Der Bär und die Nachtigall von Katherine Arden

Der Bär und die Nachtigall von Katherine Arden

|Werbung| Der Bär und die Nachtigall wurde mir durch den Heyne Verlag über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Es ist ein ganz besonderes Märchen mit russischem Setting.

Der Bär und die Nachtigall
Von Katherine Arden

Der Bär und die Nachtigall

In einem Dorf am Rande der Wildnis, weit im Norden Russlands, wo der Wind kalt bläst und der Schnee viele Monate des Jahres fällt, erzählt die alte Dienerin Dunja den Kindern des Grundbesitzers Pjotr Wladimirowitsch Geschichten über Zauberei, Folklore und den Winterkönig mit den frostblauen Augen. Verbotene Geschichten über eine uralte Magie. Doch für die junge, wilde Wasja sind dies weit mehr als Märchen. Sie allein kann die Geister sehen, die ihr Zuhause beschützen. Und sie allein spürt, dass sich in den Wäldern eine dunkle Magie erhebt …

Bild- und Textquelle: Randomhouse


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2019
Reihe: Band 1 von 3
Verlag: Heyne
Seiten: 432
Preis: Klappenbroschur 16,99€, EBook 13,99€
ISBN: 978-3-453-32003-1
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Der Bär und die Nachtigall

Meine Meinung

 

Was war ich gespannt auf „Der Bär und die Nachtigall“ von Katherine Arden. Zum einen liebe ich Geschichten inmitten eines russischen Settings einfach, zum anderen klingt der Klappentext nach einem zauberhaften Märchen.
Und genau das ist es auch. Die Autorin entführt uns in ein russisches Dorf, in eine sehr frühe Zeit, als der christliche Glaube eher dem Glauben an die alten Götter weichen muss. Dämonen und Geister werden angeschworen und bezirzt, dass die Häuser der Dorfbewohner geschützt bleiben.

Genau in dieses Dorf, weit im Norden Russlands und weit entfernt von der prächtigen Metropole Moskaus wird die kleine Wasja geboren. Im Kindsbett verliert sie zwar ihre Mutter, erbt aber ihre zauberhafte Gabe, selbst Dämonen und Geister sehen zu können. So wächst sie zu einem echten Wildfang auf, deren beste Freunde die Hausgeister und Dämonen des Waldes sind.

Doch das Unheil naht. Alle anderen Bewohner kennen diese Geister nur aus alten Mythen und Legenden und verfallen so dem neuen Priester, der predigt, dass sie den Weg zu Gott finden und den alten Göttern abschwören müssen.
So liegt es allein an Wasja ihr Dorf zu retten, denn niemand glaubt ihr, dass diese Legenden wahr sind. Und wird selbst ein Teil davon.

„Der Bär und die Nachtigall“ ist eine ganz besondere Geschichte. Ich liebe das russische, altertümliche Setting mit dem düsteren und mystischen Flair. Ein dunkles Märchen neuartig erzählt. Sehr schwer zu beschreiben, da es doch anders ist als vieles, das ich bisher gelesen habe, aber gerade deswegen hat mir das Buch so sehr gefallen. Die Geschichte konnte mich von Anfang an für sich einnehmen und ich habe mich einfach nur wohl gefühlt beim Lesen.
Dazu schreibt die Autorin wundervoll leicht und atmosphärisch mit einer düsteren Grundstimmung, die herrlich zum Erzählten passt. Zwischendurch hatte die Geschichte immer mal wieder kurze Längen für mich, aber diese wurden dann wieder durch neue Ereignisse und Wendungen unterbrochen. Fängt die Geschichte noch langsam an, steigt das Tempo stetig bis es zum großen Finale kommt und wird auch immer düsterer und blutiger.

Die Charaktere sind märchenhaft gezeichnet und, bis auf Wasja und einige andere Hauptcharaktere, alle nicht unbedingt greifbar für mich. Aber das benötigt die Geschichte auch nicht, denn sie kommt wunderbar ohne diese Tiefe aus und verleiht dem Märchen so die nötige Energie. Dafür war mir Wasja sofort unheimlich sympathisch und es war mir eine Freude, mit ihr die Abenteuer zu bestreiten und die Legenden neu aufleben zu lassen.

Am Ende war ich überrascht, dass dies der Auftakt einer Trilogie ist, das habe ich vorher gar nicht gewusst. Aber man kann die Geschichte dennoch wunderbar lesen, denn sie ist zufriedenstellend abgerundet, auch wenn natürlich noch lange nicht alles erzählt ist. Ich freue mich schon auf den nächsten Band und hoffe, dass dieser bald übersetzt wird.
Für mich das perfekte Winterbuchmit ganz kleinen Schwächen.

 

Mein Fazit:

 

„Der Bär und die Nachtigall“ von Katherine Arden ist das perfekte Winterbuch. Die Autorin entführt uns in die verschneite Winterlandschaft Russlands und lässt uns alte russische Legenden und Märchen neu erleben. Wunderschön atmosphärisch, aber auch dunkel und düster erleben wir eine Geschichte von Glauben und Unglaube, von Geistern und Dämonen und von dem Wunsch nach Freiheit. Auch wenn sich die Geschichte für mich teils etwas zog, freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Band. Ich kann es Märchenfans und Fans alter Legenden, die gerne auch etwas abseits des Mainstreams lesen, nur ans Herz legen.

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