Die Göttinnen von Otera – Golden wie Blut von Namina Forna

Die Göttinnen von Otera – Golden wie Blut von Namina Forna

|Werbung| „Die Göttinnen von Otera“ wurde mir durch den Loewe Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Es war eine grandiose Idee, die mich in der Umsetzung nicht so ganz packen konnte.

Die Göttinnen von Otera – Golden wie Blut

von Namina Forna

Die Göttinnen von Otera - Golden wie Blut von Namina Forna

 Nichts kann sie töten
Bitte lass mein Blut rot sein, bitte lass mein Blut rot sein, bete ich.
Als goldenes Blut aus ihren Adern fließt, ist für Deka klar, dass sie nie dazugehören wird. Wegen ihrer dunklen Hautfarbe galt sie schon immer als Außenseiterin. Doch dann kennzeichnet ihr goldenes Blut sie als Alaki, als Dämon. Nur ein Dekret des Kaisers von Otera kann sie retten: Er stellt eine Armee aus den beinahe unsterblichen Alaki zusammen. Deka wird zur Kriegerin ausgebildet und lernt dabei nicht nur zu kämpfen, sondern auch die Gebote infrage zu stellen, durch die sie als Frau ihr Leben lang unterdrückt wurde.
Der spannende Auftakt zu einer epischen Fantasy-Trilogie von Namina Forna für Jugendliche ab 14 Jahren. Die Göttinnen von Otera überzeugt sowohl durch die starken weiblichen Charaktere und das atmosphärische westafrikanische Setting als auch durch die gesellschaftspolitische Relevanz.

Bild- und Textquelle: Loewe Verlag


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 08. Oktober 2020
Reihe: ja, Band 1 von 3
Verlag: Loewe
Seiten: 512
Preis: Hardcover 19,95€, EBook
ISBN:
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Weitere Informationen zu „Die Göttinnen von Otera“ direkt bei Loewe oder

 Die Göttinnen von Otera - Golden wie Blut von Namina Forna

Meine Meinung:

 

Auf „Die Göttinnen von Otera“ von Namina Forna war ich sowas von gespannt. Erstmal natürlich allein das Wörtchen Götter und dann noch westafrikanisches Setting. Am Ende muss ich sagen, dass ich etwas zwiegespalten zurückbleibe. Zum einen werden hier wirklich wichtige Themen echt gut umgesetzt. Auch die Grundidee ist grandios und habe ich so noch nicht gelesen. Andererseits kam die Geschichte emotional nicht so wirklich bei mir an. Sie konnte mich nie gänzlich packen. Aber dazu komme ich nachher genauer.

Fangen wir von vorne an. Von Beginn an war ich fasziniert von der Grundidee. Das Setting war auch mehr als düster und grausam. Frauen, die unterdrückt werden von den Männern und keine andere Aufgabe haben, als ihnen zu dienen. Auch Deka will dies unbedingt und freut sich auf ihr Ritual, das sie als reine Frau kennzeichnen soll. Dies geschieht allerdings nur, wenn Deka auch rotes Blut blutet. Anders wird sie ausgestoßen und gilt als unrein. Allerdings kommt bei ihr alles viel schlimmer und die Rettung erlangt sie nur durch einen Erlass des Kaisers, er sie als Kriegerin ein beordert. Einer nicht menschlichen Kriegerin…

Wie gesagt, die Idee fand ich mega und auch die Umsetzung. Die Geheimnisse, die gestreut werden, immer wieder kleine Enthüllungen, was Deka denn eigentlich ist. Was sie und die anderen leisten können. Und die Enthüllung am Ende. Alles passt perfekt zusammen und konnte mich echt begeistern.

Was mir jetzt nicht so gefallen hat: Der Autorin ist es nicht gelungen, mir ihr System und ihre Welt zu veranschaulichen und emotional zu vermitteln. Vielleicht lag das etwas an der fehlenden Tiefe. Für mich bleiben die Charaktere alle nämlich sehr blass. Was aber auch daran geschuldet ist, dass wir im ersten Band einen recht großen Zeitraum erleben, in dem es immer wieder Zeitsprünge gibt. Und das Augenmerk einfach auf dem Vorantreiben der Handlung liegt. War nicht so meins. Ich habe es lieber, wenn sowohl Handlung als auch Charaktere bei mir punkten können. Ich habe es gemerkt, dass ich die vielen Personen einfach nie auseinanderhalten konnte und immer wieder durcheinanderkam, wer denn jetzt wer war.

Deswegen kann ich auch gar nicht so viel zu den Charakteren sagen. Für mich bleiben alle auf Distanz. Und Mit Deka selbst konnte ich nicht wirklich etwas anfangen. Zwar habe ich ihre Gefühle verstanden, aber auch nicht immer nachvollziehen können. Denn sie ist schon sehr weinerlich und nicht so stark, wie die Autorin sie darstellen will. Zumindest kam sie bei mir so an. Alle anderen sind auch eher blass und es konnte für mich niemand herausstechen, auch wenn es einige Interessante gibt.

Auch die Welt und die Wesen an sich konnte ich mir nicht so wirklich vorstellen. Das wird zwar alles von der Autorin beschrieben, aber mir eröffnete sich einfach kein Bild dazu. Ich konnte mir nie richtig etwas vorstellen, was sie mit ihren Beschreibungen jetzt meint. Mal abgesehen davon, dass ich von dem afrikanischen Setting jetzt nicht wirklich etwas gemerkt habe bis auf die außergewöhnlichen Namen. Aber das ist ja eher nebensächlich.

Kurz gesagt: von der Handlung echt mega, von der Umsetzung, was die Charaktere und die Veranschaulich der Welt angeht, für mich noch ausbaufähig. Ich bin froh, dass der Teil irgendwie in sich geschlossen ist, denn ich habe nicht das Gefühl, dass ich die Reihe weiterverfolgen muss. Einfach, weil sie mich nicht mitreißen konnte, auch wenn sie echt gut und mal was anderes ist.

Mein Fazit:

 

Mit „Die Göttinnen von Otera“ hat Namina Forna eine faszinierende, brutale und neuartige Grundidee entwickelt, die mich echt begeistern konnte. Allerdings bleibe ich doch zwiegespalten zurück, denn der Autorin ist es nicht gelungen, mich emotional zu packen. Ihre Welt und die Charaktere blieben mir zu blass, als dass ich richtig mitfiebern konnte. Das Augenmerk liegt aber auch auf dem rasanten Handlungsverlauf, der voller Überraschungen steckt. Ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen, einfach, weil sie mich nicht mitreißen konnte, auch wenn sie echt gut ist. Ich vergebe 3,5 Sterne mit Tendenz zu 4.

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