Die Rebellion von Laterre von Jessica Brody und Joanne Rendell

Die Rebellion von Laterre von Jessica Brody und Joanne Rendell

|Werbung| „Die Rebellion von Laterre“ wurde mir durch die Verlagsgruppe Droemer Knaur als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Ich bin bereit für Band 2 :)

Die Rebellion von Laterre

Von Jessica Brody und Joanne Rendell

Die Rebellion von Laterre

Drei junge Menschen – ein Planet im Chaos einer blutigen Revolution – ein gemeinsames Schicksal.
Vor 500 Jahren versprach der Planet Laterre der Menschheit Hoffnung. Doch heute verhungern die Armen in den Straßen, während Wolken die Sterne verbergen und die herrschende Elite jedes Aufbegehren rigoros bestraft. Die Revolution wird sich dennoch nicht aufhalten lassen. Und alles wird von drei jungen Menschen abhängen, die unterschiedlicher nicht sein könnten:
hatine ist eine Diebin, ein Kind der Straße, die alles tun würde, um dem brutalen Regime zu entkommen – einschließlich des Ausspionierens von Marcellus, dem Enkel des mächtigsten Mannes der Welt.
Marcellus wird von seinem Großvater darauf vorbereitet, die Macht zu übernehmen. Doch seit dem Tod seines Vaters, der als Verräter starb, plagen Marcellus immer stärkere Zweifel. Denn sein Vater hat eine kryptische Nachricht hinterlassen, die nur eine Person lesen kann: ein Mädchen namens Alouette.
Alouette ist in einer unterirdischen Zuflucht aufgewachsen, wo sie die letzte Bibliothek der Welt bewacht. Und sie hütet ein Geheimnis, das Laterre endgültig ins Chaos der Revolution stürzen wird.
Als das Schicksal Chatine, Marcellus und Alouette zusammenführt, ist nur eines gewiss: Die Zukunft von Laterre wird von ihren Entscheidungen abhängen, und davon, was sie zu opfern bereit sind: Liebe – oder Freiheit?

Bild- und Textquelle: Droemer Knaur


Bibliografie
Erscheinungsdatum: 04. November 2019
Verlag: Knaur
Reihe: Band 1
Seiten: 544
Preis: Klappenbroschur 16,99€, EBook 12,99€
ISBN: 978-3-426-52482-4
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Die Rebellion von Laterre

Meine Meinung:

 

Allein das Cover und der Klappentext haben dazu geführt, dass ich „Die Rebellion von Laterre“ von Jessica Brody/Joanne Rendell unbedingt lesen musste. Und das obwohl ich mit SciFi gar nichts am Hut habe. Aber lasst euch davon nicht abhalten, denn das Buch ist ein wahres Fest und alles sehr leicht verständlich erklärt. Zusammen mit meinem Lesezwilling habe ich es inhaliert und wir kamen beide nicht davon los.

Dabei sah es am Anfang gar nicht danach aus. Das Buch ist in 6 Teile unterteilt und von Teil 1 war ich jetzt nicht so begeistert. Nicht falsch verstehen, ich fand alles interessant: das Setting, die Charaktere, die Handlung bis dahin, aber es packte mich nicht so wirklich. Aber das waren nur die ersten 80 Seiten, denn das sollte sich dann ab Teil 2 ändern. Für mich gab es kein Halten mehr. Ich musste lesen und lesen. Ich war vollkommen in der Welt von Laterre gefangen.

Wenn ich nach einem Kritikpunkt suchen müsste, würde ich sagen der Stil, vielmehr die Übersetzung. Denn der Stil selbst ist so einnehmend, geheimnisvoll und spannend, dazu auch düster, trist und grausam, dass es für mich einfach nur ein Fest war, das Buch zu lesen. Nur eines störte mich so gewaltig: diese vielen französischen Begriffe, die mich immer am Lesefluss hinderten und die einfach störten. Dabei waren es nicht mal wichtige Dinge wie Eigennamen, das würde ich verstehen. Nein, die ganzen Kleinigkeiten. Warum kann man nicht einfach Meter oder Kilometer übersetzen und musste immer mètre schreiben. Das nervte mich wirklich, weil wirklich etliche Begriffe ein französisch-deutsches Mischmasch waren und das kann ich gar nicht leiden. (Ich sage nur Bekleidungsfabrique)

Die Geschichte selbst: der Wahnsinn!!

Vor knapp 500 Jahren flohen die Menschen zu einem neuen lebenswerten Planeten und landeten unter anderem auf Laterre. In drei Klassen eingeteilt leben sie anscheinend friedlich, auch wenn der Himmel stets wolkenverhangen ist, von drei Sonnen beleuchtet wird und das System nicht unbedingt gerecht ist.

Der erste État amüsierte sich.
Der zweite État regierte.
Der dritte État arbeitete.
So funktioniert der Planet.
Seite 485

Allerdings gibt es eine Gruppe Revolutionäre, die bereits einmal Erfolg hatten und sich offensichtlich wieder erheben wollen.

Mittendrin drei Jugendliche aus vollkommen unterschiedlichen Ständen, deren Wege sich kreuzen. Marcellus, der junge Offizier, der unter dem Scheffel seines Großvaters steht. Ich mochte ihn sofort, auch wenn er für mich doch etwas verweichlicht ist. Etwas mehr Stärke hätten ihm nicht geschadet, aber dafür glänzen die weiblichen Protas. Allen voran mein Liebling: Chatine. Eine junge Diebin, die täglich um ihr Überleben kämpfen muss in absolut menschenunwürdigen Verhältnissen. Aber genau das macht sie unerschütterlich und stark, wirklich eine beeindruckende Persönlichkeit. Und dann noch die süße Alouette, die abseits von allem ein sittsames Leben führt und mitten in das Elend geworfen wird.

Alle drei Charaktere sind wirklich genial gezeichnet mit Ecken und Kanten und der nötigen Tiefe. Ich mochte alle drei sofort, auch wenn ich sie manchmal gerne geschüttelt hätte.

Und was ich besonders an dieser Geschichte liebe: sie ist einfach nur pure Hochspannung. Nach und nach erfährt man immer mehr über diese drei jungen Charaktere, die abwechselnd aus ihrer Sicht ihre Welt erzählen. Wir lernen alle drei intensiv kennen. Wir spüren, dass hinter allem vielleicht etwas verborgen steckt. Wir fühlen, dass irgendetwas nicht stimmen kann, sind aber genau so ratlos wie die drei selbst. Dazu dann noch eine geheime Rebellion, die die Regierung von Laterre stürzen will. Diese Geschichte steckt so voller Überraschungen und Wendungen. Ich konnte nicht eine vorhersehen und wurde gleich mehrfach vor den Kopf gestoßen. Richtig, richtig genial gemacht.

Am Ende stehen wir wieder am Anfang. Wir sind intensiv in die Welt eingetaucht und stehen vor einem Konstrukt von Fragen, von denen einige noch offen sind. Aber es ist so genial und ich bin sowas von gespannt, wie diese Geschichte weitergeht. Am liebsten sofort. Ich kann es euch nur wärmstens empfehlen.

 

Mein Fazit:

 

Das Autorenduo Brody/Rendell haben mit „Die Rebellion von Laterre“ ein wahres Fest für die Leser gezaubert. Eine absolut undurchschaubare und packende Geschichte voller Geheimnisse, Intrigen und Überraschungen in einer atemberaubenden, dystopischen Welt mit SciFi Elementen. Drei Charaktere, die mich voll überzeugen konnten und von denen ich nicht genug bekommen konnte. Und mittendrin eine geheime Rebellion. Einzig die Übersetzung, die teils ein französisch-deutsches Wortmischmasch erzeugte, gefiel mir nicht so unbedingt, aber das kann ich durch diese Story verschmerzen. Ich kann es absolut empfehlen.

(Meine Bewertung: 4,5 Sterne, auf den gängigen Portalen 5)

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