Niemandsstadt von Tobias Goldfarb – außergewöhnlich und packend

Niemandsstadt von Tobias Goldfarb – außergewöhnlich und packend

|Werbung| Niemandsstadt wurde mir durch den Thienemann-Esslinger Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. Ein Buch, das polarisiert, mich aber begeistern konnte.

Niemandsstadt

Von Tobias Goldfarb

Niemandsstadt von Tobias Goldfarb

Magie trifft Technik in diesem phantastischen Roman für Leserinnen und Leser ab 13 Jahren.
In der Niemandsstadt gibt es alles, was man sich in der Wirklichkeit erträumt. Drachen ziehen durch die Wolken, Statuen zwinkern einem freundlich zu. Gleich drei Sonnen wärmen Gesicht und Rücken. Räume entstehen immer dann, wenn man sie braucht. Hier fühlt sich Josefine wohl. Doch diese Stadt, ihre Geschöpfe und ihr Zauber sind in Gefahr. Bedroht von spionierenden Crowbots, von Magie raubenden Maschinen, von einer weiten, weißen Leere. Ausgerechnet Josefine soll eingreifen – aber wie bekämpft man einen Gegner, der nicht existiert?

Bild- und Textquelle: Thienemann-Esslinger Verlag


Bibliografie:
Erscheinungsdatum: 14. Februar 2020
Verlag: Planet!
Reihe: nein
Seiten: 368
Preis: Hardcover 15,00€, EBook 11,99€
ISBN: 978-3-522-20267-1
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Niemandsstadt von Tobias Goldfarb

Meine Meinung:

 

Auf „Niemandsstadt“ von Tobias Goldfarb war ich unheimlich gespannt und als dann die ersten negativen Bewertungen eintrafen und meine Bloggermädels auch nicht so mit dem Buch klarkamen, musste ich es schnell lesen. Und soll ich euch etwas sagen: ich fand es genial!

Gerade weil es so anders, so außergewöhnlich ist. Aber ich verstehe auch, dass nicht jeder mit diesem Stil klarkommt. Und auch erst im Laufe des Buches versteht man den Sinn dieses Aufbaus und das konnte mich vollkommen überzeugen.

Der Stil von „Niemandsstadt“ ist definitiv außergewöhnlich und ich stehe einfach auf solche Bücher. Wir erleben diese Geschichte aus Josefines Sicht, und zwar so als würden wir ihren Gedankengängen folgen. Also alles recht direkt und auch locker. Am Anfang ist es etwas schwer und auch verwirrend, ihren Gedanken zu folgen, aber ich sage nur: bleibt dran, es lohnt sich. Schwerer war es für mich gegen Später als die Sichtweise von Josefines bester Freundin dazukommt. Sie hat natürlich ganz andere Gedankenverläufe, was sich sowohl in der Sprachweise als auch in der Schriftart darstellt. Aber daran gewöhnt man sich auch recht schnell. Teils gibt es Wiederholungen und Überschneidungen dieser beiden Handlungsstränge, aber alles ergibt beim Lesen Sinn und ich fand es klasse und echt spannend, diese beiden Sichtweisen zu verfolgen.

Zur Geschichte kann ich euch gar nicht so viel erzählen, denn jedes einzelne Wort würde spoilern und euch etwas über den Verlauf verraten. Deswegen erzähle ich nur etwas über Josefine. Sie ist ein sehr zurückgezogen lebendes Mädchen, eine Einzelgängerin. Nicht sehr beliebt, nicht wirklich hübsch, mit keinem großen Selbstbewusstsein, aber dennoch besitzt sie etwas, das ihren Mitschülern fehlt, die nonstop über ihren Smartphones hängen: die Gabe zum Träumen und Fantasieren. Ganz anders ist ihre Freundin Eli, die es liebt sich in den sozialen Medien zu präsentieren und als Influencerin erfolgreich zu sein. Aber auch sie merkt, dass sie dies nicht allein glücklich macht. Beide begeben sich auf ein mehr oder weniger fantastisches Abenteuer, gemeinsam und doch getrennt.

Ja, klingt komisch, aber besser geht es nicht zu erklären. Ihr versteht, was ich meine, wenn ihr das Buch lest. Tobias Goldfarb hat uns hier eine packende Story in einem Mix aus Fantasy und SciFi präsentiert, deren Sinn mich wirklich überrascht und überzeugt hat. Noch dazu hat er eine Botschaft eingebaut, die dazu anregt, vielleicht seine Gedanken nicht nur von der Technik leiten zu lassen, sondern auch einmal bewusst nichts zu tun.

„Niemandsstadt“ ist jetzt keine besonders spannende und rasante Geschichte, aber das meine ich keinesfalls negativ. Ich war von der ersten Seite an fasziniert und wollte immer wissen, was denn da passiert und später, wie das alles gelöst werden kann. Sie steckt voller Fantasie und auch moderner Technik. Sie ist packend auf andere Weise, wie das Buch selbst. Aber sie verläuft eher ruhig und das ist auch vollkommen passend. Dennoch läuft alles auf ein großes Herzschlagfinale hinaus und ich bin einfach nur vollkommen zufrieden. Es war für mich ein echtes Leseerlebnis, das man selten in dieser neuen Form hat.

 

Mein Fazit:

 

Mit „Niemandsstadt“ ist Tobias Goldfarb ein ganz außergewöhnliches Buch gelungen. Ein Buch, das Fantastik mit SciFi und Moderne vereint. Eine Geschichte, die zunächst wirr erscheint, dann aber einfach nur Sinn ergibt und mich voll überzeugen konnte. Eine Geschichte, die durch seine Einzigartigkeit und seine Botschaft besticht. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung, da es einfach ein einzigartiges Erlebnis war. Lasst euch auf das Buch ein, es lohnt sich.

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