Töchter der Freiheit von Theresa Jeßberger

Töchter der Freiheit von Theresa Jeßberger

|Werbung| Töchter der Freiheit wurde mir durch die S. Fischer Verlage als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Es war ein sehr einnehmendes und emotionales Werk, das mich aber nicht gänzlich begeistern konnte.

Töchter der Freiheit

Von Theresa Jeßberger

Töchter der Freiheit  Von Theresa Jeßberger

Die größten Liebesgeschichten werden mit Blut geschrieben!
Schöne Kleider tragen und lächeln – das ist alles, was Elodeas Leben noch ausmacht. Denn Elodea war Teil einer Widerstandsgruppe aus Studentinnen, die sich gegen die Tyrannenherrschaft in Avendúr gewehrt hat und deren Mitglieder nun getrennt voneinander an den Adelshöfen des Landes auf Linie gebracht werden sollen. Doch plötzlich bekommen sie eine neue Chance, für ihre Ideen zu kämpfen.
Gleichzeitig suchen auch andere im Kampf der Ideologien ihren Weg: Avian, der von seinem Vater in das Amt des Vorsitzenden der Kirche gezwungen wurde, obwohl er als Atheist nichts vom Glauben hält, unterstützt aus Angst um seine Familie die Herrschenden und wird dafür von seiner Schwester verachtet. Lyonel, der verschollene Bruder der Königin, der aufgrund einer Behinderung von seiner Familie versteckt wurde, will sich mithilfe der Rebellen im Untergrund seinen Thron zurückerobern. Isobel, die als Gräfin in den Adelsstand geboren wurde, im Herzen aber eigentlich Demokratin ist, schmiedet heimlich Bündnisse für einen Umsturz.
Während Avendúrs psychisch labile Königin unbeirrbar ihre Ideologie der Herrschaft des Stärkeren verfolgt und das Land in einen Krieg führen will, verstricken sich die Rebellen immer mehr in einem Netz aus Schuld, Lüge und Verrat. Sie müssen sich entscheiden: Sind sie bereit, für ihre Ideale zu sterben?

Bild- und Textquelle: S. Fischer Verlage


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 24. Juni 2020
Reihe: nein
Verlag: Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch
Seiten: 448
Preis: Taschenbuch 13,00€, EBook 9,99€
ISBN: 978-3-7335-0641-4
Weitere Informationen zu „Töchter der Freiheit“ direkt bei den S. Fischer Verlagen oder Amazon.de

Töchter der Freiheit  Von Theresa Jeßberger

Meine Meinung:

 

Auf „Töchter der Freiheit“ von Theresa Jeßberger war ich sowas von gespannt, denn die Bloggerbetreuerinnen des Fischer Verlags haben mich auf der FBM schon richtig heiß auf das Buch gemacht. Und ich könnte doch niemals einer Geschichte über Rebellion widerstehen. Ganz überzeugen konnte mich die Geschichte leider jedoch nicht, aber es war sehr faszinierend, diese zu lesen. Auch wenn sie vorhersehbar ist, das sage ich gleich, aber das ist bei solchen Geschichten ja eigentlich immer der Fall.

Theresa Jeßberger schreibt unheimlich einnehmend, das hat mir von Beginn an sehr gefallen. Sie schreibt auch voller Emotionen und kann dieser perfekt transportieren. Für diese Art Geschichte fehlt mir allerdings etwas das Dreckige. Es war mir doch zu sehr auf „Liebe besiegt alles“ angelegt und das führte zu der ein oder anderen doch sehr kitschigen Szene, die für mich nicht so ganz in die Umstände passten. Andere waren dafür aber richtig schön emotional.

Wir erleben „Töchter der Freiheit“ in einem mittelalterlich angehauchten Setting. Die Königin hat die alleinige Macht, lediglich die Kirche und die Universität beugen sich ihr nicht ganz. Wir befinden uns in einem sehr düsteren Zeitalter. Die Königin strebt nach noch mehr Macht und will das gesamte Volk unterjochen. Armut und Hungersnot stehen hier an der Tagesordnung. Auf ihrer Gegenseite stehen die Aurenen, die Töchter der Freiheit, angeführt von Loreba Elgyn, die offen Widerstand gegen die Königin in ihren Vorlesungen an der Universität zeigt und die Armen unterstützt.

Als diese zum Tode verurteilt wird, beschließt ihre Schülerin Elodea, dass sie etwas unternehmen muss. Und findet unverhoffte Hilfe. Außerdem lernt sie, dass nicht alle Grafen mit den Maßnahmen der Königin einverstanden sind. Und ihr alle wisst, worauf diese Geschichte hinausläuft: REBELLION!

Die Welt, die Theresa Jeßberger erschaffen hat, hat mir richtig gut gefallen, auch wenn etwas mehr Komplexität nicht geschadet hätte. Sie hat dafür ein Magiesystem entwickelt, das ich sehr faszinierend fand und das endlich mal was Neues ist. Die Charaktere sind alle wundervoll gezeichnet und ein jeder hat die Tiefe erhalten, die sie benötigen. Nur genau da liegt auch mein Problem. Denn dadurch fand ich die ganze Geschichte zwar faszinierend, aber auch etwas etwas spannungslos. Der Fokus ist doch sehr auf die Charaktere ausgelegt und teilweise befinden sich diese in sehr kitschigen oder ausschweifenden Szenen. Eine Rebellion muss vorbereitet werden, keine Frage. Auch Verbündete müssen gesucht werden, aber so ausschweifend muss es für meinen Geschmack dann doch nicht erzählt werden.

Wir befinden uns nämlich eigentlich im Krieg. Oder einem angehenden Krieg, aber man merkt davon auf Grund des langsamen Tempos der Geschichte nicht viel. Natürlich gibt es Schlachten und actionreiche Szenen, aber diese werden doch sehr kurz behandelt, wenn man sie mit dem Rest vergleicht. Da habe ich mir etwas mehr erhofft, denn diese Umsetzung konnte mich leider nicht ganz mitreißen.

Ich habe „Töchter der Freiheit“ sehr gerne verfolgt, gerade wegen dem Weltenaufbau und der Magie, aber ich habe doch auch etwas mehr erwartet. Dennoch kann ich eine Leseempfehlung vergeben.

 

Mein Fazit:

 

Gänzlich konnte mich „Töchter der Freiheit“ von Theresa Jeßberger nicht überzeugen. Das liegt hauptsächlich daran, dass sie für meinen Geschmack zu viel Augenmerk den Charakteren gewidmet und der Handlung etwas zu wenig. Teils war es doch recht spannungslos und auch kitschig, was ich in dieser Geschichte nicht erwartet hätte. Denn allein die Welt und die erschaffene Magie konnten echt überzeugen. Mitreißen konnte mich die Geschichte auf Grund meiner Kritikpunkte leider nie so wirklich, aber interessant zu verfolgen war sie dennoch. Ich habe etwas mehr erwartet, kann das Buch aber dennoch empfehlen.

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