Mein Leseverhalten und ich – Lesen ist kein Hexenwerk

Mein Leseverhalten und ich – Lesen ist kein Hexenwerk

Mein Leseverhalten

Mein Leseverhalten und ich

Hallo ihr Lieben,

wenn ich so meine Leseplanungen zeige oder welche Bücher wieder bei mir eingezogen sind, taucht immer wieder eine Frage auf: wie machst du das, so viel zu lesen? Eigentlich finde ich die Frage immer recht witzig. Was soll man darauf groß antworten: ich weiß es nicht…ich lese…
Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich euch das  nicht auch näher erläutern kann und euch einfach mal einen kleinen Einblick in mein Leseverhalten gebe.
Aufgepasst, so werdet auch ihr zur Vielleserin :)


Um erst einmal alle bösen Gedanken/Kommentare auszumerzen, die ich mir schon anhören durfte: ich arbeite Vollzeit im Wechselschichtdienst und sogar freie Wochenenden sind bei mir eher selten. Ich habe neben meinem Mann auch noch 2 Hunde, 3 Katzen und ein Haus mit Garten. Beschäftigung ist also genügend vorhanden, so ist das nicht. Nicht zu erwähnen brauche ich ja Familie und Freunde, die mich auch ab und an zu Gesicht bekommen. Ich bin also keineswegs arbeitslos, ohne andere Hobbies und lese nur, um umsonst Reziexemplare abzustauben. Das Gegenteil ist der Fall. Wer mir nicht glaubt, darf gerne mal eine Woche bei mir vorbeikommen und meinen Alltag übernehmen.

Denn wenn ich ehrlich bin, manchmal frage ich mich schon selbst, wie ich so viel lesen kann. Wobei 10 -15 Bücher im Monat für mich wirklich nicht mehr viel sind, sondern Standard. Ich lese schon seit ich denken kann, es gehört einfach zu mir. Deswegen habe ich auch kein schlechtes Gewissen, wenn ab und an mal mehr Rezensionsexemplare hier liegen. Ich lese alle immer fristgerecht und ohne Stress. Wobei ich mich schon ab und an selbst als verrückt beschimpfe, so ist das auch wieder nicht…

Wenn ihr meinen Mann fragt, würde der wohl sagen: sie liest halt immer.
Ganz so ist es aber dann doch nicht, denn siehe oben: ausgebuchter Alltag.
Ich lese aber immer, wenn ich Zeit dazu habe und auch fast jeden Tag. Ich brauche das. Ich habe einen recht stressigen Job und mein Zuhause ist meine Oase der Entspannung. Schon deshalb ist Lesen für mich ein Ausgleich, den ich brauche…Entspannung pur….ohne fehlt mir etwas.

Das heißt aber dennoch nicht, dass ich immer am Buch hänge. Ich bin auch keine Schnellleserin, eher im Gegenteil. Grob kann ich sagen, dass ich pro Stunde etwa 50 Seiten lese, da hat man irgendwann einen Blick für, wenn man immer sagt, ich les nur noch ein Stündchen :)
Aber ich lese, sobald ich Zeit habe und nehme sie mir auch gezielt. Denn ich lese nicht immer, ich brauche dazu wirklich Zeit. Wenn ich weiß, ich habe eh nur eine halbe Stunde, greife ich erst gar nicht zum Buch. Das mag ich nicht. Ich versinke gerne länger darin. Alles andere würde mich stressen….

Genauer heißt das bei mir folgendes:
Mein Mann hat ganz normale Bürozeiten. Wenn der also losmuss und ich erst in den Spätdienst, „erarbeite“ ich mir mindestens eine Stunde Lesezeit bevor auch ich los muss. Klappt hervorragend…Haushalt, Hunde, Einkaufen, Lesen, Arbeit. Ist schon gut eingespielt bei mir. Wenn ich Frühdienst habe, ist es genau andersrum. Erst die Arbeit, dann der Rest und zur Entspannung lesen bis mein Mann nach Hause kommt. So habe ich tagsüber also schon etwas Lesezeit. Meistens lese ich aber abends auf der Couch. Mein Mann schaut Serien zum Entspannen und runterkommen und ich lese nebenbei. Perfekt abgestimmt und trotzdem unterhalten wir uns noch ;)
Wenn ich allerdings am Wochenende frei habe und alles erledigt ist, kann es schon gut sein, dass ich mir ein Buch schnappe und das einfach am Stück lese. Luxus, den ich mir gönne.
Ich bin die perfekte Couchpotato. Ich liebe es am Wochenende und abends auf der Couch zu entspannen. Wir gehen selten abends mal weg, wir mögen beide keine fremden Menschen, das muss schon ein besonderer Anlass sein. Nach einer stressigen Woche habe ich auch einfach nicht das Bedürfnis auch noch abends unterwegs zu sein.
Langweiliges Leben? Finde ich nicht, für mich ist das perfekt. Arbeit, Privatleben und Leseverhalten bestens aufeinander abgestimmt und alle sind happy.
Natürlich gibt es auch Tage, da komme ich einfach nicht zum Lesen, weil der Terminplan zu voll ist, man nur unterwegs ist und abends tot ins Bett fällt. Aber das sind eher Seltenheiten und Tage, die ich nicht so mag…außer im Urlaub, da ist das genehmigt.

Ihr seht, so ein Hexenwerk ist das gar nicht, zumindest bei mir nicht. Ich nehme mir bewusst Zeit für das Lesen und liebe es. Mehr ist das nicht. Ist ja auch “nur“ ein Hobby, für das man sich Zeit nimmt. Es gehört eben dazu…Das wahre Leben einer Buchverrückten. Und ganz nebenbei blogge ich natürlich über das Ganze…würde es mir kein Spaß machen, hätte ich es schon lange aufgegeben, das könnt ihr mir glauben. Ich hoffe, ich konnte Licht in das Dunkel bringen.

Wie ist es denn bei euch? habt ihr ein bestimmtes Leseverhalten? Habt ihr Hauptzeiten, an denen ihr lest? Fehlt euch ohne Bücher auch etwas?
Ich freue mich auf eure Antworten.

Eure Kerstin

 

Und wenn ihr nochmal schauen wollt, welche Angewohnheiten und Ticks ich beim Lesen habe, immer hier entlang:

Kerstin und das Lesen – Gewohnheiten und Ansichten.

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2 Gedanken zu „Mein Leseverhalten und ich – Lesen ist kein Hexenwerk

  1. Hallo Kerstin,

    ich sehe schon, ein Leben ohne Netflix und Fernsehen würde mir zu mehr Lesezeit verhelfen ;P.
    Ich bin immer noch beeindruckt, wenn Blogger weit mehr als 15 Bücher schaffen. 10 Bücher sind für mich schon eine tolle Leistung, aber jeder lebt sein Leben natürlich anders.
    Ich liebe es zu lesen, aber es gibt Tage/Wochen, da will ich lieber eine Serie durchsuchten und nicht selbst zur Unterhaltung beitragen. Dann gibt es Momente, da liege ich einfach nur da und starrte durch die Gegend, weil ich viel zu erledigt für irgendwas bin (mittlerweile habe ich zurück zum Hörbuch gefunden, das geht also auch ;P). Ich lese auch um die 50 Seiten in der Stunde, aber es stört mich nicht. Das Schnelllesen ist mir viel zu anstrengend mit der Zeit und auch wenn man so die Kernaussage versteht, gehen meist die Gefühle flöten.

    Mir fehlt ohne Buch definitiv auch etwas im Leben! Ich lese in meiner Mittagspause (30 Minuten) und dann meistens am Abend vorm schlafen gehen. Gerade jetzt merke ich, wenn ich weniger Serien suchte, dann komme ich echt viel zum Lesen. Etwas, was ich schon wusste, aber die Umsetzung ist nicht immer so leicht ;P.

    Alles Liebe,
    Tina
    von Tianas Bücherfeder

    1. Huhu Tina,

      jaaaaa, mit Serien geht schon einiges an Zeit drauf :) Schau ich aber eher selten. Meine Serienzeit kommt aber wieder, meist im Herbst.
      Ich will auch gar keine Schnellleserin sein, ich genieße jedes Buch.
      Und das mit in der Gegend rumlungern und nichts tun kenne ich auch zu gut.
      So findet ja jeder das, was für ihn am entspanntesten ist.

      Liebe Grüße, Kerstin

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