Wiederkehr der Götter – Die Schatten des Todes von P.J. Lehmann

Wiederkehr der Götter – Die Schatten des Todes von P.J. Lehmann

|Werbung| Wiederkehr der Götter wurde mir über NetGalley durch den Piper Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Es entpuppte sich leider nur zu einem mäßig spannenden Buch für Zwischendurch.

Wiederkehr der Götter – Die Schatten des Todes

Von P.J. Lehmann

Wiederkehr der Götter – Die Schatten des Todes  Von P.J. Lehmann

Herbeigesehnt von Göttern sollen zwei Menschen durch Blut vereinen, was durch Blut getrennt wurde. Ein mitreißender Fantasyroman für alle, die lebendige Welten, tiefe Gefühle und erbitterte Machtkämpfe lieben
„Dann hört auf, Euch aufzugeben!“ – „Und was soll ich Eurer Meinung nach tun? Einfach gehen?“ – „Ihr könntet mit mir kommen.“
Halvar, ein Kopfgeldjäger fern seiner Heimat, erhält den Auftrag, eine junge Frau zu finden. Dass es sich dabei um Iouna handelt, die verschwundene Prinzessin der Nordleute, stellt ihn vor weitaus mehr Probleme als eine uralte Fehde zwischen ihren Völkern. Doch auch Iouna erkennt, dass der wortkarge Mann mehr ist als er zu sein scheint.
Beide suchen ihren Platz in der Welt, ohne zu ahnen, dass sie dabei von ihren Göttern beobachtet werden.

Bild- und Textquelle: Piper Verlag


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 06. Juli 2020
Reihe: ja, Band 1
Verlag: Piper
Seiten: 566
Preis: Taschenbuch 23,00€, EBook 6,99€
ISBN: 978-3-492-50347-1
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Wiederkehr der Götter – Die Schatten des Todes  Von P.J. Lehmann

Meine Meinung:

 

Bücher über, von und mit Göttern kann ich einfach nicht widerstehen. So wurde ich auch auf „Wiederkehr der Götter“ aufmerksam, ein Werk des Autorenduos P.J. Lehmann. Die erschaffene Welt und das System der Götter haben mir auch richtig gut gefallen. Nur leider muss ich sagen, dass der extrem ausschweifende Erzählstil der beiden dazu führte, dass ich mich meist etwas durch die Handlung langweilte, weil nicht so wirklich etwas passieren wollte.

Der Schreibstil des Autorenduos ist sehr einfach gehalten, was die Geschichte wirklich leicht und schnell runterlesen lässt. Aber etwas mehr Wordbuilding hätte dieser faszinierenden Welt nicht geschadet. Teils ist es auch mit einem erfrischenden Humor versetzt, was den Handlungsverlauf noch lockerer werden lässt. Allein deswegen wollte ich das Buch beenden.

Was mir nicht so gefallen hat, war die Kapitellänge. Diese knapp 600 Seiten sind nur in 7 sehr lange Kapitel aufgeteilt. Ich lese einfach lieber kürzere Kapitel, da lese ich auch automatisch länger. Nach einem Kapitel, das über eine Stunde dauert, habe ich meist keine Lust, mehr weiterzulesen. Aber das ist ja reine Geschmackssache.

Und da muss ich ehrlich sein, allein der Verlauf hätte mich nicht am Ball gehalten. Für mich wurde hier extrem viel Potential verschenkt, denn sowohl die Welt als auch die Charaktere haben die Tiefe, die ich mir so wünsche. Und man merkt dem Autorenduo ihre Liebe zum Detail an. Allerdings leben sie diese für mich zu sehr aus. Wir treten im Verlauf eigentlich immer nur auf der Stelle bis mal wieder etwas passiert und erleben wirklich haargenau jeden einzelnen Ablauf. Das war mir zu viel des Guten und hat auch nicht dazu geführt, dass bei mir irgendein Spannungsgefühl aufkam. Das ganze Buch plätscherte für mich so dahin.

Das fand ich extrem schade, denn allein das System der Götter ist wirklich genial und faszinierend umgesetzt. Und auch echt vielversprechend. Aber in dieser Umsetzung konnte es mich einfach nicht packen.

Selbst die Charaktere mochte ich, obwohl mir persönlich beide etwas so fröhlich-positiv dargestellt sind, wenn ihr versteht, was ich meine. Vor allem Halvar hat seine Ecken und Kanten und auch eine interessante Vergangenheit, die sich erst nach und nach eröffnet. Aber statt ihm dieses gewisse Etwas zu verleihen, erweckte er bei mir den Eindruck eines grimmigen Brummbären. So Bud Spencer-mäßig. Und das passte nicht wirklich mit der Handlung zusammen. Dennoch war er mir echt sympathisch und auch sein Handeln und seine Einstellung waren immer nachvollziehbar. Iouna faszinierte mich. Eine wirklich starke Frau, die auch schon viel Unrecht erleiden musste, in einer Welt, in der Frauen nichts wert sind und auf das Wort der Männer hören müssen. Sie hat das Potential noch eine richtig starke Persönlichkeit zu werden. Bisher hat sich das für mich noch nicht so sehr gezeigt. Allerdings muss ich sagen, dass beide wirklich authentisch dargestellt sind und mich überzeugen konnten. Nur nimmt mir ihr Beziehungsaufbau zueinander doch zu viel Raum in Anspruch, was ich eigentlich lieber der Handlung an sich eingeräumt hätte.

Alles in allem muss ich sagen, dass ich zwar gerne wissen würde, wie diese Geschichte weitergeht, aber dazu hat mich „Wiederkehr der Götter“ einfach zu wenig überzeugt. Eine echt faszinierende Geschichte, die mir zu ausschweifend erzählt wird und dadurch Spannung einbüßt…und mein Interesse. Für zwischendurch war es jetzt ok, aber eine Leseempfehlung gebe ich nicht unbedingt.

 

Mein Fazit:

 

Mit „Wiederkehr der Götter“ hat das Autorenduo P.J. Lehmann einen sehr faszinierenden Reihenauftakt geschaffen, der für mich allerdings durch die viel zu ausschweifende Erzählweise einiges an Spannung einbüßen musste. Die Welt und die Charaktere haben die Tiefe, die ich mir immer wünsche, absolut erhalten und sich auch authentisch dargestellt. Ich mochte die Hauptcharaktere Halvar und Iouna sofort und konnte ihr Handeln immer nachvollziehen. Doch durch den sehr intensiven Fokus auf die menschlichen Gefühle blieb für mich die Handlung etwas zurück. Die Handlung trat für mich sehr oft auf der Stelle und plätscherte nur so dahin. Sehr schade, denn das Potential ist da, für mich nur leider nicht genutzt. So war es ein nettes Buch für zwischendurch, das mich nicht für sich einnehmen konnte.

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