert gewesen.
Bei mir war es immer eine Mischung aus Faszination und Spannung, die jedes Mal jäh unterbrochen wurde mit zwischenmenschlichen Geplänkel. Und was ich auch sagen muss ist, dass ich der Geschichte nicht immer folgen konnte durch die plötzlichen Wechsel. Manche spannenden Stellen und wichtige Details hörten einfach mittendrin auf und wurden erst sehr viel später, wenn überhaupt, wieder aufgenommen. Auch hatte ich so gar kein Gefühl für einen zeitlichen Ablauf zwischen den Kapiteln, auch wenn die Sprünge manchmal recht lang waren, wie man irgendwann erfährt. Ihr seht, die Umsetzung hat für mich etliche Luft nach oben. Leider war das so gar nicht meins, aber für Zwischendurch echt angenehm zu lesen.
Allerdings werde ich auch nicht mehr zum zweiten Band greifen. Würde auch keinen Sinn machen, wenn ich jetzt schon die Handlung des ersten Bands zum Teil vergessen habe.

 

Mein Fazit:

 

Ebru Adin konnte mich mit dem ersten Band „Dorn der Finsternis“ ihrer The Scars Chronicles leider nicht überzeugen. Die Grundidee der Geisterjäger fand ich absolut faszinierend, doch war mir die Umsetzung zu lasch und wirr mit zu viel verschenktem Potential und Luft nach oben. Außerdem vermisste ich in allem die Tiefe, so dass ich immer wieder Einzelheiten sofort vergessen habe. So wurde es dann doch nur ein nettes Buch für zwischendurch, das leider nicht in Erinnerung bleiben wird.

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